24.3.2018 Dokumentation zur Bürgerversammlung

Dokumente zur Bürgerbeteiligung für ein Bürgergrün auf den Hufewiesen, Stand 24. März 2018

  1. Konzept des Vereins, 2014 (pdf)
  2. Ideen von Nachbarn, 2017/18 (pdf):
    1. Katrin Schneider
    2. Linda Stüwe
    3. Michael Hecht
  3. 30-Sekunden-Diaschau zum Wandel der Hufewiesen 1775 bis 2018:

  4. Die Hufewiesen aus der Sicht der Stadtverwaltung, März 2018 (pdf)
  5. Erfolgreiche Bürgerbeteiligung – Überlegungen des Stadtplaners Hermann Sträb (pdf)
  6. Wünsche aus dem Publikum (1): Notizen auf dem Katasterplan (pdf)
  7. Wünsche aus dem Publikum (2): Protokoll von Redebeiträgen (pdf)

Bürgergrün- Wir sind unterwegs

24. März 2018 – Bei mildem Frühlingswetter finden rund 80 Menschen den Weg in den großen Saal im Goldenen Lamm, um mehr darüber zu erfahren, wie die Hufewiesen zu einem Bürgergrün werden können. Ihnen werden ein köstliches Buffet und spannende Gedanken geboten. Nach drei kurzweiligen Stunden können wir sagen:

Hufewiesen Bürgergrün – wir kommen!

Impressionen von der Bürgerversammlung zu einem künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen
am 24. März 2018.

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Prominente Gäste teilten die Neugier von Anwohnern, Lokalpolitiker*innen und Naturliebenden:

  • Einleitend erläuterte Herr Bergander als Vertreter der ADLER Real Estate die Hoffnungen und Einschätzungen des aktuellen Haupteigentümers der Hufewiesen. Er erklärte seine Bereitschaft, auch an den weiteren Schritten bei der Gestaltung des Bürgergrüns mitzuwirken.
  • Anschließend stellte die Dresdner Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen die Sicht der Stadtverwaltung auf die Hufewiesen vor. Sie zeigte sich offen für eine umfassende Bürgerbeteiligung und für neue Formen von Nutzungsvereinbarungen.
  • Zum Ausklang gab uns der Stadtplaner Hermann Sträb seine Erfahrungen zu den Voraussetzungen für gelingende Bürgerbeteiligung mit auf den Weg.

Den Kern des Nachmittags bildeten konkrete Ideen zur Gestaltung. Von seiten des Vereins wurde das Konzept noch einmal präsentiert, das eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten und engagierten Bürger*innnen 2014 auf der Grundlage der vom Verein organisierten Bürgerbefragung zur Zukunft der Hufewiesen entwickelt hatte. Katrin Schneider, Linda Stüwe und Michael Hecht stellten als Nachbarn ihre Visionen vor und erläuterten sie in einer ausführlichen Pause außerdem an Stellwänden im direkten Gespräch.

Die Zuhörenden nutzten die Gelegenheit, auf einem Katasterplan eigene Wünsche zu notieren.

Wünsche aus dem Publikum für das Bürgergrün auf den Hufewiesen.

All diese Inhalte haben wir dokumentiert in Wort und Bild und in einem eigenen Verzeichnis abgelegt.

Und wie geht es nun weiter?

  • Wir runden die Dokumentation ab durch einen Videomitschnitt. Damit haben wir den professionellen Dokumentar- und Werbefilmer Sebastian Both beauftragt. Der Mitschnitt und die weiteren Dokumente dienen als Grundlage für die nächsten Schritte in der Bürgerbeteiligung hin zu einem Bürgergrün.
  • Die Federführung für die weitere Bürgerbeteiligung liegt bei der Stadt, genauer gesagt bei der Umweltbürgermeisterin. Mit ihr werden wir besprechen, wie das Verfahren konkret gestaltet werden kann.

Wie lange wird es dauern, bis das Bürgergrün Wirklichkeit ist?
Wenn alles gut läuft, rechnen wir mit etwa zwei Jahren. Einerseits muß das Verfahren für die Schaffung von Baurecht für den Eigentümer erfolgreich abgeschlossen werden. Andererseits braucht es auch Zeit, um alle Belange und Interessen an dem künftigen Bürgergrün mit Umsicht und Bedacht auszuhandeln. Je sorgfältiger das im Vorfeld geschieht, desto weniger Streit wird es nachher bei der Nutzung der Hufewiesen geben.

