Die Hufewiesen als Bürgergrün: Leitideen

Die Hufewiesen sollen grün bleiben. Sagen viele.
Aber: Wie kann das konkret aussehen?

Zum Beispiel so: In 30 Stationen veranschaulichen wir

  • die Geschichte der Hufewiesen
  • den Flair
  • die Aufteilung in drei Zonen
  • wie in jeder Zone durch naturnahe Bewirtschaftung unterschiedliche Lebensräume entstehen
  • wie dort neue Spielräume für die Sinne entstehen können
  • und was das Ganze zu einem Bürgergrün macht

Seht selbst!

Zu schnell zuviel?
Kein Wunder. Die Bilder geben wieder, was sich in Monaten des Suchens und Erörterns herauskristallisiert hat. Im Januar 2014 hatten wir im Verein und mit Interessierten eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um ein Konzept für die Hufewiesen als öffentliches Grün zu erarbeiten. Zwei Fachfrauen koordinierten die Überlegungen:

  • Christina Scharun, angehende Freiraum-Planerin und B.A.-Kandidatin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
  • Frau Prof. Erika Schmidt, emeritierte Expertin an der TU Dresden für Geschichte der Landschaftsarchitektur

Das gemeinsame Nachdenken erzeugte eine eigenen Sog. Je konkreter wir fragten, desto deutlicher schälten die Antworten sich von selbst heraus. So entstand ein erstaunlich klares Bild davon, wie die Hufewiesen als öffentliches Grün aussehen könnten.

In Worte gefaßt
Fünf Eckpunkte tragen das Konzept:

  1. Bürgergrün: Die Wortschöpfung faßt schon viel zusammen: Wir stellen uns die Hufewiesen als ein öffentlich zugängliches Grün vor. Ein Grün, das von Bürgern gestaltet und gepflegt wird, also nicht von einem Amt, und auch nicht aus den Köpfen einiger weniger Planer heraus.
  2. Potential des Ortes: Die Hufewiesen sind kein leerer Fleck. Sie sind ein Stück Land, das seit 800 Jahren urbar gehalten und gärtnerisch beziehungsweise bäuerlich genutzt wurde. Heute liegen sie zusammen mit dem historischen Anger von Alttrachau mitten in der Stadt. Wenn das keine Geschichte ist! Daran soll das Bürgergrün anknüpfen!
  3. Das Vorhandene: In den letzten 20 Jahren (seitdem die Hufewiesen aufgekauft wurden und brach fielen) hat sich das Landschaftsbild stark verändert. Waldstücke sind spontan entstanden; die Nutzung als Pferdeweide ließ dagegen weite offene Flächen entstehen, während ehemalige Gärten verwilderten. Das Bürgergrün greift die so entstandenen Zonen auf und baut sie aus.
  4. Vielfalt, naturnah: Es gab Zeiten, da legten die Menschen Gärten an, um zu zeigen, wie weit sie die Natur ihren Vorstellungen anpassen konnten. Heute ist die Neugier darauf zurückgekehrt, was die Natur selbst an Wundern vollbringt, wenn man nur die geeigneten Bedingungen dafür schafft. Viele Gärtner wetteifern darum, möglichst vielfältige Lebensräume anzulegen und auf diese Weise natürliche Synergien zu vervielfachen. Die Hufewiesen passen ideal in diese Suche durch ihre bisherige Geschichte als vorindustrielle bäuerlicher Flur und als Spontanvegetation bzw. Weidelandschaft. Das Bürgergrün soll diesen Reichtum erst recht entfalten, indem man die gärtnerischen Eingriffe und auch die Nutzungen gezielt beschränkt.
  5. Spielräume der Sinne: Freiräume für die Natur, aber auch für die Sinne. Das bieten die Hufewiesen schon jetzt; das haben viele Teilnehmer der Bürgerbefragung betont. Im Bürgergrün soll dieser Zusammenhang bewußt gepflegt werden.

Kurz und bündig:
Stichworte zum Konzept für die Hufewiesen als Bürgergrün auf einer Seite (pdf)

Ja, aber…
… wie kommen wir denn nun dahin?

Schritt für Schritt. Am 17. Juli haben wir bei einer HufeRunde das Konzept öffentlich vorgestellt. Die Bilder sind in den Köpfen; eine Richtung ist aufgezeigt. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los.

Siehe auch:
Wie kann es weitergehen?

Zur Vorgeschichte:
Die Hufewiesen als Bürgergrün: Entwurf zur Diskussion

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