Fröhliches Müllpicken

Das war eine freudige Überraschung:

Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt betreut auch in diesem Jahr rund zwei Dutzend junger Männer und Frauen während ihres freiwilligen ökologischen Jahres. Der aktuelle Jahrgang hat im September begonnen, und die Freiwilligen trafen sich Mitte November in Dresden zu ihrer ersten Weiterbildungswoche. Die Betreuerinnen in der Landesstiftung haben sich dafür etwas Besonderes einfallen lassen: Das Programm in der Weiterbildung wird von den Jugendlichen selbst gestaltet. Und die hatten sich die Hufewiesen als Programmpunkt ausgesucht!

Und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. So flatterte eine Anfrage von Herrn Klemm, im Stadtbezirksamt Pieschen zuständig für Ordnung und Sicherheit, in das Postfach unseres Vereins. Und so trafen sich die Jugendlichen vor Ort mit dem Leiter des Stadtbezirksamts, Herrn Wintrich, der ihnen persönlich dankte. Nach einer kleinen Einführung durch Anja Osiander vom Hufewiesen-Verein zur Geschichte, zur ökologischen Bedeutung und zu den Plänen für Bebauung und Bürgergrün griffen die jungen Männer und Frauen dann zu. Sie schnappten sich Müllsäcke, Arbeitshandschuhe und Greifer, die das Ordnungsamt bereitstellte, schwärmten aus und pickten mit großem Tempo und Nachdruck allerlei Unrat aus dem Gebüsch. Das Spektrum reichte von Zigarettenschachteln über Kaffeepappbecher und Hundekottüten bis hin zu Wäscheständern und Autoradkappen. Nur eine Stunde brauchten sie, um mehrere Säcke und eine Schubkarre zu füllen.

Der Müll ist jetzt da, wo er hingehört. Die Hufewiesen sehen schöner aus. Die Natur atmet auf; die SpaziergängerInnen tun es auch. Gut so!

Herzlichen Dank an die Landesstiftung und an die Stadtreinigung, vor allem aber an die jungen Öko-Aktivisten! Alles Gute für den weiteren Einsatz im ökologischen Jahr!


Quelle: Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt

80.000 für die Hufewiesen

Gerade hat Oberbürgermeister Hilbert den Entwurf für den Doppelhaushalt der Stadt Dresden für die Jahre 2019/2020 vorgelegt. Es steht soviel Geld zur Verfügung wie noch nie: rund 1.800 Millionen Euro, pro Jahr!

Und trotzdem fehlt etwas:
Der Entwurf enthält (noch) kein Geld für die Hufewiesen!
Weder für den Erwerb von Flächen als öffentliches Grün noch für eine umfassende Beteiligung der Bürger an ihrer Planung und Gestaltung.


****Im Haushalt der Stadt Dresden für die kommenden beiden Jahre fehlt etwas Wesentliches….****

Das können und müssen wir ändern!

  • Unter www.dresden.de/haushalt ist die Onlineversion des vollständigen Haushaltes im PDF-Format zum Download verfügbar, ebenso ein e-Haushalt, der die wichtigsten Positionen leicht verständlich darstellt.
  • Am Mittwoch, 5. September, wird Finanzbürgermeister Lames den Entwurf in einer Bürgerkonferenz vorstellen: um 17 Uhr im Plenarsaal des Rathauses.
  • Alle Einwohner und Einwohnerinnen können bis einschließlich Freitag, 19. September 2018, Einwendungen zum Haushaltsentwurf vorbringen.

Die Einwendungen können per Brief an die Landeshauptstadt Dresden, Stadtkämmerei, Postfach 120020 in 01001 Dresden geschickt werden oder per E-Mail an email hidden; JavaScript is required.
Bitte unbedingt in jedem Fall den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift angeben! Im Übrigen können die Einwendungen formlos gestaltet werden.

