Die Trachen flogen wieder!

Die Trachen kurz vor ihrem großen Auftritt

Auch dieses Jahr hatten die Trachen wieder in ihre Heimat, auf die Hufewiesen nach Trachau, zum Trachenfest geladen.

Mussten die durchaus auch sensiblen Trachen im letzten Jahr, aufgrund des unaufhörlichen Regens und den daraus resultierenden nassen Krallen, das Fest kurzerhand verschieben, spielte dieses Jahr das Wetter mit und dem großen Trubel stand nichts mehr im Weg.

So kamen rund 1000 alte und neue Freunde vorbei, bewunderten einstudierte Tanz-, Musik- und auch Jonglagedarbietungen, genossen kulinarische Köstlichkeiten und ließen sich von Trachengeschichten verzaubern. Selbst die Bienen kamen vorbei und resümierten, dass sie sich ein dauerhaftes Zusammenleben mit den Trachen sehr gut vorstellen könnten.

Trachen sind grundsätzlich scheu und zeigen sich nur in ganz bestimmten Momenten in der Öffentlichkeit. Dann aber genießen sie es, sich in ihrer vollen Pracht zu präsentieren und ihre atemberaubende Schönheit den Menschen vorzuführen. Die 13 anwesenden Trachen ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, zum Höhepunkt des Festes, zusammen mit ihren engsten Menschenfreunden, auf der Bühne zu erscheinen, um sich durch eine Jury prämieren zu lassen. Die Trachenfreunde von der 59. Grundschule aus Bühlau freuten sich über einen Gruppenpreis, ein Besuch im Puppentheater August der Starke.

Selbst der nach der Prämierung einsetzende Regen konnte die so in Laune versetze Meute nicht mehr von einem ausgelassenen Tanz abhalten.

Die Trachen sagen danke und freuen sich auch im nächsten Jahr wieder zum Trachenfest zu laden!

Ganz besonderer Dank geht an die freiwilligen Helfer und Organisatoren, sowie die vielen Menschen, die das Bühnenprogramm, die Genussmeile, den Flohmarkt und die Aktiv- und Kunsthandwerkstände mit Leben gefüllt haben!

Stimmen nach dem Fest:

  • Mattes Hofmann, Internationale Gärten in der Johannstadt:
    „Uns hat es sehr gefallen bei euch, laß uns in kontakt bleiben!“
  • Klaus Brendler:
    „Liebe Freunde, nehmen Sie bitte meine Glückwünsche zum rundum gelungenem Trachenfest am letzten Wochenende entgegen. Dass Steimle und „Wolle“ sowie „Old Shatterhand“ (Jürgen Polzin) der Veranstaltung noch einen“besonderen Schwung“ gaben, ist die eine Seite der Medaille, die andere und für mich wesentlich bedeutsamere sind die Initiativen der Vereinsmitglieder und ihr Einsatz am besagten Tag. So verstehe ich „Bürgernähe“!“
  • Eine Mutter berichtet von ihrer kleinen Tochter nach dem Besuch beim Trachenfest:
    „Heute morgen holte sie sich die Bauklötze und begann einen Weg zu bauen. „Hufewiese baue ich“ sagte sie. Schön zu hören und auch anzusehen, denn der Holzklotzweg wurde mit Schafe, Schweinen, Bäumen und Menschen bestückt…“
  • Bericht in den Dresdner Neuesten Nachrichten mit Fotogalerie

Weitere Fotos in unserem flickr Album

Rosenhauer kehrt zurück

Der Trachauer Maler Theodor Rosenhauer (1901-1995) ist unter die Lebenden zurückgekehrt. Jedenfalls schien er fast körperlich gegenwärtig zu sein bei der Aktion des Vereins am vergangenen Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals. (Der kurze Filmausschnitt zeigt Rosenhauer vor Alttrachau 29; Dokumentarfilm für das Fernsehen um 1990, Titel/Produktion/Jahr unbekannt.)

In diesem Jahr stand der Tag – sehr passend – unter dem Motto „Farbe“.

