Die Hufewiesen bewahren

Seit 2008 gehören die Hufewiesen zum größten Teil einer Immobiliengesellschaft aus Hamburg. Deren Vertreter möchten daraus Bauland machen, und zwar soviel wie möglich. Dagegen fordern wir Wiesler eine sinnvolle städtebauliche Entwicklung – und mehr Achtung für das Besondere der Hufewiesen. Wie löst man diesen Konflikt?

Jedenfalls nicht so schnell. Sowohl die Wiesler wie auch die Vertreter der Immobiliengesellschaft haben schon einiges unternommen.

  • Die einen entwerfen Baupläne, die anderen sammeln Unterschriften dagegen.
  • Beide Seiten sprechen bei Politikern vor, schreiben Briefe, veröffentlichen Pressemitteilungen.
  • Die einen drohen mit einer Klage vor Gericht, die anderen zählen Stimmen im Stadtrat und studieren Gesetzeskommentare.
  • Beide Seiten verhandeln auch miteinander – über einen möglichen Verkauf, über eine mögliche Zwischennutzung.

Derweil wird es Sommer, Herbst, Winter und wieder Frühling auf den Hufewiesen…

Die Situation ist schwierig, weil die Vorstellungen der Beteiligten so weit auseinanderliegen. Die Konfliktlinie verläuft vor allem zwischen einem gewichtigen Eigentümer – der Immobiliengesellschaft ADLER Real Estate AG aus Hamburg – auf der einen Seite und vielen Bürgern sowie der Stadtverwaltung auf der anderen Seite.

Die einfachste Lösung scheint ein Wechsel des Eigentümers zu sein. ADLER ist grundsätzlich bereit, ihren Besitz auf den Hufewiesen zu verkaufen. Allerdings gilt das Gelände nach wie vor als „Außenbereich„, wie die Stadtplaner sagen. Es gibt keinen Bebauungsplan, kein Baurecht, keine Erschließung. Infolgedessen liegt der aktuelle Marktwert der Hufewiesen weit unter dem, was die ADLER im Jahre 2008 in Spekulation auf künftiges Baurecht dafür bezahlt hat. So fällt es auch dem Verein schwer, Verbündete zu finden, um ein für ADLER attraktives Angebot zum Kauf zu entwickeln. Aktuell stecken die Hufewiesen in der Falle der Unverkäuflichkeit.

Wie kommt man aus dieser Falle heraus?

Wir schlagen vor, im Dialog nach einer Einigung zu suchen. Dialog heißt für uns: mit allen Seiten, ergebnisoffen, öffentlich, verbindlich.
Konkret schlagen wir zwei Stufen dafür vor:

  1. In einer Bürgerbefragung erfassen wir das öffentliche Echo zu der Idee, die Hufewiesen als öffentliches Grün zu bewahren.
  2. An einem Runden Tisch suchen alle Beteiligten nach einer Einigung für die künftige Nutzung der Hufewiesen und bereiten so die Grundlage dafür, daß ein förmliches Planungsverfahren zügig und erfolgreich durchgeführt werden kann.

Was aus diesem Vorschlag wird, davon erzählt die Rubrik Retten.

Den bisherigen Weg und seine überraschenden Wendungen kann man in der Chronik nachvollziehen.
Wissenswerte Hintergründe sind im Bereich Fakten aufbereitet.

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