24.3.2018 Dokumentation zur Bürgerversammlung

Dokumente zur Bürgerbeteiligung für ein Bürgergrün auf den Hufewiesen, Stand 24. März 2018

  1. Konzept des Vereins, 2014 (pdf)
  2. Ideen von Nachbarn, 2017/18 (pdf):
    1. Katrin Schneider
    2. Linda Stüwe
    3. Michael Hecht
  3. 30-Sekunden-Diaschau zum Wandel der Hufewiesen 1775 bis 2018:

  4. Die Hufewiesen aus der Sicht der Stadtverwaltung, März 2018 (pdf)
  5. Erfolgreiche Bürgerbeteiligung – Überlegungen des Stadtplaners Hermann Sträb (pdf)
  6. Wünsche aus dem Publikum (1): Notizen auf dem Katasterplan (pdf)
  7. Wünsche aus dem Publikum (2): Protokoll von Redebeiträgen (pdf)

Bürgergrün- Wir sind unterwegs

24. März 2018 – Bei mildem Frühlingswetter finden rund 80 Menschen den Weg in den großen Saal im Goldenen Lamm, um mehr darüber zu erfahren, wie die Hufewiesen zu einem Bürgergrün werden können. Ihnen werden ein köstliches Buffet und spannende Gedanken geboten. Nach drei kurzweiligen Stunden können wir sagen:

Hufewiesen Bürgergrün – wir kommen!

Impressionen von der Bürgerversammlung zu einem künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen
am 24. März 2018.

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Prominente Gäste teilten die Neugier von Anwohnern, Lokalpolitiker*innen und Naturliebenden:

  • Einleitend erläuterte Herr Bergander als Vertreter der ADLER Real Estate die Hoffnungen und Einschätzungen des aktuellen Haupteigentümers der Hufewiesen. Er erklärte seine Bereitschaft, auch an den weiteren Schritten bei der Gestaltung des Bürgergrüns mitzuwirken.
  • Anschließend stellte die Dresdner Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen die Sicht der Stadtverwaltung auf die Hufewiesen vor. Sie zeigte sich offen für eine umfassende Bürgerbeteiligung und für neue Formen von Nutzungsvereinbarungen.
  • Zum Ausklang gab uns der Stadtplaner Hermann Sträb seine Erfahrungen zu den Voraussetzungen für gelingende Bürgerbeteiligung mit auf den Weg.

Den Kern des Nachmittags bildeten konkrete Ideen zur Gestaltung. Von seiten des Vereins wurde das Konzept noch einmal präsentiert, das eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten und engagierten Bürger*innnen 2014 auf der Grundlage der vom Verein organisierten Bürgerbefragung zur Zukunft der Hufewiesen entwickelt hatte. Katrin Schneider, Linda Stüwe und Michael Hecht stellten als Nachbarn ihre Visionen vor und erläuterten sie in einer ausführlichen Pause außerdem an Stellwänden im direkten Gespräch.

Die Zuhörenden nutzten die Gelegenheit, auf einem Katasterplan eigene Wünsche zu notieren.

Wünsche aus dem Publikum für das Bürgergrün auf den Hufewiesen.

All diese Inhalte haben wir dokumentiert in Wort und Bild und in einem eigenen Verzeichnis abgelegt.

Und wie geht es nun weiter?

  • Wir runden die Dokumentation ab durch einen Videomitschnitt. Damit haben wir den professionellen Dokumentar- und Werbefilmer Sebastian Both beauftragt. Der Mitschnitt und die weiteren Dokumente dienen als Grundlage für die nächsten Schritte in der Bürgerbeteiligung hin zu einem Bürgergrün.
  • Die Federführung für die weitere Bürgerbeteiligung liegt bei der Stadt, genauer gesagt bei der Umweltbürgermeisterin. Mit ihr werden wir besprechen, wie das Verfahren konkret gestaltet werden kann.

Wie lange wird es dauern, bis das Bürgergrün Wirklichkeit ist?
Wenn alles gut läuft, rechnen wir mit etwa zwei Jahren. Einerseits muß das Verfahren für die Schaffung von Baurecht für den Eigentümer erfolgreich abgeschlossen werden. Andererseits braucht es auch Zeit, um alle Belange und Interessen an dem künftigen Bürgergrün mit Umsicht und Bedacht auszuhandeln. Je sorgfältiger das im Vorfeld geschieht, desto weniger Streit wird es nachher bei der Nutzung der Hufewiesen geben.

