Die Trachen flogen wieder!

Die Trachen kurz vor ihrem großen Auftritt

Auch dieses Jahr hatten die Trachen wieder in ihre Heimat, auf die Hufewiesen nach Trachau, zum Trachenfest geladen.

Mussten die durchaus auch sensiblen Trachen im letzten Jahr, aufgrund des unaufhörlichen Regens und den daraus resultierenden nassen Krallen, das Fest kurzerhand verschieben, spielte dieses Jahr das Wetter mit und dem großen Trubel stand nichts mehr im Weg.

So kamen rund 1000 alte und neue Freunde vorbei, bewunderten einstudierte Tanz-, Musik- und auch Jonglagedarbietungen, genossen kulinarische Köstlichkeiten und ließen sich von Trachengeschichten verzaubern. Selbst die Bienen kamen vorbei und resümierten, dass sie sich ein dauerhaftes Zusammenleben mit den Trachen sehr gut vorstellen könnten.

Trachen sind grundsätzlich scheu und zeigen sich nur in ganz bestimmten Momenten in der Öffentlichkeit. Dann aber genießen sie es, sich in ihrer vollen Pracht zu präsentieren und ihre atemberaubende Schönheit den Menschen vorzuführen. Die 13 anwesenden Trachen ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, zum Höhepunkt des Festes, zusammen mit ihren engsten Menschenfreunden, auf der Bühne zu erscheinen, um sich durch eine Jury prämieren zu lassen. Die Trachenfreunde von der 59. Grundschule aus Bühlau freuten sich über einen Gruppenpreis, ein Besuch im Puppentheater August der Starke.

Selbst der nach der Prämierung einsetzende Regen konnte die so in Laune versetze Meute nicht mehr von einem ausgelassenen Tanz abhalten.

Die Trachen sagen danke und freuen sich auch im nächsten Jahr wieder zum Trachenfest zu laden!

Ganz besonderer Dank geht an die freiwilligen Helfer und Organisatoren, sowie die vielen Menschen, die das Bühnenprogramm, die Genussmeile, den Flohmarkt und die Aktiv- und Kunsthandwerkstände mit Leben gefüllt haben!

Stimmen nach dem Fest:

  • Mattes Hofmann, Internationale Gärten in der Johannstadt:
    „Uns hat es sehr gefallen bei euch, laß uns in kontakt bleiben!“
  • Klaus Brendler:
    „Liebe Freunde, nehmen Sie bitte meine Glückwünsche zum rundum gelungenem Trachenfest am letzten Wochenende entgegen. Dass Steimle und „Wolle“ sowie „Old Shatterhand“ (Jürgen Polzin) der Veranstaltung noch einen“besonderen Schwung“ gaben, ist die eine Seite der Medaille, die andere und für mich wesentlich bedeutsamere sind die Initiativen der Vereinsmitglieder und ihr Einsatz am besagten Tag. So verstehe ich „Bürgernähe“!“
  • Eine Mutter berichtet von ihrer kleinen Tochter nach dem Besuch beim Trachenfest:
    „Heute morgen holte sie sich die Bauklötze und begann einen Weg zu bauen. „Hufewiese baue ich“ sagte sie. Schön zu hören und auch anzusehen, denn der Holzklotzweg wurde mit Schafe, Schweinen, Bäumen und Menschen bestückt…“
  • Bericht in den Dresdner Neuesten Nachrichten mit Fotogalerie

Weitere Fotos in unserem flickr Album

Rosenhauer kehrt zurück

Der Trachauer Maler Theodor Rosenhauer (1901-1995) ist unter die Lebenden zurückgekehrt. Jedenfalls schien er fast körperlich gegenwärtig zu sein bei der Aktion des Vereins am vergangenen Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals. (Der kurze Filmausschnitt zeigt Rosenhauer vor Alttrachau 29; Dokumentarfilm für das Fernsehen um 1990, Titel/Produktion/Jahr unbekannt.)

In diesem Jahr stand der Tag – sehr passend – unter dem Motto „Farbe“.