Zum Beispiel so:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Herr Finanzbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

mir ist es sehr wichtig, daß die Hufewiesen in Alttrachau zu möglichst großen Teilen als öffentliches Grün erhalten bleiben und daß sie von den Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltet werden können.
Der aktuelle Eigentümer, die ADLER Real Estate AG, ist bereit, rund sieben Hektar Wiesen und Wald auf den Hufewiesen zu einem symbolischen Preis an die Landeshauptstadt Dresden zu veräußern.
Es darf nicht sein, daß die Stadt Dresden sich diese Chance entgehen läßt!
Deshalb fordere ich Sie dringend auf, ausreichende Mittel für den Erwerb dieser Flächen und für eine umfassende Bürgerbeteiligung zu ihrer künftigen Gestaltung in den Doppelhaushalt 2019/20 einzustellen!
….

Derzeit schwirrt die Zahl von 80.000 Euro durch die Gänge des Rathauses. Das könnte der symbolische Preis für rund sieben Hektar Grünland oder Wald auf den Hufewiesen sein. Mindestens diese Summe sollte in den Haushalt eingestellt werden!

Alle, die außerdem dafür sind, daß die Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung einbezogen werden, sollten außerdem auch Mittel für die Moderation dieser Beteiligung fordern. Nochmal 80.000 Euro erscheinen reichlich. Sie sind gut angelegtes Geld! Denn je besser es gelingt, die Hufewiesen zu einem Bürgergrün zu machen, um das engagierte Bürgerinnen und Bürger, Jung und Alt, Nachbarn und Naturliebende sich eigenverantwortlich kümmern, desto weniger muß die Stadt an Aufwendungen für die Pflege dieses öffentlichen Grüns veranschlagen…

Auf geht’s!
Schickt Eure Meinung an die Stadtkämmerei!

Gerne auch CC an den email hidden; JavaScript is required!

D-a-n-k-e !

Stadtrat beschließt Aufstellung eines B-Plans

Es war ein ungewöhnlicher Moment im Dresdner Stadtrat. Da standen zwei, die in ihren Rollen anderswo fast immer gegeneinander kämpfen: eine Bürgerin, die Grün bewahren will, und ein Stadtplaner im Auftrag eines Investors. Hier aber ziehen sie an einem Strang und bitten den Stadtrat um Zustimmung für den Kompromiß, den sie in vielen Gesprächsrunden untereinander und mit der Stadtverwaltung sowie mit Vertretern des Stadtrates ausgehandelt haben.

Die handelnden Personen waren Anja Osiander für den Verein Hufewiesen Trachau und Klaus Bielenberg vom Büro Bielenberg Architekten als Vertreter der Eigentümerseite. Beide erhielten am 17. Mai 2018 als Gäste Rederecht im Stadtrat zum Tagesordnungspunkt „V 1934/17 Bebauungsplan Nr. 3028, Dresden-Trachau Nr. 6, Hufewiesen Alttrachau – Aufstellungsbeschluß“.

Die Bürgerin beschrieb in iherer Rede das Verhältnis zwischen Verein und Eigentümer so:
„Wir haben viel miteinander gesprochen, und wir haben gemerkt: Dem Anderen geht es nicht nur um die Durchsetzung der eigenen Interessen – auf Teufel komm raus! Sondern darum, etwas wirklich Gutes zu schaffen. Das war die Grundlage dafür, daß wir Vertrauen zueinander entwickeln konnten und daß wir jetzt gemeinsam vor Ihnen stehen und für diesen Kompromiß werben.“

Der Stadtplaner ergänzte:
„Es hat sogar Spaß gemacht!“

Die Stadträte honorierten das auf ihre Weise:
Ohne Gegenstimmen beschlossen sie, den B-Plan 3028 aufzustellen.


Abstimmung zur Aufstellung des B-3028 für die Hufewiesen: Nur die FDP enthält sich.