Ankündigung der Rosenhauer-Aktion am Tag des offenen Denkmals 2014

Ankündigung der Rosenhauer-Aktion am Tag des offenen Denkmals 2014

Viele waren gekommen, um mehr über die Idee eines Rosenhauer-Museums in dem kleinen Fachwerkhaus am Anger von Alttrachau / Ecke Gaußstraße zu erfahren. Schon um zehn Uhr früh drängten sich die ersten Interessenten. Bis zum Ende des Tages stieg die Zahl auf rund zweihundert Besucher an. Wegen Verzögerungen beim Eigentumsübergang und akuter Einsturzgefahr war ein Betreten des Grundstücks entgegen der Ankündigung doch nicht möglich. Aber eine günstig stehende Leiter bot zumindest die Chance, einen Blick über das Tor in den überwucherten Hof zu erhaschen.

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Sehenswertes war dafür gleich gegenüber in Hensels Garten aufgebaut. Geschützt vor Regenschauern, luden in einem geräumigen Zelt Postkarten und Kataloge zum Stöbern ein, dazu Mappen mit historischen Aufnahmen und Bildern von einer Begehung des baufälligen Häuschens im Frühjahr 2014. Auf einem Schoßrechner liefen zwei kurze Dokumentationen über Rosenhauer, die um 1990 für das Fernsehen produziert worden waren. Dazu konnte man sich an Broten und Kuchen, Saft und Kaffee laben.

Anstelle von Führungen erläuterte die Vereinsvorsitzende Anja Osiander immer wieder gern, was das Besondere ist an dem Häuschen, dem Maler und dem Dorfkern mit den Hufewiesen dahinter:

  • Ein Häuschen, das immer noch steht.
  • Ein Maler, der mit großer Hingabe Motive des Alltags auf die Leinwand brachte und dabei Nuancen der Farbgebung schuf, die ihresgleichen suchen; zugleich ein Mensch, der ein langes Leben hindurch seinen eigenen Werte treu blieb.
  • Ein heute noch sehenswerter Anger samt bäuerlicher Flur, die zusammengenommen typisch sind für den Charme Dresdens als Stadt in der Landschaft.

Gegenwärtig wurd der Maler Rosenhauer an diesem Tag aber vor allem durch seine Werke. Ausgewählte Gemälde, in Übergröße auf PVC gezogen, schmückten Hoftor, Giebel, Umspannkasten und Zaun rund um das künftige Museum. Andere waren im Anger aufgestellt – dort, wo Rosenhauer das Motiv dafür gefunden hatte:

  • die Ecke Gaußstraße/Alttrachau
  • der Anger von Osten
  • die Bäckerei mit den kostbaren Brotlaiben
  • das Haus mit der Wohnung, in die er noch als Junge mit den Eltern gezogen war und in der er sein Leben verbrachte.

Das trübe Wetter ließ Realität und Phantasie ineinanderfließen, und die dunklen Farben Rosenhauers leuchteten umso stärker in die Seele der Betrachtenden hinein. Allen, die dieses Arrangement gesehen haben, wurde klar: Dieses Haus in Alttrachau und diese Bilder gehören zusammen!

Die Kulisse regte auch viele Erinnerungen an. Bald war der Straßenraum vor dem künftigen Museum erfüllt von Erzählungen. Es erzählten Menschen, die Rosenhauer noch erlebt haben. Etwa der Tischler Waldemar Braun, der viele Rahmen für ihn herstellte und ihm ein guter Freund war. Oder die Dame llse Meffert, die als Kind Modell für Rosenhauer gesessen hatte. Andere erzählten davon, wie sie das künftige Museum und aktuell verfallene Häuschen noch als Heimat erlebt hatten. Etwa der Schlosser Wolfgang Wittig, ein Wiesler der ersten Stunde, und die Dame Troll, geborene Sander.

Und dann gab es die Menschen, die mit einer vielsagenden Geste in die Brusttasche griffen und kleine bibliographische Kostbarkeiten herauszogen. Wußten Sie, daß es eine ausführliche Chronik zu Alttrachau aus DDR-Zeiten gibt? Und eine Sammlung von Schwänken aus Trachau, mit verschlüsselten Namen veröffentlicht als „Zwischen Lenz und Sommer“ von „Franziscus Nadler“, dem ehemaligen Dorflehrer, noch vor dem Ersten Weltkrieg verfaßt? Aus diesen wiedergefundenen Quellen entspinnen sich neue Motive für die Wiesler von heute.

Es war ein reicher Tag. Rosenhauer war da…

Wir danken!