Ankündigung der Rosenhauer-Aktion am Tag des offenen Denkmals 2014

Ankündigung der Rosenhauer-Aktion am Tag des offenen Denkmals 2014

Viele waren gekommen, um mehr über die Idee eines Rosenhauer-Museums in dem kleinen Fachwerkhaus am Anger von Alttrachau / Ecke Gaußstraße zu erfahren. Schon um zehn Uhr früh drängten sich die ersten Interessenten. Bis zum Ende des Tages stieg die Zahl auf rund zweihundert Besucher an. Wegen Verzögerungen beim Eigentumsübergang und akuter Einsturzgefahr war ein Betreten des Grundstücks entgegen der Ankündigung doch nicht möglich. Aber eine günstig stehende Leiter bot zumindest die Chance, einen Blick über das Tor in den überwucherten Hof zu erhaschen.

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Sehenswertes war dafür gleich gegenüber in Hensels Garten aufgebaut. Geschützt vor Regenschauern, luden in einem geräumigen Zelt Postkarten und Kataloge zum Stöbern ein, dazu Mappen mit historischen Aufnahmen und Bildern von einer Begehung des baufälligen Häuschens im Frühjahr 2014. Auf einem Schoßrechner liefen zwei kurze Dokumentationen über Rosenhauer, die um 1990 für das Fernsehen produziert worden waren. Dazu konnte man sich an Broten und Kuchen, Saft und Kaffee laben.

Anstelle von Führungen erläuterte die Vereinsvorsitzende Anja Osiander immer wieder gern, was das Besondere ist an dem Häuschen, dem Maler und dem Dorfkern mit den Hufewiesen dahinter:

  • Ein Häuschen, das immer noch steht.
  • Ein Maler, der mit großer Hingabe Motive des Alltags auf die Leinwand brachte und dabei Nuancen der Farbgebung schuf, die ihresgleichen suchen; zugleich ein Mensch, der ein langes Leben hindurch seinen eigenen Werte treu blieb.
  • Ein heute noch sehenswerter Anger samt bäuerlicher Flur, die zusammengenommen typisch sind für den Charme Dresdens als Stadt in der Landschaft.

Gegenwärtig wurd der Maler Rosenhauer an diesem Tag aber vor allem durch seine Werke. Ausgewählte Gemälde, in Übergröße auf PVC gezogen, schmückten Hoftor, Giebel, Umspannkasten und Zaun rund um das künftige Museum. Andere waren im Anger aufgestellt – dort, wo Rosenhauer das Motiv dafür gefunden hatte:

  • die Ecke Gaußstraße/Alttrachau
  • der Anger von Osten
  • die Bäckerei mit den kostbaren Brotlaiben
  • das Haus mit der Wohnung, in die er noch als Junge mit den Eltern gezogen war und in der er sein Leben verbrachte.

Das trübe Wetter ließ Realität und Phantasie ineinanderfließen, und die dunklen Farben Rosenhauers leuchteten umso stärker in die Seele der Betrachtenden hinein. Allen, die dieses Arrangement gesehen haben, wurde klar: Dieses Haus in Alttrachau und diese Bilder gehören zusammen!

Die Kulisse regte auch viele Erinnerungen an. Bald war der Straßenraum vor dem künftigen Museum erfüllt von Erzählungen. Es erzählten Menschen, die Rosenhauer noch erlebt haben. Etwa der Tischler Waldemar Braun, der viele Rahmen für ihn herstellte und ihm ein guter Freund war. Oder die Dame llse Meffert, die als Kind Modell für Rosenhauer gesessen hatte. Andere erzählten davon, wie sie das künftige Museum und aktuell verfallene Häuschen noch als Heimat erlebt hatten. Etwa der Schlosser Wolfgang Wittig, ein Wiesler der ersten Stunde, und die Dame Troll, geborene Sander.

Und dann gab es die Menschen, die mit einer vielsagenden Geste in die Brusttasche griffen und kleine bibliographische Kostbarkeiten herauszogen. Wußten Sie, daß es eine ausführliche Chronik zu Alttrachau aus DDR-Zeiten gibt? Und eine Sammlung von Schwänken aus Trachau, mit verschlüsselten Namen veröffentlicht als „Zwischen Lenz und Sommer“ von „Franziscus Nadler“, dem ehemaligen Dorflehrer, noch vor dem Ersten Weltkrieg verfaßt? Aus diesen wiedergefundenen Quellen entspinnen sich neue Motive für die Wiesler von heute.

Es war ein reicher Tag. Rosenhauer war da…

Wir danken!