Fast sieben Jahre nach den heftigen Protesten vom Sommer 2011 gibt es damit eine neue Planungsgrundlage für die Hufewiesen. Dabei sollen im Westen auf maximal 2,4 ha Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Östlich des Flurstücks 167/4 soll auf etwa sieben Hektar öffentliches Grün entstehen. Damit entspricht der Beschluß des Stadtrates dem Kompromiß, den der Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain am 8. März gemeinsam mit Vertretern des Haupteigentümers des Geländes (ADLER Real Estate AG in Berlin) und Vertretern des Vereins Hufewiesen Trachau als Sprachrohr für die Bewahrung der bäuerlichen Kulturlandschaft auf den Hufewiesen in einer Pressekonferenz vorgestellt hatte.


Die künftige Aufteilung der Hufewiesen laut Aufstellungsbeschluß für den B-3028. Katasterauszug des Stadtplanungsamtes mit Erläuterungen des Hufewiesen Trachau e.V. .

Alle weiteren Einzelheiten werden nun zwischen dem Verein und dem Stadtplanungsamt ausgehandelt. Vertreter des Vereins bleiben eng eingebunden. Auch die Bürger*innen sollen Gehör finden. Alle Interessierten sollen deutlich früher und deutlich umfangreicher Einblick in die Planungen bekommen, als das gesetzlich vorgeschrieben ist. Das ist dem Eigentümer wichtig, denn die bisherige Erfahrung hat gezeigt: Je offener die Gespräche schon im Vorfeld laufen, desto schneller kommt auch eine Einigung zustande. Unser Verein und die Planer und Verantwortlichen von ADLER wollen gemeinsam einen Vorschlag entwickeln, wie diese umfassende Bürgerbeteiligung konkret organisiert werden kann.

Die weitere Zeitplanung sieht so aus:

  • Ende August 2018 beraten die Umweltbürgermeisterin, der Verein und der Haupteigentümer darüber, wie die Bürgerbeteiligung zur Gestaltung des künftigen Bürgergrüns organisiert werden kann.
  • Bis Ende des Jahres 2018 soll die Feinplanung für den Bebauungsplan stehen, so daß ein Entwurf öffentlich ausgelegt werden kann.
  • Dann schließen sich die Auswertung aller Stellungnahmen von Bürger*innen, Anliegern und Trägern öffentlicher Belange an.
  • Schließlich beschließt der Stadtrat den Bebauungsplan, und ADLER und die Stadt einigen sich über die Übertragung der Grundstücke für das öffentliche Grün auf den Hufewiesen an die Stadt.

Im Moment rechnen wir damit, daß wir den ganzen Prozeß bis Mitte 2020 abgeschlossen haben werden, also in etwa zwei Jahren.

Hier zeigt sich mal wieder: „Gut Ding will Weile haben!“ Wir schaffen hier etwas, was die Stadtteile rund um die Hufewiesen für die kommenden Generationen prägen wird. Immerhin sind wir ja schon sieben Jahre unterwegs…

*************
Übrigens:

  • Die Debatte im Stadtrat zu diesem Beschluß ist auf Video dokumentiert (Achtung, Bildübertragung beginnt erst nach 13 Sekunden. Gesamtdauer: 38 Minuten, Beitrag des Vereins gleich zu Beginn).
  • Die Rede von Anja Osiander gibt es auch zum Nachlesen.
  • Dokumente zum B-3028 im Ratsinformationssystem

Übern Zaun geblickt: Petition für Leipziger Bahnhof !

Dresden entwickeln – aber wie?
Diese Frage stellt sich nicht nur an den Hufewiesen, sondern sehr kontrovers und folgenschwer auch am alten Leipziger Bahnhof. Eine neue Initiative fordert jetzt, endlich den B-Plan aufzuheben, der bislang vorsieht, das Gelände weitgehend zu planieren und dort einen Großmarkt mit eintausend Parkplätzen zu errichten. Erste Aktion der Initiative „Wohnen am Leipziger Bahnhof“ ist eine online-Petition an den Stadtrat. Noch bis zum 23. Oktober kann man unterschreiben!