Schritte im Verfahren für einen Bebauungsplan und für die Schaffung eines Bürgergrüns auf den Hufewiesen, Stand März 2018.

Noch fünf Tage bis zur Bürgerversammlung

Sechsmal werden wir noch wach… Dann ist es soweit.

Am Sonnabend, 24. März, öffnen sich die Türen des großen Saals im Goldenen Lamm am Anger von Alttrachau zur ersten Bürgerversammlung für das künftige Bürgergrün auf den Hufewiesen.

Moment mal! Die erste Versammlung? Es gab doch schon einige vorher: Im Januar 2012, als sich der Verein Hufewiesen Trachau gründete. Im Herbst 2013 dann eine Fachveranstaltung mit Landschaftsplanern zum Wert der Hufewiesen und zwei Ideenwerkstätten. Im Januar 2014 die Abschlußveranstaltung zur Bürgerbefragung über die Zukunft der Hufewiesen, mit Uwe Steimle als Überraschungsgast. Im Juli 2014 die Vorstellung der Vorschläge des Vereins für ein künftiges Bürgergrün…

Ja, aber: Diese Versammlung ist die erste, nachdem der Stadtrat im Mai 2017 mit den Stimmen der Fraktionen der SPD, Bündnis90/GRÜNE und LINKE den Grundsatzbeschluß faßte, daß auf den Hufewiesen öffentliches Grün entstehen sollte. Es ist außerdem die erste Versammlung, nachdem am 8. März 2018 der aktuelle Haupteigentümer der Hufewiesen zusammen mit dem Baubürgermeister Herrn Schmidt-Lamontain die Grundzüge einer Einigung zur Zukunft der Hufewiesen öffentlich vorgestellt hat.

Anders ausgedrückt: Es ist die erste Versammlung, bei der der Erhalt der Hufewiesen tatsächlich mehr ist als nur eine schöne Idee. Wir können auf Vorgaben der politisch Verantwortlichen und des Haupteigentümers aufbauen.

Jetzt haben Sie und wir das Wort: Was für ein Grün wollen wir?

Daß es eine solche Versammlung gibt, ist durchaus etwas Besonderes. Nirgendwo in Dresden, Sachsen oder anderswo in der Bundesrepublik hat es eine ähnliche Herangehensweise zur Gestaltung von öffentlichem Grün in dieser Größenordnung bis jetzt gegeben. Wir wagen gemeinsam etwas Neues.

Deshalb: Laßt Euch / Lassen Sie sich das nicht entgehen!

Das haben wir geplant:

  1. Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und
    Kommunalwirtschaft:
    Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen
    Nutzungsvereinbarung
    (Vortrag/Diskussion)
  2. Vorschläge aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
    (Offene Runde, mit Stärkung am Buffet)
  3. Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung/Dresden:
    Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der
    Hufewiesen als Bürgergrün?
    (Thesen/Erfahrungsaustausch/Diskussion)

Die Themen deuten es schon an: Dies wird die erste und noch lange nicht die letzte Versammlung bei der Gestaltung der Hufewiesen als künftiges Bürgergrün sein. Wie es weitergeht, auch das werden wir an diesem Sonnabend gemeinsam festlegen – zusammen mit der Umweltbürgermeisterin als federführender Verantwortlicher auf seiten der Stadtverwaltung und mit dem erfahrenen Moderator von Beteiligungsverfahren Hermann Sträb.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Kinder können gerne mitkommen und derweil unter Aufsicht spielen.

Wir freuen uns auf Sie und auf Euch!

Dritter Vorschlag zum Bürgergrün

Hier kommt Teil Drei unserer losen Folge von Vorschlägen für das künftige Bürgergrün auf den Hufewiesen!

Im August 2018 will die neue Kulturwerkschule in einem provisorischen Schulgebäude an der Ecke Leipziger Straße/Pettenkoferstraße den Betrieb aufnehmen. Damit bekommen die Hufewiesen einen neuen, sehr interessanten und lebendigen Nachbarn. Der künftige Schulleiter Michael Hecht ist zugleich im Verein Hufewiesen Trachau aktiv und hat sich schon seit längerem Gedanken darüber gemacht, wie die Schule und das Grün zusammenwirken könnten.