  • … allen, die gekommen sind
  • … für rund vierhundert Euro(!) an Spendeneinnahmen für den Verein und das Projekt eines Rosenhauer-Museums
  • … den unermüdlichen Helfern im Hintergrund:
    Kati Denk, Susann Binder, Ronny Geißler, Ines Hoffmann, Jochen Lenz, Rüdiger Kubsch, Bettina Lau-Lange, Harro Harken
  • … besonders und herzlich für den Zuspruch durch die Familie Rosenhauer

Siehe auch: Rosenhauer-Aktion: Nachtrag

Herbstfreuden im Anger

Erntedank im Anger, 10.9. 2017

Pünktlich hörte der Regen auf. Die letzten Tropfen fielen, als wir die Biertische aus dem Schuppen holten, um sie im Anger aufzustellen zum gemeinsamen Frühstück am 10. September unter dem Motto „Erntedank im Anger“. Dann blieb es mild, ab und zu wärmte uns sogar die Sonne den Buckel.
Im Alltag wird der breite Streifen vor den Höfen auf der nördlichen Seite des Dorfkerns in Alttrachau gerne als wilder Parkplatz missbraucht oder bietet einfach ein ödes Bild. Jetzt fanden sich hier die Nachbarn ein, jung und alt, viele Kinder. Bald war die lange Tafel beladen mit lauter Köstlichkeiten; neue Bekanntschaften entstanden; lebhaft wogte das Gespräch bis weit nach Mittag.
Es ist wirklich verblüffend, wie gering der Aufwand war und wie schön das Ergebnis!
Danke an alle, die dabei waren! Und danke schon jetzt an alle, die sich eingetragen haben, um den Erntedank im Anger 2018 mitzugestalten!


***
Am Nachmittag dann öffnete sich das große Tor zu Adams Hof (Alttrachau 21), einem besonders schönen Gehöft, wo es noch weitgehend so aussieht wie vor 50 oder 80 Jahren. Liebevoll gepflegt und instandgehalten von Vater Braun und Sohn, strahlte der Hof auch an diesem Tag seinen Charme aus. Weit über einhundert Gäste kamen und labten sich an der Atmosphäre und dem Kuchen oder den wunderbaren Laiben von original Sauerteig-Brot.
Wie schon in den Jahren 2014 und 2015 drehte sich auch diesmal wieder alles um den Maler Theodor Rosenhauer (1901-1996). Er hat praktisch sein gesamtes Leben in Alttrachau verbracht, sehr einfach gelebt und sich ganz der Malerei hingegeben. So hat er einen ganz eigenen, zugleich zurückhaltenden und bis ins Detail intensiven Malstil vervollkommnet.
Herr Braun senior hat den Maler noch gut gekannt und als geschickter Tischler viele Bilderrahmen für ihn gefertigt. In diesem Jahr hatte er sich mit Frau Zeuner zusammengetan, deren Vater im Krankenhaus Neustadt arbeitete und ebenfalls mit Rosenhauer gut befreundet war. Beide haben in ihren privaten Beständen gegraben und ein paar Kostbarkeiten ausgewählt. Für die Besucher lagen Mappen mit Briefen, Skizzen und Zeitungsberichten bereit; sie konnten in Büchern über Rosenhauer schmökern, sich in der alten Scheune kurze Dokumentarfilme über den Maler anschauen oder im Erdgeschoß des Auszugshauses Reproduktionen und Plakate bewundern.
Mitten in Adams Hof standen zwei Staffeleien mit Bildern der jungen Malerin Mandy Friedrich. Sie zeigten Motive aus dem Anger. Mandy Friedrich hat wie Rosenhauer an der Dresdner Kunsthochschule studiert; dazwischen liegen fast 100 Jahre; das ließ spannende Vergleiche zu.
Großen Anklang fand auch eine Führung durch den Anger, die der passionierte Dorfchronist und ehemalige Schulleiter Klaus Brendler mit viel Liebe gestaltete.
Von Herzen Dank an die Familien Braun und Zeuner, die diese Aktion möglich machten!

Einst und jetzt begegneten sich an diesem Tag in Adams Hof; darum kreisten auch viele Gespräche. Das ist genau das, was der Tag des offenen Denkmals bewirken möchte.

Erntedank 2017 – kommt herzu!