  • … allen, die gekommen sind
  • … für rund vierhundert Euro(!) an Spendeneinnahmen für den Verein und das Projekt eines Rosenhauer-Museums
  • … den unermüdlichen Helfern im Hintergrund:
    Kati Denk, Susann Binder, Ronny Geißler, Ines Hoffmann, Jochen Lenz, Rüdiger Kubsch, Bettina Lau-Lange, Harro Harken
  • … besonders und herzlich für den Zuspruch durch die Familie Rosenhauer

Siehe auch: Rosenhauer-Aktion: Nachtrag

Trauriger Rekord beim Kirchsteigputz

Bei bestem Frühlingswetter trafen sich  am 1. April 20 Personen aus der Nachbarschaft zum gemeinsamen Kirchsteigputz. Wie bereits in den letzten Jahren lud der Verein Hufewiesen Trachau, im Rahmen des dresdner Frühjahrsputz Sauber ist schöner!, zum Müllsammeln rund um die Hufewiesen ein.
Angesichts des Datums und der vorgefundenen Situation kam schnell die Frage auf, ob sich jemand einen schlechten Aprilscherz erlaubt hatte.
Denn die im Januar durchgeführten Pflegearbeiten des Eigentümers brachten zum Vorschein, was sich in den letzten Jahren angesammelt hatte: Jede Menge Schnapsflaschen, teils zerbrochen, Zigarettenstummel und McDonalds-Tüten, Reisetaschen gefüllt mit Kleidern und Hygieneartikeln, Fernseher, Fahrrad- und Autoreifen, Plastikplanen, Möbelreste, Computerteile, Gartenabfälle, Betonfüße, Batterien, massig Verpackungsmüll, Farbreste, Malerzubehör, Düngertüten, Silvesterraketen… die Liste ließe sich noch endlos weiterführen. Den größten Fund stellte ein Autoanhänger aus DDR Zeiten da, gefolgt von einem kuriosen Metallstück unbekannter Funktion. Es wurde auf den Namen ‚Schnüffelstück‘ getauft.
Besonderes Kopfschütteln lösten zahlreiche Hundetüten aus. Wer macht sich die Mühe und sammelt Hundekot in Plastiktüten, um sie dann in den nächsten Busch zu schmeißen? Da haben wohl einige Leute das Prinzip nicht verstanden. Oder handelt es sich um einen besonderen Fetisch …?
Für Frust sorgte auch, dass, bei den Pflegearbeiten im Januar, auf den Wiesen abgestellter Müll zum Teil zerschreddert wurde. Der Inhalt verteilte sich so im größeren Umfeld wodurch der Reinigungsaufwand ins Unermessliche anstieg, wenn die Kleinteile überhaupt noch aufzulesen waren.

Nach zwei Stunden war die Hälfte der eigentlich geplanten Fläche gereinigt. An drei Sammelstellen türmten sich die Müllberge. Bei Kaffee und Brötchen wurde die Aktion beendet.
Wir möchten uns sehr herzlich bei den fleißigen, teils spontanen Helfern bedanken, die sich dem Unrat anderer Menschen angenommen haben! Einen großen Dank senden wir auch an Herrn Klemm vom Ortsamt Pieschen für die gute Zusammenarbeit.

Willkommen 2017! Weihnachten einpacken und Vogel-Inventur

Das neue Jahr begrüßt uns mit reichlich Schnee und zweistelligen Minusgraden.
Nichtsdestotrotz war es Zeit, nach den Heiligen Drei Königen, wieder auf die alte Kastanie in Hensels Garten zu klettern um den Herrenhuter Stern abzuhängen. Wir freuen uns schon wenn er im nächsten Winter wieder leuchtet!
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Am Samstagvormittag trafen wir uns auf der Gaußstraße um an der Stunde der Wintervögel teilzunehmen. Dabei beobachteten wir ganz genau ob sich in den Brombeerhecken, Rosensträuchern und Baumkronen auf den Hufewiesen etwas bewegt, denn es könnte ja ein Vogel sein! Mithilfe eines Fernglases wurde sogar ein Habicht gesichtet, der immer wieder zum Sturzflug, zwecks Mäusejagt, ansetzte.
Nach einer Stunde befanden sich schließlich zahlreiche Kreuze auf unserem Zettel: Gesichtet wurden Haussperling, Rabenkrähe, Rotkehlchen, Amsel, Feldsperling, Kohlmeise, Grünfink und ein Habicht.
Die Ergebnisse trugen wir anschließend auf der Internetseite des NABUs ein. Dort werden sie in den nächsten Tagen, zusammen mit tausenden weiteren Beaobachtungen ersichtlich sein: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ergebnisse/21784.html

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Leuchtendes Adventssingen

In der Krone der alten Kastanie erleuchtet nun wieder allabendlich der Adventsstern und sorgt für eine behutliche Weihnachtszeit in Alttrachau.