Schritte im Verfahren für einen Bebauungsplan und für die Schaffung eines Bürgergrüns auf den Hufewiesen, Stand März 2018.

Noch fünf Tage bis zur Bürgerversammlung

Sechsmal werden wir noch wach… Dann ist es soweit.

Am Sonnabend, 24. März, öffnen sich die Türen des großen Saals im Goldenen Lamm am Anger von Alttrachau zur ersten Bürgerversammlung für das künftige Bürgergrün auf den Hufewiesen.

Moment mal! Die erste Versammlung? Es gab doch schon einige vorher: Im Januar 2012, als sich der Verein Hufewiesen Trachau gründete. Im Herbst 2013 dann eine Fachveranstaltung mit Landschaftsplanern zum Wert der Hufewiesen und zwei Ideenwerkstätten. Im Januar 2014 die Abschlußveranstaltung zur Bürgerbefragung über die Zukunft der Hufewiesen, mit Uwe Steimle als Überraschungsgast. Im Juli 2014 die Vorstellung der Vorschläge des Vereins für ein künftiges Bürgergrün…

Ja, aber: Diese Versammlung ist die erste, nachdem der Stadtrat im Mai 2017 mit den Stimmen der Fraktionen der SPD, Bündnis90/GRÜNE und LINKE den Grundsatzbeschluß faßte, daß auf den Hufewiesen öffentliches Grün entstehen sollte. Es ist außerdem die erste Versammlung, nachdem am 8. März 2018 der aktuelle Haupteigentümer der Hufewiesen zusammen mit dem Baubürgermeister Herrn Schmidt-Lamontain die Grundzüge einer Einigung zur Zukunft der Hufewiesen öffentlich vorgestellt hat.

Anders ausgedrückt: Es ist die erste Versammlung, bei der der Erhalt der Hufewiesen tatsächlich mehr ist als nur eine schöne Idee. Wir können auf Vorgaben der politisch Verantwortlichen und des Haupteigentümers aufbauen.

Jetzt haben Sie und wir das Wort: Was für ein Grün wollen wir?

Daß es eine solche Versammlung gibt, ist durchaus etwas Besonderes. Nirgendwo in Dresden, Sachsen oder anderswo in der Bundesrepublik hat es eine ähnliche Herangehensweise zur Gestaltung von öffentlichem Grün in dieser Größenordnung bis jetzt gegeben. Wir wagen gemeinsam etwas Neues.

Deshalb: Laßt Euch / Lassen Sie sich das nicht entgehen!

Das haben wir geplant:

  1. Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und
    Kommunalwirtschaft:
    Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen
    Nutzungsvereinbarung
    (Vortrag/Diskussion)
  2. Vorschläge aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
    (Offene Runde, mit Stärkung am Buffet)
  3. Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung/Dresden:
    Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der
    Hufewiesen als Bürgergrün?
    (Thesen/Erfahrungsaustausch/Diskussion)

Die Themen deuten es schon an: Dies wird die erste und noch lange nicht die letzte Versammlung bei der Gestaltung der Hufewiesen als künftiges Bürgergrün sein. Wie es weitergeht, auch das werden wir an diesem Sonnabend gemeinsam festlegen – zusammen mit der Umweltbürgermeisterin als federführender Verantwortlicher auf seiten der Stadtverwaltung und mit dem erfahrenen Moderator von Beteiligungsverfahren Hermann Sträb.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Kinder können gerne mitkommen und derweil unter Aufsicht spielen.

Wir freuen uns auf Sie und auf Euch!

Dritter Vorschlag zum Bürgergrün

Hier kommt Teil Drei unserer losen Folge von Vorschlägen für das künftige Bürgergrün auf den Hufewiesen!

Im August 2018 will die neue Kulturwerkschule in einem provisorischen Schulgebäude an der Ecke Leipziger Straße/Pettenkoferstraße den Betrieb aufnehmen. Damit bekommen die Hufewiesen einen neuen, sehr interessanten und lebendigen Nachbarn. Der künftige Schulleiter Michael Hecht ist zugleich im Verein Hufewiesen Trachau aktiv und hat sich schon seit längerem Gedanken darüber gemacht, wie die Schule und das Grün zusammenwirken könnten.

Schauen Sie selbst und lassen Sie sich anregen:

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Die Hufewiesen als grünes Stadtteilzentrum – Vorschläge der Kulturwerkschule Dresden

von Michael Hecht

>>>Gesamte Präsentation anschauen<<<

Bisher erschienen:

EINIGUNG !

Ja, es stimmt.