Wohlgemerkt: Es geht um ein Gelände, das die historischen Reste des ersten Fernbahnhof Deutschlands beherbergt. Ein Gelände, das nah am Zentrum und an der Elbe viel Platz für neue Urbanität bietet. Ein Gelände, das gerade durch seine Geschichte architektonisch neue Geschichten schreiben könnte.
Ähnlich wie bei den Hufewiesen geht es am alten Leipziger Bahnhof darum, den eigentlichen Wert eines Stückes der Stadt zu bergen. Künftige Generationen werden es uns danken!

Stadtrat beschließt Erhalt der Hufewiesen

11.5.2017 im Dresdner Stadtrat. Kati Bischoffberger bringt den Antrag zum Erhalt der Hufewiesen ein. Quelle: Mitschnitt der Landeshauptstadt Dresden (mit freundlicher Genehmigung von Frau Bischoffberger).

Am Donnerstag, 11. Mai 2017, hat der Rat der Landeshauptstadt Dresden mit einer Mehrheit von 38 Stimmen den Oberbürgermeister beauftragt, die Hufewiesen als öffentliches Grün zu entwickeln. Um das abzusichern, soll die Verwaltung bis Ende Juli einen Entwurf für einen entsprechenden B-Plan erarbeiten.

B-Plan steht eigentlich für „Bebauungsplan“. Hier aber soll ein Bebauungsplan entworfen werden, der vorschreibt, daß eben nichts gebaut wird.

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Endlich gibt es einen politischen Beschluß in Dresden zur Zukunft der Hufewiesen. Hurra!
Vielen Dank an die Stadträte, die das beschlossen haben! Insbesondere an Kati Bischoffberger! Sie wirkt seit 2015 mit einem Mandat der GRÜNEN für Pieschen im Stadtrat und hat den Antrag eingebracht.

Was aber sagt der Haupteigentümer der Hufewiesen dazu? Wie reagieren jetzt die Verantwortlichen der ADLER Real Estate AG aus Berlin?

Ein B-Plan ist das Instrument, um eine städtebauliche Zielsetzung abzusichern. Das ist eine große Errungenschaft in Deutschland. Hier gilt eben nicht: Wer besitzt, bestimmt. Vielmehr werden die Interessen von Einzelnen und die Interessen der Allgemeinheit sorgfältig abgewogen. Deshalb ist es ein komplizierter Prozeß, einen B-Plan aufzustellen. Wenn er beschlossen ist, sind die Eigentümer aller betroffenen Grundstücke daran gebunden.
So weit, so gut.
Ein B-Plan kann einen Eigentümer aber nicht dazu zwingen, irgendetwas mit seinem Grundstück zu tun. Für die Hufewiesen bedeutet das: Jetzt geht die Arbeit erst richtig los. Die Suche nach einer Einigung mit der ADLER Real Estate. Mit dem Beschluß des Stadtrates haben die verantwortlichen Bürgermeister und die Fachleute in der Stadtverwaltung dafür jetzt ein starkes Mandat bekommen.

Wir vom Verein Hufewiesen Trachau werden diese Suche nach einer Lösung nach Kräften unterstützen. Am 29. Mai sind wir zum nächsten Gespräch mit den Vertretern der ADLER Real Estate verabredet. Drückt uns die Daumen!

Nach sechs Jahren des Ringens rückt eine Lösung für die Hufewiesen in greifbare Nähe. Kann ich etwas beitragen?

Na klar! Das ist gar nicht schwer.

  • Kommt zum Trachenfest am 20. Mai auf die Hufewiesen! Feiert die Wiesen!
  • Beim Trachenfest wird es einen Info-Stand geben. Sagt Eure Meinung; informiert Euch!
  • Ideen, Infos, Eindrücke austauschen: gerne auch auf unserer facebook-Seite.
  • Jetzt ist ein schöner Moment zum Mitglied Werden bei den Freunden der Hufewiesen. Wir freuen uns auf Dich!