Schauen Sie selbst und lassen Sie sich anregen:

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Die Hufewiesen als grünes Stadtteilzentrum – Vorschläge der Kulturwerkschule Dresden

von Michael Hecht

>>>Gesamte Präsentation anschauen<<<

Bisher erschienen:

EINIGUNG !

Ja, es stimmt.

Es gibt einen Kompromiß zur künftigen Entwicklung der Hufewiesen. Auf einer Pressekonferenz am 8. März 2018 ist er bekanntgegeben worden.

  • Die ADLER Real Estate AG hat sich öffentlich dazu bekannt, die Flächen im Osten der Hufewiesen nicht zu bebauen, sondern sie an die Stadt zu übertragen, damit dort öffentliches Grün entstehen kann.
  • Die Stadt, vertreten durch den Baubürgermeister und durch Stadträte der Mehrheitsfraktionen, hat sich öffentlich dazu bekannt, auf den Grundstücken der ADLER Real Estate im Westen der Hufewiesen Baurecht zu schaffen.

Die Einzelheiten der Bebauung müssen noch ausgehandelt werden. Fest steht bis jetzt nur der Verbrauch an Land: Maximal 1,6 Hektar dürfen für Wohnen bebaut werden. Dazu kommen maximal 0,8 Hektar für „nichtstörendes“ Gewerbe.

Den besten Bericht in den Medien dazu findet man auf dem Portal „Pieschen aktuell“ von Winfried Schenk.
Herr Schenk hat sich auch die Mühe gemacht, die Einigung entlang der Flurstücksgrenzen im Themenstadtplan zu veranschaulichen. So sieht sie im Grundsatz aus:

Links der grünen Linie darf Adler Real Estate bauen – rechts davon werden die Hufewiesen öffentliches Grün. Grafik: Themenstadtplan / W. Schenk

Wir freuen uns, daß ein großer Teil der Hufewiesen erhalten bleibt!

Aber die Arbeit ist noch nicht zuende. Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail. Wir wollen wachsam begleiten, wie jetzt die Einzelheiten der Bebauung ausgehandelt werden. Und wir wollen dafür sorgen, daß im Osten der Hufewiesen ein besonderes öffentliches Grün ensteht. Die bäuerliche Kulturlandschaft soll erkennbar bleiben. Zugleich sollen möglichst viele Interessen von möglichen Nutzern in die Gestaltung einfließen.

Dies sind die nächsten Meilensteine:

  • Sonnabend, 24. März, 15 bis 18 Uhr
    Bürgergrün auf den Hufewiesen: So geht’s!
    Bürgerversammlung im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220
  • Dienstag, 10. April, ab 18 Uhr
    Öffentliche Vorstellung und Diskussion der Vorlage zum Bebauungsplan B-3028
    (= Kompromiß für die Hufewiesen)
    Ortsbeirat Pieschen, Rathaus Pieschen, Bürgerstraße 63 (II. Stock)

Bürgergrün – noch ein Vorschlag!

Wir sagen es gerne immer wieder:

Im Verein Hufewiesen Trachau bereiten wir den Moment vor, in dem die Hufewiesen wirklich als Bürgergrün zur Verfügung stehen werden.

Unser Wunsch und unser Anspruch ist, daß alle Menschen, die es interessiert und die sich einbringen wollen, die Möglichkeit bekommen, dieses Stückchen Erde mitzugestalten.

Deshalb stellen wir in loser Folge kleine Präsentationen von Nachbarn vor, die sich schonmal der Frage gestellt haben: Was könnte denn aus den Hufewiesen werden?

Den Anfang machte am 29.12.2017 ein Beitrag von Katrin Schneider mit dem Titel „Hufewiesen Trachau: Zurück zu unseren Wurzeln, mit ein wenig Moderne – Ideen und Visionen einer Nachbarin“.