Es gibt einen Kompromiß zur künftigen Entwicklung der Hufewiesen. Auf einer Pressekonferenz am 8. März 2018 ist er bekanntgegeben worden.

  • Die ADLER Real Estate AG hat sich öffentlich dazu bekannt, die Flächen im Osten der Hufewiesen nicht zu bebauen, sondern sie an die Stadt zu übertragen, damit dort öffentliches Grün entstehen kann.
  • Die Stadt, vertreten durch den Baubürgermeister und durch Stadträte der Mehrheitsfraktionen, hat sich öffentlich dazu bekannt, auf den Grundstücken der ADLER Real Estate im Westen der Hufewiesen Baurecht zu schaffen.

Die Einzelheiten der Bebauung müssen noch ausgehandelt werden. Fest steht bis jetzt nur der Verbrauch an Land: Maximal 1,6 Hektar dürfen für Wohnen bebaut werden. Dazu kommen maximal 0,8 Hektar für „nichtstörendes“ Gewerbe.

Den besten Bericht in den Medien dazu findet man auf dem Portal „Pieschen aktuell“ von Winfried Schenk.
Herr Schenk hat sich auch die Mühe gemacht, die Einigung entlang der Flurstücksgrenzen im Themenstadtplan zu veranschaulichen. So sieht sie im Grundsatz aus:

Links der grünen Linie darf Adler Real Estate bauen – rechts davon werden die Hufewiesen öffentliches Grün. Grafik: Themenstadtplan / W. Schenk

Wir freuen uns, daß ein großer Teil der Hufewiesen erhalten bleibt!

Aber die Arbeit ist noch nicht zuende. Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail. Wir wollen wachsam begleiten, wie jetzt die Einzelheiten der Bebauung ausgehandelt werden. Und wir wollen dafür sorgen, daß im Osten der Hufewiesen ein besonderes öffentliches Grün ensteht. Die bäuerliche Kulturlandschaft soll erkennbar bleiben. Zugleich sollen möglichst viele Interessen von möglichen Nutzern in die Gestaltung einfließen.

Dies sind die nächsten Meilensteine:

  • Sonnabend, 24. März, 15 bis 18 Uhr
    Bürgergrün auf den Hufewiesen: So geht’s!
    Bürgerversammlung im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220
  • Dienstag, 10. April, ab 18 Uhr
    Öffentliche Vorstellung und Diskussion der Vorlage zum Bebauungsplan B-3028
    (= Kompromiß für die Hufewiesen)
    Ortsbeirat Pieschen, Rathaus Pieschen, Bürgerstraße 63 (II. Stock)

Bürgergrün – noch ein Vorschlag!

Wir sagen es gerne immer wieder:

Im Verein Hufewiesen Trachau bereiten wir den Moment vor, in dem die Hufewiesen wirklich als Bürgergrün zur Verfügung stehen werden.

Unser Wunsch und unser Anspruch ist, daß alle Menschen, die es interessiert und die sich einbringen wollen, die Möglichkeit bekommen, dieses Stückchen Erde mitzugestalten.

Deshalb stellen wir in loser Folge kleine Präsentationen von Nachbarn vor, die sich schonmal der Frage gestellt haben: Was könnte denn aus den Hufewiesen werden?

Den Anfang machte am 29.12.2017 ein Beitrag von Katrin Schneider mit dem Titel „Hufewiesen Trachau: Zurück zu unseren Wurzeln, mit ein wenig Moderne – Ideen und Visionen einer Nachbarin“.

Heute stellen wir die Ideen von Linda Stüwe vor. Sie hat im zarten Alter von zwei Jahren zum ersten Mal auf einem Pferderücken gesessen und sich die Leidenschaft dafür bis heute bewahrt. Im Mittelpunkt ihres Beitrags steht die Frage: Wie können wir langfristig und nachhaltig ein Naturerleben auf den Hufewiesen für möglichst viele verschiedene Menschen ermöglichen? In ihrer Antwort spielen auch Ponies eine Rolle…

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Natur(er)leben Hufewiesen

von Linda Stüwe

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Ideen von Linda Stüwe zum künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Mehr zu diesem Vorschlag und dazu, wie ein Bürgergrün auf den Hufewiesen überhaupt Wirklichkeit werden kann, kann man erfahren auf einer Bürgerversammlung, organisiert vom Verein Hufewiesen Trachau, am Samstag, 24. März 2018 im Großen Saal im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220 (mit Kinderbetreuung). Zwischen 15 und 18 Uhr sind geplant:

  1. Vortrag mit Diskussion von Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und Kommunalwirtschaft: Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen Nutzungsvereinbarung
  2. Offene Runde mit Vorschlägen aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
  3. Vortrag mit Diskussion von Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung (Dresden), Experte für Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung: Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der Hufewiesen als Bürgergrün?

