Die dritte Geburt der Hufewiesen

"Es gibt Werte, die kann keiner zählen." - Erich Kästner

Das Besondere an den Hufewiesen auf den Punkt gebracht.



Die Hufewiesen bewahren!
Für diese Idee setzen wir uns seit längerem ein. Dabei haben wir uns auf verschiedene Weise organisiert – je nachdem, wie wir unsere eigenen Unternehmungen auffaßten.

  1. Es begann mit einer Bürgerinitiative. Ihr wichtigster Zweck: zu verhindern, daß ein Planungsverfahren für eine Bebauung auf den Hufewiesen eingeleitet wird. Das haben wir geschafft.
  2. Nur wenige Monate später gründeten einige Aktive den Verein „Hufewiesen Trachau“. Der setzt sich für Naturschutz, Denkmalschutz, Jugendarbeit und bürgerschaftliches Engagement ein. Die Botschaft: Wir sagen nicht einfach „Nein, hier nicht!“. Wir wollen auch selbst gestalten und Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen. Das ist eine Aufgabe fürs Leben – und über Generationen hinweg.
  3. Nun gehen wir noch einen Schritt weiter: Wir wollen eine Kampagne organisieren, um die Hufewiesen durch eine Stiftung zu erwerben. Das ist die dritte Geburt der Hufewiesen als einer Idee, die Menschen zusammenbringt. Und zwar auf einer Grundlage, die auch über politische, gesellschaftliche und menschliche Schwankungen hinweg trägt.

Warum eine Stiftung? Soll’s die Politik doch richten! Die Stadt kann doch das Gelände kaufen…

Und dann? Mit dem Kauf allein ist es doch nicht getan!

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Die Hufewiesen sind etwas Besonderes, weil sie bäuerliche Fluren und halbwilde Naturräume mitten in der Stadt bieten. Dieses Besondere zu erkennen, zu pflegen und lebendig zu erhalten, ist etwas, was kein Ratsbeschluß, keine Verordnung herbeiführen können. Dafür braucht es Menschen mit Begeisterung und Tatkraft. Und diese Menschen brauchen eine Organisation. Deshalb die Stiftung.

In den vergangenen zwei Jahren haben wir auch andere Modelle geprüft, um die Rettung der Hufewiesen zu organisieren. Etwa ein Verein auf einer breiteren Grundlage. Eine GmbH oder eine Aktiengesellschaft, beide auch in gemeinnützigen Spielarten. Eine Genossenschaft. Ein Zweckverband mit einem konventionellen Projektentwickler. Und Mischformen zwischen all diesen Varianten. Aber letztlich bietet eine Stiftung die überzeugendste Antwort auf drei zentrale Fragen:

  • Wie kann man die Hufewiesen auf Dauer bewahren?
  • Wie kann man die Hufewiesen öffentlich zugänglich bewahren?
  • Wie schafft man eine wirtschaftlich solide Grundlage dafür, die Hufewiesen zu bewahren?

Die Idee einer Stiftung begleitet uns schon seit den Anfängen. Der ursprüngliche Name der Bürgerinitiative lautete „Waldpark Trachau“. Das war eine Anspielung auf den Waldpark in Dresden-Blasewitz, der um 1870 von weitsichtigen Bürgern vor der Bebauung bewahrt wurde, indem sie eine Aktiengesellschaft für die städtebauliche Entwicklung des Umlands bildeten und die Randgrundstücke verkauften, um aus dem Erlös eine Stiftung für den Erhalt des Blasewitzer Tännicht zu finanzieren. So etwas sollte doch auch für die Hufewiesen möglich sein! Schon Ende 2012 beriet unser Vorstand darüber mit dem Geschäftsführer der Bürgerstiftung Dresden. Aber es fehlte ein überzeugendes Konzept. Erst 2014 entstanden Kontakte, die dafür eine Lösung bieten können: zu Matthias Daberstiel, dem Geschäftsführer der Spendenagentur in Dresden, und über den von ihm organisierten Sächsischen Fundraising-Tag dann auch zu Mathias Kröselberg von probono berlin. Mit ihm haben wir in mehreren Runden erörtert, wie gut die Chancen dafür stehen, die Hufewiesen durch eine Kampagne für eine Stiftung zu retten. Das Ergebnis: Laßt es uns versuchen!

Der erste Schritt: Vision trifft Handwerkszeug – ein Tagesseminar mit Mathias Kröselberg und Wieslern. Am 17. Januar 2015. In Dresden. Mehr dazu im Beitrag „Einladung zu einer Reise mit offenem Ausgang“.

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