Eingeläutet wurde diese am vergangenen Samstag mit dem jährlich stattfindenden Adventssingen. Rund 50 Menschen, groß und klein, fanden sich dabei in Hensels Garten zusammen, naschten die ersten Plätzchen, wärmten sich an warmen Getränken und starrten konzentriert auf die angrenzende Hauswand. Denn an diese wurden, mittels Laptop und Beamer, die Texte der Adventslieder projiziert. Jakob stimmte ein, und alle schlossen sich an, sodass die Töne weit in die Dunkelheit hineinklangen und vorbeilaufende Menschen erstaunt stehenblieben. Nachdem alle Lieder gesungen waren, ließ man den Abend noch bei Gesprächen rund um die Feuertonne ausklingen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatorinnen Mocia und Andrea und wünschen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Alle Fotos sind zu finden unter: https://flic.kr/s/aHskHqMe7Y
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November ist Drachenzeit

November – der Wind dreht auf und bläst die Blätter von den Bäumen. Sie wirbeln und segeln durch die Luft.
Und da. Da wirbelt noch etwas. Steigt auf. Steht hoch oben. Flattert. Ein Drachen!

November ist Drachenzeit. Wir lassen sie steigen. An den Hufewiesen. Über die Hufewiesen.
Jeden Sonntag im November. um 11 Uhr. auf der Gaußstraße.

Ihr habt keinen Drachen?
Kein Problem!
Wir basteln welche. Gemeinsam. Das geht ganz schnell.

Zum Beispiel so:

Drachensteigen über den Hufewiesen (Bild: wkimedia cc 2012).

Drachensteigen über den Hufewiesen (Bild: wikimedia cc 2012).

Es waren unsere Nachbarn

9. November. Wir erinnern an die Menschen, die in unserer Nachbarschaft vom Nazi-Regime verfolgt wurden. Ab 18 Uhr gehen wir von Stolperstein zu Stolperstein in Mickten und Trachenberge. Wir säubern das Messing und erzählen aus dem Leben von Menschen, die auch wir hätten sein können.

Es ist ein nachdenklicher und zugleich würdevoller Spaziergang. Er ruft Ereignisse wach, die man nicht leicht begreift. Die aber zu unserer Nachbarschaft gehören.

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Gerne gemeinsam. Gerne weitersagen.

Wir besuchen:

Volkersdorfer Straße 3: Albert Hensel

Großenhainer Straße 194: Helga Margot Grünewald

Hans-Sachs-Straße 27: Heinz Wendisch

Rückertstraße 12: Erich Mosberg

Trachenberger Straße 23: Rosa Steinhart und Walter Steinhart

Weinbergstraße 40: Barbara Kühnert und Edith Kühnert

Außerdem gibt es in Pieschen noch:

Leipziger Straße 72: Kurt Schlosser

Ein Anger voller Leben

Man könnte viel erzählen über diesen erstaunlichen Erntedank im Anger von Alttrachau am 11. September 2016. Wir belassen es bei kurzen Notizen.

Lange Tafel, weiß eingedeckt, Tischschmuck aus den Gärten. Und dann kamen sie aus allen Richtungen, mit Körben, Tüten, Kannen und viel selbstgemachter Marmelade. Es wurde ein stundenlanger, labender Schmaus mit viel Lachen und viel einander Kennenlernen.

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Am Nachmittag waren vier Höfe geöffnet: Nummer 15, Nummer 17, Nummer 20 und Nummer 21. Jeder anders gestaltet, jeder liebevoll, jeder einladend. Der Strom der Neugierigen riß nicht ab; lauter kleine Welten waren zu entdecken, und die Hofherren strahlten und erläuterten gern.