Merkt Ihr es auch? Die Sonne geht früher unter. Die Nächte sind deutlich kühler. Die Äpfel reifen.
Der Herbst ist nicht mehr weit.
Wir feiern ihn mit zwei Veranstaltungen im Anger von Alttrachau am Sonntag, 10. September 2017, der zugleich Tag des offenen Denkmals ist.

Im letzten September luden wir erstmals zu einem gemeinsamen Frühstück an einer langen Tafel unter freiem Himmel ein. Und die Leute kamen! Das machen wir wieder!
Also: Packt Eure Picknickkörbe voll, backt noch einen Kuchen (oder auch nicht) und setzt Euch dazu! Ab zehn Uhr werden Tische und Bänke bereitstehen.

Am Nachmittag öffnet sich dann das Tor zu Adams Hof. Und zwar für eine Ausstellung zu Leben und Werk des Malers Theodor Rosenhauer (1901-1996).
Der Hofbesitzer, Tischlermeister Braun, kannte Rosenhauer gut und hat viele Bilderrahmen für ihn gebaut. Für die Aktion am 10. September hat er sich mit Frau Dr. Zeuner zusammengetan, deren Vater als Chefarzt im Krankenhaus Neustadt mit vielen Künstlern bekannt und befreundet war. Gemeinsam haben sie ihre privaten Bestände durchgesehen und einige besondere Erinnerungen von und an Rosenhauer ausgegraben.
Außerdem werden Reproduktionen, Bildbände und Dokumentarfilme gezeigt, und Adams Hof lohnt selbst schon den Besuch.
Wir freuen uns auf Euch und Sie: 14 bis 18 Uhr in Alttrachau 21!

Herzliche Einladung zum Erntedank 2017 am 10. September im Anger Alttrachau

P.S.
Neugierig geworden? Hier gibt es einen Bericht vom Erntedank 2016 und einen Bericht von einer Aktionen zu Rosenhauer in Alttrachau im Jahr 2014.

Was für ein Fest!

Schöner hätte es kaum sein können. Das sechste Trachenfest war ein Fest wie aus dem Bilderbuch.
Die Menschen strömten – schlendernd – mit Fahrrad oder zu Fuß, mit vielen Kinderwagen über die kleine Gaußstraße auf die Wiese. Zur Trachenparade war die Wiese voll. Beim Kinderschminken und am Bastelstand für die Trachen ging es zu wie in einem Bienenschwarm, und wir erlebten die größte und farbenfrohste Parade in der Geschichte des Trachenfests. Vielen Dank an das Duo Hand in Hand für die wunderbare musikalische Begleitung!
Aber nicht nur die Parade machte das Fest schön. Alle genossen die entspannte Stimmung auf der Wiese, das kleine, aber feine Bühnenprogramm, die Mitmachstände, die Stände der Kunsthandwerker, den kleinen Flohmarkt, die Genußmeile. Es war einfach eine gute Mischung.

Vielen Dank: an alle, die dabei waren, und an die, die das Fest möglich gemacht haben!
Die Freude bleibt!


Bilder von Jochen Lenz und Fotostudio augenscheinlich, Leipziger Str.222

Mehr Bilder auf flickr >>

Trachenfest am 20. Mai – Trachen vermisst!

Wo sind die Trachen? Sie sind wunderschön und bunt und gut gelaunt, mögen Sonnenschein und grüne Wiesen. Habt ihr sie gesehen?

Sie haben uns gebeten, euch zum 6. Trachenfest auf die Hufewiesen herzlich einzuladen!
Kommt also am 20. Mai, von 12 bis 18 Uhr auf die Festwiese. Das Tor in der Gaußstraße wird euch offen stehen! Der Eintritt ist frei.

Lasst euch an der Genussmeile verwöhnen, mit Köstlichkeiten von süß bis herzhaft, schlendert über die Wiesen, vorbei an Flohmarkt und Handwerksständen,
findet Frank-Ole mit seinem Märchenkoffer
und lauscht den Künstlern auf der Trachenfestbühne.