Heute stellen wir die Ideen von Linda Stüwe vor. Sie hat im zarten Alter von zwei Jahren zum ersten Mal auf einem Pferderücken gesessen und sich die Leidenschaft dafür bis heute bewahrt. Im Mittelpunkt ihres Beitrags steht die Frage: Wie können wir langfristig und nachhaltig ein Naturerleben auf den Hufewiesen für möglichst viele verschiedene Menschen ermöglichen? In ihrer Antwort spielen auch Ponies eine Rolle…

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Natur(er)leben Hufewiesen

von Linda Stüwe

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Ideen von Linda Stüwe zum künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Mehr zu diesem Vorschlag und dazu, wie ein Bürgergrün auf den Hufewiesen überhaupt Wirklichkeit werden kann, kann man erfahren auf einer Bürgerversammlung, organisiert vom Verein Hufewiesen Trachau, am Samstag, 24. März 2018 im Großen Saal im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220 (mit Kinderbetreuung). Zwischen 15 und 18 Uhr sind geplant:

  1. Vortrag mit Diskussion von Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und Kommunalwirtschaft: Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen Nutzungsvereinbarung
  2. Offene Runde mit Vorschlägen aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
  3. Vortrag mit Diskussion von Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung (Dresden), Experte für Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung: Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der Hufewiesen als Bürgergrün?

Bürgergrün! So könnte es aussehen

Im Januar 2018 feiert unser Verein seinen sechsten Geburtstag. Das verflixte siebente Jahr wird nun hoffentlich einen Durchbruch bringen. Stadt und Haupteigentümer einigen sich auf einen Kompromiß, und ein möglichst großer Teil der Hufewiesen wird zum öffentlichen Grün…

Das ist die Vision, für die wir uns seit langem einsetzen. Dafür werden wir uns auch weiter mit Herz und Verstand engagieren.

Was aber tun wir konkret?

  • Wir begleiten die Verhandlungen zwischen Stadtplanungsamt, Stadträten und Vertretern der ADLER Real Estate AG.

Wir führen mit allen Seiten Gespräche, tauschen Informationen aus, geben Anregungen, machen Vorschläge, bieten Unterstützung, soweit es in unserer Macht steht. Manchmal ist es erstaunlich, wieviel sich bewegen läßt allein mit gutem Willem und gegenseitigem Respekt, aber auch mit Hartnäckigkeit und einer Prise Sachverstand.

  • Wir bereiten den Moment vor, in dem die Hufewiesen wirklich als Bürgergrün zur Verfügung stehen werden.

Unser Wunsch und unser Anspruch ist, daß alle Menschen, die es interessiert und die sich einbringen wollen, die Möglichkeit bekommen, dieses Stückchen Erde mitzugestalten. Und zwar nicht einfach in Form einer üblichen Bürgerbeteiligung nach den gesetzlichen Vorgaben, wo die Stadt ein Planungsbüro beauftragt und dann alles Weitere den Mitarbeitern im Amt für Stadtgrün aufgetragen wird.
Wir stellen uns vor, daß die Hufewiesen von Bürgerinnen und Bürgern gestaltet werden – in offenem Meinungsaustausch, mit eigenem Einsatz und nicht nur einmal, sondern immer wieder aufs Neue. Als gelebte Demokratie eben. Auch hier sollen guter Wille, gegenseitiger Respekt, Hartnäckigkeit und Sachverstand zum Tragen kommen – gepaart mit Tatkraft.

Das ist der Grund, warum wir von einem „Bürgergrün“ auf den Hufewiesen sprechen – statt einfach von „öffentlichem Grün“.

Wie man so eine Beteiligung der Bürger an den Hufewiesen organisieren kann, das wollen wir bei einem Bürgergespräch im Frühjahr vorstellen und mit Ihnen und Euch diskutieren. Zur Vorbereitung darauf treffen wir uns im Januar mit einem Fachmann und mit der Umweltbürgermeisterin. Danach werden wir Genaueres dazu sagen können.

Es gibt aber Menschen, die sich schon jetzt Gedanken machen. Menschen, die an den Hufewiesen leben und vor deren innerem Auge Bilder aufgetaucht sind, was hier alles werden könnte, wenn das Grün den Menschen zugänglich wäre. Wir haben sie gebeten, diese Bilder aufzubereiten, damit wir alle sie auch sehen können. Wir freuen uns, diese kleine Reihe heute eröffnen zu können.

