Stadtrat beschließt Erhalt der Hufewiesen

11.5.2017 im Dresdner Stadtrat. Kati Bischoffberger bringt den Antrag zum Erhalt der Hufewiesen ein. Quelle: Mitschnitt der Landeshauptstadt Dresden (mit freundlicher Genehmigung von Frau Bischoffberger).

Am Donnerstag, 11. Mai 2017, hat der Rat der Landeshauptstadt Dresden mit einer Mehrheit von 38 Stimmen den Oberbürgermeister beauftragt, die Hufewiesen als öffentliches Grün zu entwickeln. Um das abzusichern, soll die Verwaltung bis Ende Juli einen Entwurf für einen entsprechenden B-Plan erarbeiten.

B-Plan steht eigentlich für „Bebauungsplan“. Hier aber soll ein Bebauungsplan entworfen werden, der vorschreibt, daß eben nichts gebaut wird.

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Endlich gibt es einen politischen Beschluß in Dresden zur Zukunft der Hufewiesen. Hurra!
Vielen Dank an die Stadträte, die das beschlossen haben! Insbesondere an Kati Bischoffberger! Sie wirkt seit 2015 mit einem Mandat der GRÜNEN für Pieschen im Stadtrat und hat den Antrag eingebracht.

Was aber sagt der Haupteigentümer der Hufewiesen dazu? Wie reagieren jetzt die Verantwortlichen der ADLER Real Estate AG aus Berlin?

Ein B-Plan ist das Instrument, um eine städtebauliche Zielsetzung abzusichern. Das ist eine große Errungenschaft in Deutschland. Hier gilt eben nicht: Wer besitzt, bestimmt. Vielmehr werden die Interessen von Einzelnen und die Interessen der Allgemeinheit sorgfältig abgewogen. Deshalb ist es ein komplizierter Prozeß, einen B-Plan aufzustellen. Wenn er beschlossen ist, sind die Eigentümer aller betroffenen Grundstücke daran gebunden.
So weit, so gut.
Ein B-Plan kann einen Eigentümer aber nicht dazu zwingen, irgendetwas mit seinem Grundstück zu tun. Für die Hufewiesen bedeutet das: Jetzt geht die Arbeit erst richtig los. Die Suche nach einer Einigung mit der ADLER Real Estate. Mit dem Beschluß des Stadtrates haben die verantwortlichen Bürgermeister und die Fachleute in der Stadtverwaltung dafür jetzt ein starkes Mandat bekommen.

Wir vom Verein Hufewiesen Trachau werden diese Suche nach einer Lösung nach Kräften unterstützen. Am 29. Mai sind wir zum nächsten Gespräch mit den Vertretern der ADLER Real Estate verabredet. Drückt uns die Daumen!

Nach sechs Jahren des Ringens rückt eine Lösung für die Hufewiesen in greifbare Nähe. Kann ich etwas beitragen?

Na klar! Das ist gar nicht schwer.

  • Kommt zum Trachenfest am 20. Mai auf die Hufewiesen! Feiert die Wiesen!
  • Beim Trachenfest wird es einen Info-Stand geben. Sagt Eure Meinung; informiert Euch!
  • Ideen, Infos, Eindrücke austauschen: gerne auch auf unserer facebook-Seite.
  • Jetzt ist ein schöner Moment zum Mitglied Werden bei den Freunden der Hufewiesen. Wir freuen uns auf Dich!

EIN FRÖHLICHES TRACHENFEST !
UND VIEL SCHUB FÜR DIE NÄCHSTEN SCHRITTE !

wünschen
die Aktiven vom Hufewiesen Trachau e.V.

Weitere Infos:

2 thoughts on “Stadtrat beschließt Erhalt der Hufewiesen

  1. Liebe Hufewiesen-Fans,

    wieder einmal geht ein Sommer zu Ende und das klägliche Angebot öffentlicher Badeplätze ist als Pieschnerin und jetzt Trachauerin (obwohl doch alles irgendwie zusammengehört) wieder schmerzlich zu verwinden.
    Wie wäre es die Freifläche Hufewiese mit einem öffentlichen Badeort zu verbinden? Ich finde eine geniale Idee und eine wirkliche Aufwertung für alle Pieschner, Micktener und Trachauer. Die Freiflächen könnten so gestaltet sein, dass sie außerhalb der Badesaison noch als vergrößerter Park genutzt werden könnte oder gar als Ort mit der nötigen Infrastruktur für kleine Stadtteilfeste, vielleicht mit einem noch kleinerem Stadtteilhaus und ringsherum der Park für alle.
    Wie kommt nun die Idee an die richtigen Stellen, für Unterstützung bin ich sehr dankbar und unterstütze auch gern.

    • Liebe Katharina,

      ja, diese Idee liegt nahe, vor allem an heißen Tagen wie gestern!
      Tatsächlich war ein Teil der Hufewiesen mal ein alter Elbarm, und auch der Name des Dorfes an den Hufewiesen (Trach-au) deutet auf Naß hin. Allerdings liegt das erdgeschichtlich schon ziemlich weit zurück. Heutzutage wäre es mit sehr großem Aufwand verbunden, auf oder an den Hufewiesen einen Badesee oder gar eine Badeanstalt anzulegen.
      Warst Du schon im Zschoner Grund? Dort haben sie ja nach vielen Jahren Arbeit das Naturbad aus dem Jahre 1927 wieder in Betrieb genommen. Ich habe Riesenachtung vor dieser Leistung, aber: Da war die bauliche Anlage schon da! Sie mußte *nur noch* wiederhergerichtet werden.
      Und dann gibt es da noch das Sachsenbad an der Wurzener Straße, das seit zwanzig Jahren m Dornröschenschlaf liegt. Der Bau wurde 1929 eingeweiht und wie das angrenzende Wohnviertel als ein Vorzeigeprojekt für modernen Städtebau gestaltet. Es gibt in Pieschen eine starke Bürgerinitiative, um den Badebetrieb dort wieder zustande zu bringen, mit besonderen Angeboten für Schulen, Kleinkinder und ältere Menschen. Das war gerade gestern abend wieder Thema: https://pieschen-aktuell.de/2017/visionen-beim-buergerforum-zur-stadtteilkultur-sachsenbad-und-quartiersmanagement/
      Kurz: Wir machen uns dafür stark, die Stärken der Hufewiesen herauszuarbeiten, und die sehen wir in der Kulturlandschaft mit mindestens 800 Jahren Tradition. Baden möchte ich irgendwann mal wieder im Sachsenbad, und bis dahin radele ich zum Zschoner Grund!
      Aber wenn Du die Idee weiter verfolgen möchtest, dann organisiere einen Diskussionsabend dazu und suche Dir Mitstreiter! Wir stellen gerne unseren Verteiler für die Einladung zur Verfügung, denn wir haben kein Monopol auf die Meinungsbildung zu den Hufewiesen!
      Alles Gute!
      Anja Osiander
      Öffentlichkeit und Netzwerke, Hufewiesen Trachau e.V.

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