EIN FRÖHLICHES TRACHENFEST !
UND VIEL SCHUB FÜR DIE NÄCHSTEN SCHRITTE !

wünschen
die Aktiven vom Hufewiesen Trachau e.V.

Weitere Infos:

Perspektivenwechsel – Bericht vom Seminar am 17. Januar

Vision trifft Handwerk. So hatten wir das Tagesseminar „Fundraising für die Hufewiesen“ am 17. Januar angekündigt. Und so war’s auch. Ein Dutzend Menschen mit Begeisterung für die Hufewiesen trafen einen Experten für fundraising mit Jahrzehnten Erfahrung. Seine Fragen und Hinweise öffneten neue Blickwinkel, neue Kategorien, um die Rettung der Hufewiesen zu denken.

Perspektivenwechsel – angestiftet von dem Geschäftsführer der Agentur probono berlin, Mathias Kröselberg, am 17. Januar 2015 beim Hufewiesen-Tagesseminar

Perspektivenwechsel – angestiftet von dem Geschäftsführer der Agentur probono berlin, Mathias Kröselberg, am 17. Januar 2015 beim Hufewiesen-Tagesseminar

„Anspruchsgruppen.“ „Unsere Identität.“ „Der Dreiklang aus Bekanntheit der Hufewiesen, Sympathie für die Hufewiesen und Unterstützung für die Hufewiesen.“ „Wie gewinnen wir Aufmerksamkeit?“ „Was ist rechtlich die zweckmäßigste Form, um Kapital für den Erwerb der Hufewiesen zusammenzutragen?“ „Wer kann uns dabei helfen, und wie?“
Am Ende des Tages konnten wir den Weg sehen. Wir konnten die vielen kleinen Schritte sehen, die uns und viele andere Menschen zusammenführen werden, um gemeinsam dafür zu sorgen, daß die Hufewiesen als Kleinod mitten in Dresden erhalten bleiben.
Der Weg fängt bei uns selbst an. In den kommenden Wochen organisieren wir den Verein neu. Wir sichten all das, was wir an Erfahrungen und Material zusammengetragen haben seit der Gründung der Bürgerinitiative im Sommer 2011. Und wir fragen nach, wie andere uns sehen.
Die Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für den nächsten großen Schritt, hin zur konkreten Kampagne. Aus der Analyse heraus können wir gezielt Aktionen entwerfen, um die Hufewiesen bekannter zu machen, um Sympathie für dieses Kleinod zu wecken und um Brücken anzubieten, damit die Sympathie sich auch in aktiver Unterstützung ausdrücken kann.
Ein Kreis von etwa einem Dutzend Aktiver bildet den harten Kern für dieses Unternehmen. Es ist ein Abenteuer für alle, die dabei sind. Und eine Chance, daran zu wachsen. Wir tun das, weil wir wissen: Die Hufewiesen sind es wert!

Das findet auch der Experte. Und er handelt entsprechend: Mathias Kröselberg wird sein Honorar für das Tagesseminar an den Verein zurückspenden! Dieser Vertrauensbeweis spornt uns an. DANKE!

Eigentlich… will ich da vielleicht dabei sein?
Wenn diese Frage jetzt aufblitzt, dann empfehle ich: nachhaken! Es gibt viele Wege und Formen, bei der Rettung der Hufewiesen dabei zu sein: email hidden; JavaScript is required.

Einladung zu einer Reise mit offenem Ausgang

Herausforderung erwünscht - Die Hufewiesen und Du

Mitreisende gesucht.

Die Hufewiesen laden ein zu einer Reise mit offenem Ausgang.
Erste Station: Sonnabend, 17. Januar 2015, 10 bis 17 Uhr.

Mit an Bord:

  • Ein erfahrener Berater.
  • Eine Runde wißbegieriger Menschen, die eins eint: die Begeisterung für die Hufewiesen.