Entwurf Regionalplan: Stellungnahme des Vereins

Heute endet die Offenlage für den Entwurf für einen neuen Regionalplan für das Obere Elbttal und das Osterzgebirge. Für die Hufewiesen ist das wichtig, weil darin auch der Siedlungsbeschränkungsbereich rund um den Flughafen Dresden-Klotzsche neu festgelegt wird. Künftig wird nur noch die nordöstliche Hälfte der Hufewiesen in diesem Bereich liegen. (Vgl. auch unseren Beitrag vom 16. Dezember 2017.)

Im Prinzip dürfen in einem Siedlungsbeschränkungsbereich keine neuen Wohngebiete mehr geplant werden. Das schreibt der Landesentwicklungsplan von 2013 vor und setzt damit Bundesrecht in Sachsen um. Rund um den Flughafen Dresden-Klotzsche haben die Behörden aber in zähem Ringen acht Ausnahmen festgelegt. Eine davon auf den Hufewiesen. Bis zu 1,6 ha Bauland für Wohnen dürfen dort per Bebauungsplan genehmigt werden, wenn der Dresdner Stadtrat es so beschließt. So sieht es der Entwurf zum neuen Regionalplan vor.

Unser Verein begrüßt den Kompromiß, den der Entwurf des neuen Regionalplans für die Hufewiesen vorsieht. Wir betonen aber auch, wie wichtig es ist, die Oase zu erhalten. In unserer Stellungnahme zum Entwurf haben wir das so formuliert:

Stellungnahme von Hufewiesen Trachau e.V. vom 25.01.2018 18:27 zur Beteiligung
‚Regionalplan Oberes Elbtal/Osterzgebirge, Beteiligung zum Planentwurf‘
zu ‚Begründung zu Z 2.2.2.1‘
Betrifft: Ausnahmebereich in Dresden-Trachau vom Siedlungsbeschränkungsbereich für
den Flughafen Dresden-Klotzsche
Als Verein „Hufewiesen Trachau“ setzen wir uns seit 2011 für den Erhalt der
„Hufewiesen“ am historischen Anger von Alttrachau ein. Der geplante
Ausnahmebereich liegt im Westen der Hufewiesen.
Grundsätzlich wollen wir als Verein die Hufewiesen vollständig als Stadtnatur erhalten.
Zugleich erkennen wir an, daß eine behutsame Bebauung im Westen bei gleichzeitiger
Erhaltung des größeren Teils des Geländes als Stadtnatur einen diskutablen Kompromiß
bildet.

Stellungnahmen zum Entwurf des Regionalplans waren bis zum 31.01.2018 über ein Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen möglich.

Bürgergrün! So könnte es aussehen

Im Januar 2018 feiert unser Verein seinen sechsten Geburtstag. Das verflixte siebente Jahr wird nun hoffentlich einen Durchbruch bringen. Stadt und Haupteigentümer einigen sich auf einen Kompromiß, und ein möglichst großer Teil der Hufewiesen wird zum öffentlichen Grün…

Das ist die Vision, für die wir uns seit langem einsetzen. Dafür werden wir uns auch weiter mit Herz und Verstand engagieren.

Was aber tun wir konkret?

  • Wir begleiten die Verhandlungen zwischen Stadtplanungsamt, Stadträten und Vertretern der ADLER Real Estate AG.

Wir führen mit allen Seiten Gespräche, tauschen Informationen aus, geben Anregungen, machen Vorschläge, bieten Unterstützung, soweit es in unserer Macht steht. Manchmal ist es erstaunlich, wieviel sich bewegen läßt allein mit gutem Willem und gegenseitigem Respekt, aber auch mit Hartnäckigkeit und einer Prise Sachverstand.

  • Wir bereiten den Moment vor, in dem die Hufewiesen wirklich als Bürgergrün zur Verfügung stehen werden.