Zum Maler Theodor Rosenhauer hatten wir im Anger vier Stationen aufgebaut mit Reproduktionen seiner Bilder und mit kleinen Texten als Anregung. Dazu zeigte eine Gruppe um die Malerin Mandy Friedrich eigene Werke.

Derweil sammelten sich am Stand des Hufewiesen Trachau e.V., gestaltet aus frisch erworbenen Pappmöbeln, die Ideen für den Anger.

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Dieser Tag hat viele neue Fährten eröffnet. Wer dabei war, quert den Anger jetzt mit anderen Augen.

Alttrachau – das Rondell mit den beiden hohen Eichen, den Linden, den alten Höfen und ihrem Vorplatz, den Gründerzeitbauten – all das hat Leben in sich. Viel mehr, als sich im Alltag zeigt!

–> Erntedank 2016: Große Bilderschau auf flickr

Nochmal…! (Pappschattira in Hensels Garten)

Das war sooo schön!

Der Auftritt von Pappschattira in Hensels Garten dauerte nur 30 Minuten. Aber sie zogen mit ihrer wunderbar filigranen, phantasievollen Inszenierung des Märchens von Oskar Wilde rund 50 kleine und große Zuschauende sofort in den Bann.

Die Vorlage für das Kabinettstück „Im Garten der Riesin“ bildete das Kunstmärchen „Der selbstsüchtigen Riese“ von Oscar Wilde. Bei Christiane Guhr und Anne Ibeling alias Pappschattira wurden daraus die Riesin und ihr Garten. Moralisierende Kommentare und eine deutliche Anspielung auf Christus blieben außen vor. Dafür entwickelten die beiden Künstlerinnen einige Szenen lustvoll mit zusätzlichen Details. Als die Geschichte aus war, schwirrte es dem Publikum im Kopf vor lauter eindringlichen Bildern.

Langer Applaus. Leuchtende Augen. Von Herzen der Ruf: „Nochmal…!“

Von Herzen auch Dank. Vor allem an Jochen, der das Kompostklo schleppte und Wasserkästen mit dem Lastenrad namens „Dienstwagen“ vom Gemeinschaftsgarten in der Johannstadt herankarrte. Der die Vorstellung sympathisch eröffnete und dabei kein Wort zuviel, aber alles Wesentliche sagte. Der das schöne Plakat entwarf. Und der überhaupt die Idee zu dem Ganzen hatte. Danke, Jochen!

Von Herzen Dank auch an die Henselsgärtner! Chad hatte am Morgen stundenlang mit einem Walzenmäher mit dem viel zu hohen Gras gerungen. Es gab Wimpelschmuck und Lampions, köstliche Aufstriche und nachher ein Lagerfeuer, das es schwer machte zu gehen.

Hensels Garten als Wohlfühlort. Danke an alle, die dabei waren!

Im nächsten Jahr gerne wieder!

Sommerfest in Hensels Garten

„Von nun an, Kinder, ist dies euer Garten“, sagte der Riese, nahm eine riesige Axt und riß die Mauer nieder.

Oscar Wilde hat 1888 ein wunderbares Märchen verfaßt. Anne Ibeling und Christiane Guhr alias Pappschattira lassen es 2016 – leicht verwandelt – lebendig werden.

Der Hufewiesen Trachau e.V. und Hensels Gärtner freuen sich, dieses besonders poetische und besonders kleine Theater für alle Herzen präsentieren zu können!

Sonnabend, 3. September 2016
Hensels Garten, Alttrachau 28
ab 17 Uhr – Pappschattira um 18 Uhr

Eintritt frei. Mit kleinem Buffet. Um Spenden wird gebeten.

Ach ja: Hensels Garten ist nicht der Garten der Riesin, sondern ein sehr überschaubares Örtchen. Für kleine Kinder findet sich vor der Bühne genug Platz; alle Anderen arrangieren sich hoffentlich miteinander…

Herzlich willkommen!

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Vorschau: Erntedank im Anger

Bitte schon vormerken:
Am Sonntag, 11. September 2016, lassen wir den Anger von Alttrachau aufleben.

  • ab 10 Uhr: gemeinschaftliches Frühstück
  • 14 bis 18 Uhr: offene Höfe, Parcours zum Maler Theodor Rosenhauer

Der Anger von Alttrachau ist zu schön, um ihn nur als Parkraum und Verkehrsfläche zu nutzen!
Das ist die Grundidee. Der Tag des offenen Denkmals bietet nun den Anlaß für eine Umsetzung.