Reiseziel:
Noch sind die Hufewiesen Privateigentum und liegen brach. Aber sie können etwas ganz anderes sein:
Ein Ort für alle.
Eine bäuerliche Flur, gehegt und gepflegt.
Ein Lebensraum für Menschen, Pflanzen, Tiere.
Ein Ort des Wissens, des Erntens, des Feierns.
Ein Ort für Kinder (und Kindgebliebene).

Am 17. Januar treffen wir uns, um den Weg zu entwerfen, auf dem aus diesen Ideen Wirklichkeit wird. Mit Hilfe vieler Menschen. Organisiert durch eine Kampagne. Vision trifft Handwerkszeug.


Ist das etwas für mich?
Hier der Test:

  1. Ich sehe etwas Besonderes in den Hufewiesen: JA/NEIN
  2. Ich würde gerne anderen Menschen von den Hufewiesen erzählen: JA/NEIN
  3. Ich glaube, daß Menschen diese Welt besser machen können: JA/NEIN
  4. Ich möchte gerne genauer wissen, wie man das Bessermachen dieser Welt am besten anfängt: JA/NEIN
  5. Ich sehe eine Chance, im kommenden Jahr mein Leben so einzurichten, daß ich auch Zeit für die Hufewiesen habe: JA/NEIN

Mindestens viermal mit JA geantwortet?
Dann ist diese Reise etwas für Sie/für Dich!

Bordkarten und weitere Informationen zur Route gibt es email hidden; JavaScript is required.

Wir freuen uns auf Dich/ auf Sie und auf die gemeinsamen Entdeckungen!

Paradox des Fundraising

Das Paradox gilt auch für die Hufewiesen: Geld ist entscheidend – und auch wieder nicht.

Die dritte Geburt der Hufewiesen

"Es gibt Werte, die kann keiner zählen." - Erich Kästner

Das Besondere an den Hufewiesen auf den Punkt gebracht.



Die Hufewiesen bewahren!
Für diese Idee setzen wir uns seit längerem ein. Dabei haben wir uns auf verschiedene Weise organisiert – je nachdem, wie wir unsere eigenen Unternehmungen auffaßten.

  1. Es begann mit einer Bürgerinitiative. Ihr wichtigster Zweck: zu verhindern, daß ein Planungsverfahren für eine Bebauung auf den Hufewiesen eingeleitet wird. Das haben wir geschafft.
  2. Nur wenige Monate später gründeten einige Aktive den Verein „Hufewiesen Trachau“. Der setzt sich für Naturschutz, Denkmalschutz, Jugendarbeit und bürgerschaftliches Engagement ein. Die Botschaft: Wir sagen nicht einfach „Nein, hier nicht!“. Wir wollen auch selbst gestalten und Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen. Das ist eine Aufgabe fürs Leben – und über Generationen hinweg.
  3. Nun gehen wir noch einen Schritt weiter: Wir wollen eine Kampagne organisieren, um die Hufewiesen durch eine Stiftung zu erwerben. Das ist die dritte Geburt der Hufewiesen als einer Idee, die Menschen zusammenbringt. Und zwar auf einer Grundlage, die auch über politische, gesellschaftliche und menschliche Schwankungen hinweg trägt.

Warum eine Stiftung? Soll’s die Politik doch richten! Die Stadt kann doch das Gelände kaufen…

Und dann? Mit dem Kauf allein ist es doch nicht getan!

dritte-geburt_einmalig

Die Hufewiesen sind etwas Besonderes, weil sie bäuerliche Fluren und halbwilde Naturräume mitten in der Stadt bieten. Dieses Besondere zu erkennen, zu pflegen und lebendig zu erhalten, ist etwas, was kein Ratsbeschluß, keine Verordnung herbeiführen können. Dafür braucht es Menschen mit Begeisterung und Tatkraft. Und diese Menschen brauchen eine Organisation. Deshalb die Stiftung.