Unser Wunsch und unser Anspruch ist, daß alle Menschen, die es interessiert und die sich einbringen wollen, die Möglichkeit bekommen, dieses Stückchen Erde mitzugestalten. Und zwar nicht einfach in Form einer üblichen Bürgerbeteiligung nach den gesetzlichen Vorgaben, wo die Stadt ein Planungsbüro beauftragt und dann alles Weitere den Mitarbeitern im Amt für Stadtgrün aufgetragen wird.
Wir stellen uns vor, daß die Hufewiesen von Bürgerinnen und Bürgern gestaltet werden – in offenem Meinungsaustausch, mit eigenem Einsatz und nicht nur einmal, sondern immer wieder aufs Neue. Als gelebte Demokratie eben. Auch hier sollen guter Wille, gegenseitiger Respekt, Hartnäckigkeit und Sachverstand zum Tragen kommen – gepaart mit Tatkraft.

Das ist der Grund, warum wir von einem „Bürgergrün“ auf den Hufewiesen sprechen – statt einfach von „öffentlichem Grün“.

Wie man so eine Beteiligung der Bürger an den Hufewiesen organisieren kann, das wollen wir bei einem Bürgergespräch im Frühjahr vorstellen und mit Ihnen und Euch diskutieren. Zur Vorbereitung darauf treffen wir uns im Januar mit einem Fachmann und mit der Umweltbürgermeisterin. Danach werden wir Genaueres dazu sagen können.

Es gibt aber Menschen, die sich schon jetzt Gedanken machen. Menschen, die an den Hufewiesen leben und vor deren innerem Auge Bilder aufgetaucht sind, was hier alles werden könnte, wenn das Grün den Menschen zugänglich wäre. Wir haben sie gebeten, diese Bilder aufzubereiten, damit wir alle sie auch sehen können. Wir freuen uns, diese kleine Reihe heute eröffnen zu können.

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Hufewiesen Trachau: Zurück zu unseren Wurzeln, mit ein wenig Moderne – Ideen und Visionen einer Nachbarin

von Katrin Schneider

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Ideen von Katrin Schneider zum künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Aktualisierung vom 19. Februar 2018:
Mehr zu diesem Vorschlag und dazu, wie ein Bürgergrün auf den Hufewiesen überhaupt Wirklichkeit werden kann, kann man erfahren auf einer Bürgerversammlung, organisiert vom Verein Hufewiesen Trachau, am Samstag, 24. März 2018 im Großen Saal im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220 (mit Kinderbetreuung). Zwischen 15 und 18 Uhr sind geplant:

  1. Vortrag mit Diskussion von Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und Kommunalwirtschaft: Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen Nutzungsvereinbarung
  2. Offene Runde mit Vorschlägen aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
  3. Vortrag mit Diskussion von Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung (Dresden), Experte für Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung: Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der Hufewiesen als Bürgergrün?

Offenlage Regionalplan und Baugebiet im Westen der Hufewiesen: Ihre Meinung, bitte!

Dieser Ausschnitt aus dem Entwurf zum neuen Regionalplan zeigt die vorgesehene Sperrzone für neue Wohngebiete rund um den Dresdner Flughafen und die geplanten Ausnahmen davon (Flächen in Rosa, insgesamt sieben, eine davon im Westen der Hufewiesen).