Wir freuen uns schon ganz besonders auf ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.
Es spielen auf:

  • die Gitarrenkinder von der Makarenko-Schule
  • das Café International mit einer Liederreise
  • Hermann & Jens mit Gitarre & Gesang
  • die Melde Müller’s – Irish Folk und Popmusik
  • das Duo Hand in Hand – Straßen bzw. Wiesenswing-Barfußbossa-Firlefunk
  • Magnus Mond – verträumte Skizzen deutscher Liedkultur
  • Spacedrum
  • die Rumtreiber

Doch wo sind die Trachen? Um sie zu finden, dazu brauchen wir eure Hilfe!
Nutzt Papier und Holz, Stoff oder Pappe und erweckt so euren Trachen zum leben.
Fangt einfach an und bringt ihn mit zum Trachenfest. Oder bastelt euren Lieblings-Trachen während des Fests am Trachenbastelstand.

Alle bekommen einen Ehrenplatz bei der großen Trachenparade um 16 Uhr. Jeder bekommt einen Preis! Und der allertrachigste wird das Trachenfest-Plakatmotiv im nächsten Jahr!

Flohmarktstände und Festhelfer gesucht

Wir hätten da noch zwei Fragen an euch:
Ihr wollt noch einen Flohmarktstand anmelden?
Ihr könnt an der Genussmeile bei der Ausgabe von Köstlichkeiten helfen?
Fein! Eure Hilfe können wir sehr gebrauchen, bitte meldet euch unter email hidden; JavaScript is required

Nicht zuletzt danken wir unseren Fest-Sponsoren:
grünerleben
teilAuto
Vorwerk Podemus
House of Resources Dresden
Sushi & Wein
Carl und Carla

Trauriger Rekord beim Kirchsteigputz

Bei bestem Frühlingswetter trafen sich  am 1. April 20 Personen aus der Nachbarschaft zum gemeinsamen Kirchsteigputz. Wie bereits in den letzten Jahren lud der Verein Hufewiesen Trachau, im Rahmen des dresdner Frühjahrsputz Sauber ist schöner!, zum Müllsammeln rund um die Hufewiesen ein.
Angesichts des Datums und der vorgefundenen Situation kam schnell die Frage auf, ob sich jemand einen schlechten Aprilscherz erlaubt hatte.
Denn die im Januar durchgeführten Pflegearbeiten des Eigentümers brachten zum Vorschein, was sich in den letzten Jahren angesammelt hatte: Jede Menge Schnapsflaschen, teils zerbrochen, Zigarettenstummel und McDonalds-Tüten, Reisetaschen gefüllt mit Kleidern und Hygieneartikeln, Fernseher, Fahrrad- und Autoreifen, Plastikplanen, Möbelreste, Computerteile, Gartenabfälle, Betonfüße, Batterien, massig Verpackungsmüll, Farbreste, Malerzubehör, Düngertüten, Silvesterraketen… die Liste ließe sich noch endlos weiterführen. Den größten Fund stellte ein Autoanhänger aus DDR Zeiten da, gefolgt von einem kuriosen Metallstück unbekannter Funktion. Es wurde auf den Namen ‚Schnüffelstück‘ getauft.
Besonderes Kopfschütteln lösten zahlreiche Hundetüten aus. Wer macht sich die Mühe und sammelt Hundekot in Plastiktüten, um sie dann in den nächsten Busch zu schmeißen? Da haben wohl einige Leute das Prinzip nicht verstanden. Oder handelt es sich um einen besonderen Fetisch …?
Für Frust sorgte auch, dass, bei den Pflegearbeiten im Januar, auf den Wiesen abgestellter Müll zum Teil zerschreddert wurde. Der Inhalt verteilte sich so im größeren Umfeld wodurch der Reinigungsaufwand ins Unermessliche anstieg, wenn die Kleinteile überhaupt noch aufzulesen waren.

Nach zwei Stunden war die Hälfte der eigentlich geplanten Fläche gereinigt. An drei Sammelstellen türmten sich die Müllberge. Bei Kaffee und Brötchen wurde die Aktion beendet.
Wir möchten uns sehr herzlich bei den fleißigen, teils spontanen Helfern bedanken, die sich dem Unrat anderer Menschen angenommen haben! Einen großen Dank senden wir auch an Herrn Klemm vom Ortsamt Pieschen für die gute Zusammenarbeit.