In den vergangenen zwei Jahren haben wir auch andere Modelle geprüft, um die Rettung der Hufewiesen zu organisieren. Etwa ein Verein auf einer breiteren Grundlage. Eine GmbH oder eine Aktiengesellschaft, beide auch in gemeinnützigen Spielarten. Eine Genossenschaft. Ein Zweckverband mit einem konventionellen Projektentwickler. Und Mischformen zwischen all diesen Varianten. Aber letztlich bietet eine Stiftung die überzeugendste Antwort auf drei zentrale Fragen:

  • Wie kann man die Hufewiesen auf Dauer bewahren?
  • Wie kann man die Hufewiesen öffentlich zugänglich bewahren?
  • Wie schafft man eine wirtschaftlich solide Grundlage dafür, die Hufewiesen zu bewahren?

Die Idee einer Stiftung begleitet uns schon seit den Anfängen. Der ursprüngliche Name der Bürgerinitiative lautete „Waldpark Trachau“. Das war eine Anspielung auf den Waldpark in Dresden-Blasewitz, der um 1870 von weitsichtigen Bürgern vor der Bebauung bewahrt wurde, indem sie eine Aktiengesellschaft für die städtebauliche Entwicklung des Umlands bildeten und die Randgrundstücke verkauften, um aus dem Erlös eine Stiftung für den Erhalt des Blasewitzer Tännicht zu finanzieren. So etwas sollte doch auch für die Hufewiesen möglich sein! Schon Ende 2012 beriet unser Vorstand darüber mit dem Geschäftsführer der Bürgerstiftung Dresden. Aber es fehlte ein überzeugendes Konzept. Erst 2014 entstanden Kontakte, die dafür eine Lösung bieten können: zu Matthias Daberstiel, dem Geschäftsführer der Spendenagentur in Dresden, und über den von ihm organisierten Sächsischen Fundraising-Tag dann auch zu Mathias Kröselberg von probono berlin. Mit ihm haben wir in mehreren Runden erörtert, wie gut die Chancen dafür stehen, die Hufewiesen durch eine Kampagne für eine Stiftung zu retten. Das Ergebnis: Laßt es uns versuchen!

Der erste Schritt: Vision trifft Handwerkszeug – ein Tagesseminar mit Mathias Kröselberg und Wieslern. Am 17. Januar 2015. In Dresden. Mehr dazu im Beitrag „Einladung zu einer Reise mit offenem Ausgang“.

dritte_geburt_weltgestalten

Rückblick 2014

2014 war hoffentlich ein gutes Jahr für Sie und für Euch!
Aus der Sicht der Hufewiesen war es das Jahr Nummer Vier seit den ersten Aktionen zur Erhaltung dieses Kleinods.

Vier Jahre – das ist eine gute Gelegenheit für einen Rückblick bis zu den Anfängen. Deutlich läßt sich ein Trend erkennen: Die Idee von den Hufewiesen als öffentliches Grün hat seit 2011 immer mehr an Fahrt gewonnen!

Hufewiesen: Meilensteine 2011-2014

Hufewiesen: Meilensteine in den Jahren 2011 bis 2014

Wir nehmen diese Bilanz zur Grundlage, um 2015 noch einen Schritt weiter zu gehen. Unser Ziel: Wir wollen eine Kampagne für den Kauf der Hufewiesen durch eine Stiftung aufbauen. Der erste Schritt: ein Seminar mit Dr. Mathias Kröselberg von probono berlin. Mehr dazu im Beitrag „Die dritte Geburt der Hufewiesen“.

Über die Ereignisse von 2014 haben wir schon viel in früheren Beiträgen geschrieben. Deshalb möchte ich an dieser Stelle gar nicht mehr viel reden. Stattdessen habe ich ein paar Bilder ausgesucht – von dem, was auch geschah, unterwegs sozusagen, und was nachklingt. (Bitte anklicken für eine Bilderschau.)

Ihnen und Euch wünschen alle Wiesler:

Frohes Neues Jahr!

"Es gibt Werte, die kann keiner zählen." - Erich Kästner

Januar und April 2014: Ausschnitt aus den Präsentationen zum Abschluß der Bürgerbefragung und in der „socialbar“ im Alten Wettbüro.