Diese Karte hat eine lange Vorgeschichte. Schon im August 2013 trat ein neuer Landesentwicklungsplan für Sachsen inkraft. Darin wurden die Möglichkeiten, in der Nähe von Flughäfen neue Wohngebiete zu schaffen, deutlich eingeschränkt. Die Verantwortlichen im Freistaat hatten sich das nicht selbst ausgedacht; sie folgten vielmehr neuen Vorgaben durch Bundesrecht.
Mit dieser Entscheidung war aber nur eine Grundregel formuliert. Ihre konkrete Anwendung rund um den Dresdner Flughafen wird in einem weiteren Plan festgelegt, nämlich dem Regionalplan für das obere Elbtal und das Osterzgebirge. An diesem Plan arbeiten die betroffenen Kommunen mit. Am 1. November 2017, also mehr als vier Jahre später, hat der zuständige Planungsverband einen Entwurf für einen neuen Regionalplan auf der Grundlage des Landesentwicklungsplans im Netz veröffentlicht. Der Entwurf besteht aus einem Textteil und aus mehreren Karten. Drei Monate lang können nun alle Betroffenen dazu Stellung nehmen. Die Stellungnahmen werden dann vom Sekretariat des Planungsverbands und von den Fachleuten aus den Kommunen geprüft. Sie übernehmen Änderungen oder weisen sie zurück und müssen ihre Entscheidungen öffentlich begründen. Wer dann immer noch nicht einverstanden und selbst betroffen ist, kann dagegen auch vor Gericht vorgehen.
Die Hufewiesen kommen in dem Regionalplan im Abschnitt über den Fluglärm vor, denn sie liegen zum Teil in der Einflugschneise des Dresdner Flughafens. In der Fachsprache spricht man von einem Siedlungsbeschränkungsbereich, weil es vor allem darum geht, Konflikten zwischen Wohnen und Fluglärm vorzubeugen. Es ist wichtig, zu verstehen, wie dieser Siedlungsbeschränkungsbereich im Regionalplan festgelegt wird und was er bedeutet.
Vor allem muß man wissen: Der Siedlungsbeschränkungsbereich rund um den Flughafen wird im Regionalplan nicht nach den aktuellen tatsächlichen Flugbegwegungen ermittelt, sondern aus Prognosen zur künftigen Auslastung des Flughafens, zu den Flugzeugtypen und zu den Routen für An- und Abflug abgeleitet. Die entsprechenden Berechnungen werden von Fachleuten nach detaillierten Vorschriften erstellt, um bundesweit einheitliche Regeln zu gewährleisten. Der so ermittelte Siedlungsbeschränkungsbreich wird dann von den für Fluglärm zuständigen Behörden im Freistaat und in den betroffenen Kommunen zusammen mit der Geschäftsführung des Flughafens diskutiert. Wo es sinnvoll erscheint, können trotz des generellen Verbots von neuen Wohngebieten Ausnahmen zugelassen werden, also Gebiete festgelegt werden, in denen doch noch neue Wohnungen entstehen dürfen. Das Gesetz und die Ausführungsbestimmungen setzen aber enge Grenzen dafür, wie man den Begriff „sinnvoll“ auslegen darf. Im Wesentlichen ist es nur erlaubt, um eine bestehende Siedlung städtebaulich sinnvoll abzurunden.
Soviel zum Hintergrund dieser Karte. Was heißt das konkret?
Die Fachleute in den Kommunen, im Freistaat und im Flughafen schlagen vor, im Westen der Hufewiesen 1,6 Hektar als Bauland für neue Wohnungen zuzulassen. Das folgende Luftbild veranschaulicht das Ausmaß genauer.

Rot umrandet: So viel Fläche soll laut Entwurf für einen neuen Regionalplan im Westen der Hufewiesen als Bauland für Wohnungen erlaubt sein. Quelle: Themenstadtplan Dresden.


Und nun sind Sie und seid Ihr gefragt: Was haltet Ihr/Was halten Sie davon?
Bis zum 31. Januar kann jede Bürgerin und jeder Bürger seine Meinung dazu sagen. Dazu geht man auf die Seiten des Regionalen Planungsverbands und wählt den Abschnitt Fluglärm im Text des Entwurfs aus. Dort werden die Grundregel und die Ausnahmen erläutert. Am Ende der Seite klickt man auf das Funktionsfeld „Ihre Stellungnahme“. Dann wird man aufgefordert, sich zu registrieren (Nutzername und email-adresse genügen). Schon kann man die eigene Meinung eingeben.
Hier geht es zum Regionalplan:
https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/rpv-oeoe/beteiligung/aktuelle-themen/1003167/1006781

Übrigens: Wir freuen uns über eine Kopie der Stellungnahme und veröffentlichen sie gerne auch auf unseren Netzseiten: email hidden; JavaScript is required.

Übern Zaun geblickt: Petition für Leipziger Bahnhof !

Dresden entwickeln – aber wie?
Diese Frage stellt sich nicht nur an den Hufewiesen, sondern sehr kontrovers und folgenschwer auch am alten Leipziger Bahnhof. Eine neue Initiative fordert jetzt, endlich den B-Plan aufzuheben, der bislang vorsieht, das Gelände weitgehend zu planieren und dort einen Großmarkt mit eintausend Parkplätzen zu errichten. Erste Aktion der Initiative „Wohnen am Leipziger Bahnhof“ ist eine online-Petition an den Stadtrat. Noch bis zum 23. Oktober kann man unterschreiben!

Wohlgemerkt: Es geht um ein Gelände, das die historischen Reste des ersten Fernbahnhof Deutschlands beherbergt. Ein Gelände, das nah am Zentrum und an der Elbe viel Platz für neue Urbanität bietet. Ein Gelände, das gerade durch seine Geschichte architektonisch neue Geschichten schreiben könnte.
Ähnlich wie bei den Hufewiesen geht es am alten Leipziger Bahnhof darum, den eigentlichen Wert eines Stückes der Stadt zu bergen. Künftige Generationen werden es uns danken!