Willkommen 2017! Weihnachten einpacken und Vogel-Inventur

Das neue Jahr begrüßt uns mit reichlich Schnee und zweistelligen Minusgraden.
Nichtsdestotrotz war es Zeit, nach den Heiligen Drei Königen, wieder auf die alte Kastanie in Hensels Garten zu klettern um den Herrenhuter Stern abzuhängen. Wir freuen uns schon wenn er im nächsten Winter wieder leuchtet!
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Am Samstagvormittag trafen wir uns auf der Gaußstraße um an der Stunde der Wintervögel teilzunehmen. Dabei beobachteten wir ganz genau ob sich in den Brombeerhecken, Rosensträuchern und Baumkronen auf den Hufewiesen etwas bewegt, denn es könnte ja ein Vogel sein! Mithilfe eines Fernglases wurde sogar ein Habicht gesichtet, der immer wieder zum Sturzflug, zwecks Mäusejagt, ansetzte.
Nach einer Stunde befanden sich schließlich zahlreiche Kreuze auf unserem Zettel: Gesichtet wurden Haussperling, Rabenkrähe, Rotkehlchen, Amsel, Feldsperling, Kohlmeise, Grünfink und ein Habicht.
Die Ergebnisse trugen wir anschließend auf der Internetseite des NABUs ein. Dort werden sie in den nächsten Tagen, zusammen mit tausenden weiteren Beaobachtungen ersichtlich sein: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ergebnisse/21784.html

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Leuchtendes Adventssingen

In der Krone der alten Kastanie erleuchtet nun wieder allabendlich der Adventsstern und sorgt für eine behutliche Weihnachtszeit in Alttrachau.

Eingeläutet wurde diese am vergangenen Samstag mit dem jährlich stattfindenden Adventssingen. Rund 50 Menschen, groß und klein, fanden sich dabei in Hensels Garten zusammen, naschten die ersten Plätzchen, wärmten sich an warmen Getränken und starrten konzentriert auf die angrenzende Hauswand. Denn an diese wurden, mittels Laptop und Beamer, die Texte der Adventslieder projiziert. Jakob stimmte ein, und alle schlossen sich an, sodass die Töne weit in die Dunkelheit hineinklangen und vorbeilaufende Menschen erstaunt stehenblieben. Nachdem alle Lieder gesungen waren, ließ man den Abend noch bei Gesprächen rund um die Feuertonne ausklingen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatorinnen Mocia und Andrea und wünschen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Alle Fotos sind zu finden unter: https://flic.kr/s/aHskHqMe7Y
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November ist Drachenzeit

November – der Wind dreht auf und bläst die Blätter von den Bäumen. Sie wirbeln und segeln durch die Luft.
Und da. Da wirbelt noch etwas. Steigt auf. Steht hoch oben. Flattert. Ein Drachen!

November ist Drachenzeit. Wir lassen sie steigen. An den Hufewiesen. Über die Hufewiesen.
Jeden Sonntag im November. um 11 Uhr. auf der Gaußstraße.

Ihr habt keinen Drachen?
Kein Problem!
Wir basteln welche. Gemeinsam. Das geht ganz schnell.

Zum Beispiel so:

Drachensteigen über den Hufewiesen (Bild: wkimedia cc 2012).

Drachensteigen über den Hufewiesen (Bild: wikimedia cc 2012).

Es waren unsere Nachbarn

9. November. Wir erinnern an die Menschen, die in unserer Nachbarschaft vom Nazi-Regime verfolgt wurden. Ab 18 Uhr gehen wir von Stolperstein zu Stolperstein in Mickten und Trachenberge. Wir säubern das Messing und erzählen aus dem Leben von Menschen, die auch wir hätten sein können.

Es ist ein nachdenklicher und zugleich würdevoller Spaziergang. Er ruft Ereignisse wach, die man nicht leicht begreift. Die aber zu unserer Nachbarschaft gehören.

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Gerne gemeinsam. Gerne weitersagen.

Wir besuchen:

Volkersdorfer Straße 3: Albert Hensel

Großenhainer Straße 194: Helga Margot Grünewald

Hans-Sachs-Straße 27: Heinz Wendisch

Rückertstraße 12: Erich Mosberg

Trachenberger Straße 23: Rosa Steinhart und Walter Steinhart

Weinbergstraße 40: Barbara Kühnert und Edith Kühnert

Außerdem gibt es in Pieschen noch:

Leipziger Straße 72: Kurt Schlosser