Neue Gespräche mit dem Eigentümer

Die Hufewiesen sind bei dieser Unternehmensnachricht von ADLER nicht gemeint. Aber wir arbeiten daran.


Die Hufewiesen sind bei dieser Unternehmensnachricht von ADLER nicht gemeint. Aber wir arbeiten daran.
(Bildschirmfoto des ADLER-Auftritts, auf Bitten von ADLER ohne Logo.)

 

Am 10. November 2014 trafen sich Vertreter des Hufewiesen Trachau e.V. mit Herrn Stommel, dem zuständigen Geschäftsführer im ADLER-Konzern, in Dresden. Es war das erste direkte Gespräch über eine mögliche Gesamtlösung, seit im Dezember 2012 Vertreter des Vereins und eines Dresdner Investors erfolglos über einen Optionsvertrag mit ADLER verhandelt hatten.

Mit dabei waren zwei Berater der strategischen Unternehmensberatung Thomsen. Thomsen arbeitet seit anderthalb Jahren im Auftrag des Eigentümers  an einer Lösung für die Hufewiesen. Mit den Vertretern von Thomsen hatten wir in zwei Gesprächsrunden im September in Berlin und Hamburg Ansätze für eine Zusammenarbeit zwischen dem Verein und dem Eigentümer herausgearbeitet. Nun wollten wir diese Überlegungen mit der Stadtverwaltung erörtern.

Dazu hatte der Leiter des Stadtplanungsamtes, Herr Szuggat, hochkarätige Kollegen eingeladen. An dem Gespräch nahmen die zuständige Abteilungsleiterin in seinem Hause und zwei weitere Mitarbeiter teil, außerdem  auch Herr Dr. Korndörfer, der Leiter des Umweltamtes, und Herr Thiel, der Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, sowie die Abteilungsleiter für Wasserschutz und Stadtökologie aus dem Umweltamt.

Das Besondere an dieser Zusammenkunft brachte Herr Dr. Korndörfer treffend auf den Punkt. In seiner 23-jährigen Amtszeit sei es ihm noch nicht passiert, daß ein Verein, der sich für Naturschutz einsetzt, die Interessen eines Eigentümers vertritt, welcher Bauland entwickeln möchte.

Aber genau das war an diesem Nachmittag das gemeinsame Ziel von ADLER und dem Hufewiesen Trachau e.V.. Denn dahinter steckte ein weitgehendes Zugeständnis des Eigentümers: Falls es gelänge, im Westen der Hufewiesen in ausreichender Dichte Baurecht zu schaffen, so sei sein Unternehmen bereit, den gesamten Osten unbebaut zu lassen. Die Grenze sollte in etwa dort verlaufen, wo die Pettenkofer Straße endet. Das bot Herr Stommel in Absprache mit uns als Lösung für die Entwicklung der Hufewiesen an.

Leider scheint diese Lösung so einfach nicht umsetzbar zu sein.
Das liegt daran, daß die Hufewiesen in einem alten Elbarm liegen. Bei der Flut 2002 waren sie größtenteils überschwemmt; 2013 verhinderte die neue Schutzmauer am Ballhaus Watzke nur knapp, daß das wieder geschah. Nun hängt alles davon ab, wie die Experten die Erfahrungen der Flut 2013 bewerten. Zur Zeit arbeiten sie an einem neuen Vorhersagemodell. Die Ergebnisse sollen Anfang 2015 vorliegen. Danach entscheidet sich, ob und in welchem Umfang Neubauten im Westen der Hufewiesen errichtet werden dürfen.

Die Verantwortlichen im Verein und der Eigentümer wollen auf jeden Fall im Kontakt bleiben und weiter an einem gemeinsamen Vorschlag für eine Entwicklung auf den Hufewiesen arbeiten. Der Vorstand der ADLER Real Estate AG, Herr Harloff, hat den Grundgedanken dahinter treffend auf den Punkt gebracht: „Miteinander reden ist immer gut.“