Wie wäre es, wenn sich die Nachbarn mal zusammenfänden? Wenn einige Hoftore offenstünden? Wenn man Geschichte hören und erzählen könnte, vom Leben früher und heute, rund um die beiden alten Eichen…
Schaun wir doch mal, was möglich ist!

Die genaue Planung machen wir vier Wochen vorher – wenn alle aus dem Sommer zurück sind.
Fragen? Ideen? email hidden; JavaScript is required

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Trachenfest 2016 – mei, war das schön !

Blauer Himmer, satte Wiesen, weiter grüner Horizont…
Schon beim Betreten der Festwiese konnten die Sinne lockerlassen.
Und es kamen viele Menschen, große und kleine. Die meisten zu Fuß, viele mit dem Fahrrad. Die Autos hatten heute frei.


Es wurde ein wunderbarer Tag. Nichts ging schief, alle freuten sich. Die Wiese war voll. Buntes Leben an den Ständen. Dichtes Treiben in der Genußmeile. Frohe bis ausgelassene Klänge von der Bühne. Die Kinder jagten riesigen Seifenblasen hinterher. Oder stelzten um die Wette. Auch die Größeren spielten im Heu. Die Schlange am Eisstand riß nie ab.

Und die Trachen? Die verborgenen Hausherren der Hufewiesen hatten so viel Spaß, daß ihnen zweimal die Puste durchging. Das äußerte sich dann in urplötzlichen kleinen Windhosen, die aus dem Nichts in Sekundenschnelle eine Ecke der Wiese aufwirbelten und gleich wieder fort waren. Wie zum Riesenspaß wurden dabei das Zelt mit dem Trachenempfang und dann ein Zelt auf der Genußmeile einfach in die Luft gehoben. Sogar ein Hollandfahrrad, das an eine Abspannung gebunden war, flog mit. Soviel Kraft in der Backe kann nur ein Trachen haben!
Riesenpuste - die verborgenen Hausherren auf den Hufewiesen haben  sich beim Fest einen Scherz erlaubt.

Riesenpuste – die verborgenen Hausherren auf den Hufewiesen haben sich beim Fest einen Scherz erlaubt.


Die Trachen der Kinder dagegen wirbelten vor Phantasie. Einer hatte den Mund voller Bonbons und war erst 30 Jahre alt – ein Säuglingsalter für einen Trachen. Ein anderer schlängelte sich auf Chinesisch, mit losem Kopf. Fridulin, der dritte, erschien feingestickt in leuchtendem Rot auf einem runden Rahmen, kaum so groß wie ein Handteller. Der vierte aber hieß „Schrecken der Nacht“ und blinkte in den Spitzen der Rückenzacken ultrablau.
Oskar mit den Bonbons

Oskar mit den Bonbons

Chinesischer Trachen

Chinesischer Trachen

Schrecken der Nacht

Schrecken der Nacht

Fridulin

Fridulin


Wir gratulieren den Kindern aus dem Hort der Makarenko-Schule! Sie gewannen den Hauptpreis im Wettbewerb der Trachen. Sie werden ihn mit einem Kegelnachmittag auf der Kegelbahn des SV Motor Mickten feiern.
Statt weiterer Worte empfehlen wir die Fotostrecke auf flickr. Vielen Dank an Cindy und Michael vom Fotostudio augenscheinlich (Leipziger Straße 222) für diese wunderbaren Bilder!

Zum Nachlesen empfehlen wir auch den Bericht auf dem nagelneuen Portal „Pieschen aktuell“. Die Reporter stießen sogar auf einen echten Hufewiesen-Trachen…

Klar: Das machen wir wieder!
Danke an alle, die dabei waren und diesen Tag möglich gemacht haben!

P.S.
Und was hatte es nun auf sich mit den vielen kleinen Fallgruben im Gras?
Die Füchse sind’s gewesen, spricht der Experte. Die haben sich im letzten Jahr am Bahndamm angesiedelt und buddeln nun nächtens auf den Hufewiesen nach Mäusen. Übrig bleiben Erdlöcher, in die gerade ein Menschenfuß paßt. Zum Glück waren am Festtag alle leichtfüßig drauf.