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Hufewiesen Trachau: Zurück zu unseren Wurzeln, mit ein wenig Moderne – Ideen und Visionen einer Nachbarin

von Katrin Schneider

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Ideen von Katrin Schneider zum künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Aktualisierung vom 19. Februar 2018:
Mehr zu diesem Vorschlag und dazu, wie ein Bürgergrün auf den Hufewiesen überhaupt Wirklichkeit werden kann, kann man erfahren auf einer Bürgerversammlung, organisiert vom Verein Hufewiesen Trachau, am Samstag, 24. März 2018 im Großen Saal im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220 (mit Kinderbetreuung). Zwischen 15 und 18 Uhr sind geplant:

  1. Vortrag mit Diskussion von Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und Kommunalwirtschaft: Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen Nutzungsvereinbarung
  2. Offene Runde mit Vorschlägen aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
  3. Vortrag mit Diskussion von Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung (Dresden), Experte für Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung: Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der Hufewiesen als Bürgergrün?

Neue Strategie

Was wir wollen, das wissen wir schon länger: Ein Bürgergrün auf den Hufewiesen. Das war das Ergebnis der Bürgerbefragung 2013 und unseres Konzepts 2014.

Nun wissen wir auch genauer, wie wir das (erreichen) wollen. Ein Jahr lang haben wir dazu diskutiert, recherchiert, mit Profis beraten, Pläne geschmiedet und verworfen. Schließlich hat sich folgender Kern für unsere neue Strategie herausgeschält.

  1. Wir geben bis auf Weiteres kein eigenes Kaufangebot für die Hufewiesen ab.
  2. Wir konzentrieren uns darauf, für die Hufewiesen zu werben. Und darauf, zu zeigen, wie die Hufewiesen als Bürgergrün gestaltet und bewirtschaftet werden können, und zwar ohne Aufwand für die Stadt. Auf diese beiden Ziele richten wir künftig auch unser Jahresprogramm aus.
  3. Wir straffen die interne Organisation des Vereins.

Dieser Rahmen ist bescheiden, aber tragfähig. Wir entscheiden uns für ein langsames Wachsen, für kleine Schritte und dafür, Raum zu lassen für neue Mitstreiter und Ideen.

Und was wird aus der Kampagne? Die Kampagne zur Errichtung einer Stiftung für die Hufewiesen, an der wir so lange getüftelt haben?

Die Idee bleibt auf dem Tisch. Aber uns ist klar geworden: Das kann erst ein übernächster Schritt sein. Vorher geht es um eine Veränderung bei uns selbst. Wir wollen den Hufewiesen-Verein so entwickeln, daß daraus tatsächlich eine lebendige Organisation wird, die für eine Idee einsteht. Das ist die entscheidende Voraussetzung, um tatsächlich erfolgreich große und kleine Unterstützer für den Traum von den Hufewiesen als Bürgergrün.

Die neue Strategie gibt den Menschen, die sich für die Hufewiesen einsetzen, Luft zum Atmen. Wir können unsere Energie jetzt in die Planung für 2016 stecken. Lobbyarbeit… Trachenfest… Zugänge schaffen zum Erleben der Hufewiesen… Konzepte entwickeln für ihre Pflege…

Es wird nicht langweilig werden.

umundu-Festival 2014

umundu 2014.
Zum sechsten Mal fand dieses besondere Festival statt.
Getragen vom sukuma arts e.V..

Die Idee: Konsum hier, Entwicklung anderswo – Lebensmodelle hinterfragen. Konzerte, Filme, Aktionen, Diskussionen, Austausch. Organisiert als offene Plattform, wo andere Initiativen und Förderorganisationen ebenso anknüpfen können wie einzelne Interessierte. – Diese Idee wächst und gedeiht. Das zeigt das vielfältige Programm für 2014.

Die Hufewiesen waren 2013 zum ersten Mal beim umundu-Festival dabei. Damals noch spontan und provisorisch, als Gast bei einer anderen Initiative auf dem abschließenden Festivalmarkt. In diesem Jahr nun wollten wir die ganze umundu-Erfahrung mitmachen. Da kam uns das diesjährige Motto des Festivals gerade recht: „Das gute Leben. Was brauchen wir für unser Glück?“

Unsere Antwort ist klar:
Für unser aller Glück brauchen wir ein Bürgergrün auf den Hufewiesen!

  • Als Oase.
  • Als Gegenpol für das städtische Leben.
  • Als Ort, wo Gemeinschaft entsteht.
  • Wo natürliche Lebensräume von Menschen behutsam gestaltet werden.
  • Als Wissensraum. Als Erfahrungsraum.
  • Als Modellbetrieb für Landbau und für die Produktion von Lebensmitteln.

Diese Vision haben wir auf dem umundu-Festival vorgestellt: bei einem Bürgerspaziergang mit Kaffeetrinken im Goldenen Lamm und mit einem eigenen Stand auf dem abschließenden Festivalmarkt.

Der Spaziergang war sehr gut besucht mit fast 30 Interessierten. Auch der Stand beim Festivalmarkt zog viele Menschen an, vor allem wegen des großen, auf Leinwand gezogenen Luftbilds von den Hufewiesen. Bilder sagen eben mehr als Worte…

Erstmals konnten wir Trachenhonig aus Beuten an den Hufewiesen anbieten. Die glücklichen Abnehmer können sich die Hufewiesen jetzt auch auf der Zunge zergehen lassen. Vielen Dank an die Grafikerin Ines Hoffmann für die Gestaltung des schmucken Etiketts!

Die Vision für die Hufewiesen ist noch nicht fertig. Wir entwickeln sie weiter in Gesprächen mit dem Eigentümer, mit der Stadtverwaltung und Politikern und mit Fachleuten für Stadtgrün, Landbau und Bürgerengagement. Gerne möchten wir diesen Prozeß möglichst offen, reichhaltig und produktiv gestalten. Das umundu-Festival bot uns die Gelegenheit, das auszuprobieren. Beim Bürgerspaziergang und auf dem Festivalmarkt zeigten wir dazu auf Bannerfolie eine Skizze, die die wesentlichen Teilräume und Gestaltungselemente des künftigen Bürgergrüns veranschaulicht (siehe auch unser Konzept für ein Bürgergrün vom Juli 2014). Wir hofften, so mit den Besuchern und Spaziergängern ins Gespräch zu kommen.

So einfach ging es dann aber doch nicht. Für gute Ideen braucht man dann doch mehr Konzentration, Zeit, eine klare Beschreibung der Möglichkeiten und ein klares Verfahren dafür, wie die Vorschläge verwendet werden. Auch diese Erfahrung nehmen wir aus dem Festival mit.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Impulse aus dem umundu-Netzwerk und auf das Festival 2015!

Wie kann es weitergehen?

Wie weiter? Die Antwort weiß zum Glück nicht nur der Wind. In den letzten Monaten seit der Präsentation des Konzepts für ein Bürgergrün haben wir in verschiedene Richtungen Fühler ausgestreckt, die Lage beschrieben, Rat und Meinungen eingeholt.
Zunächst erschien es so, als hätten wir ein großes Problem („Wie retten wir die Hufewiesen?“), das von schier unzähligen kleineren Fragen umschwärmt wird. Im Laufe der Gespräche änderte sich diese Sicht. Inzwischen zeichnen sich drei größere zusammenhängende Fragen ab.
Es ist fast wie im Märchen: Löse die drei Rätsel, dann ist die Prinzessin Dein… lies: Dann sind die Hufewiesen gerettet!

Drei größere Fragen wollen beantwortet sein, um eine Lösung für die Hufewiesen zu finden.

Drei größere Fragen wollen beantwortet sein, um eine Lösung für die Hufewiesen zu finden.

Und das sind die drei Hauptfragen:

  • Bürgergrün organisieren: Das ist die Kunst, Menschen in der Stadt auf Dauer für das Gärtnern zu gewinnen und sie selbst das Grün auf den Hufewiesen gestalten zu lassen. Dazu braucht es Rat, Gemeinschaft und Strukturen, die es ermöglichen, Freuden, Erfahrungen und Erfolge miteinander zu teilen und so gedeihen zu lassen.
  • Bürger als Projektentwickler: Das herkömmliche Verfahren der Stadtentwicklung funktioniert auf den Hufewiesen nicht – zum Glück! Das Ergebnis ist Stillstand. Wo formelle Planungsverfahren versagen und etablierte Immobiliengesellschaften und klassische Projektentwickler nicht mehr weiter wissen, öffnen sich Chancen für neue Akteure. Menschen, die eigentlich etwas anderes wollen, werden selbst zu Projektentwicklern, um die Räume dafür zu schaffen. Warum nicht auch auf den Hufewiesen?
  • Einigung mit dem Eigentümer: Sobald das Geld stimmt, können wir über die Wiesen verfügen. Das klingt erstmal wie eine klare Ansage, aber im Grunde geht es doch um so etwas schwer Faßbares wie Vertrauen. Wir, also Du und ich, werden die Hufewiesen nicht kaufen können. Das wird nur eine Organisation können, die vom Eigentümer als Geschäftspartner ernstgenommen wird.

Wir haben aber nicht nur Fragen zugespitzt, sondern auch Ansätze für Antworten aufgetan.

  • Bürgergrün organisieren: durch eine Gärtnerei als professionellen Partner. Eine Fahrt nach Leipzig, organisiert vom Gartennetzwerk Dresden im Rahmen ihres Programms „Seitentriebe“, bescherte da Anschauung aus erster Hand: Aus dem Gemeinschaftsgarten Annalinde ist im vergangenen Jahr ein Betrieb für Biogemüse hervorgegangen. Verfaßt als gGmbH und mit kräftiger Unterstützung durch einen Unternehmer aus Süddeutschland, der das Gelände einer kleinen Gärtnerei aufkaufte, um zu verhindern, daß dort eine Tankstelle eingerichtet wird. Heute gedeihen im Leipziger Westen mitten zwischen Wohnblöcken der Gründerzeit Zucchiniblüten und andere Köstlichkeiten, die auf große Nachfrage bei Leipiziger Restaurants stoßen.
  • Bürger als Projektentwickler: durch die Idee der Raumpioniere. Das Konzept geistert schon länger durch die Diskussionen von Stadtplanern, aber Klaus Overmeyer, Professor in Wuppertal, hat es weiterentwickelt zum Konzept von „Raumunternehmen“. Das sind Pioniere, die kommen, um zu bleiben, die also städtische Räume langfristig gestalten wollen. Dafür brauchen sie Zeit und Offenheit. Dafür erschließen sie neuartige Wege der Kooperation und Finanzierung. – Wir wollen ausloten, wie weit diese Idee auf die Hufewiesen übertragen werden kann. Dazu haben wir uns mit dem Büro transform aus Berlin zusammengetan. Mit transform haben wir im November 2013 einen Bazar der Möglichkeiten gestaltet. (Ja, das sind auch die mit der „Wahrnehmungswerkstatt“… Diese Idee bleibt weiter im Gespräch.)
  • Einigung mit dem Eigentümer: durch den Aufbau einer Stiftung als Käufer. Eine Stiftung braucht es auf den Hufewiesen aus zwei Gründen: Einmal, um sinnvoll und langfristig Geld anzusammeln. Zum anderen, um sinnvoll und langfristig auch die Idee von den Hufewiesen zu bewahren und zu entwickeln. Eine erfolgreiche Stiftung aber will mit Bedacht und Langmut entwickelt werden. Erste Kontakte zu professionellen Geburtshelfern dafür entstanden am 25. September beim Sächsischen Fundraisingtag.
Die Lösungsformel für die Hufewiesen konkretisiert. Die Quadratur des Kreises gelingt...

Die Lösungsformel für die Hufewiesen konkretisiert. Die Quadratur des Kreises gelingt…

Zu der Idee der Raumpioniere gab es auch schon erste Gespräche mit der Seite des Eigentümers. Am 10. und am 23. September trafen sich Vertreter des Vereins und von transform mit Beratern der Thomsen Group, die im Auftrag der ADLER Real Estate AG eine eigene Vision für die Hufewiesen entwickelt hatte.
Positiv ist: Wir haben überhaupt miteinander gesprochen. Allerdings überwog bei den Unternehmensberatern (noch) die Skepsis. Die Hauptknackpunkte:

  • Kann der Verein ein professioneller Partner sein?
  • Können die Raumpioniere tatsächlich Konzepte für langfristig auch wirtschaftlich interessante Nutzungen auf den Hufewiesen entwickeln?

Am 1. Oktober wollen die Vertreter von Thomsen sich mit dem Vorstand der ADLER Real Estate AG beraten. Dann sehen wir weiter.

Gespräch üper die Idee von Raumpionieren auf den Hufewiesen mit Vertretern des Vereins und der Unternehmensberatung Thomsen Group am 23. September 2014 in Berlin.

Gespräch üper die Idee von Raumpionieren auf den Hufewiesen mit Vertretern des Vereins und der Unternehmensberatung Thomsen Group am 23. September 2014 in Berlin.

Notizen beim Gespräch üper die Idee von Raumpionieren auf den Hufewiesen mit Vertretern des Vereins und der Unternehmensberatung Thomsen Group am 23. September 2014  in Berlin.

Notizen beim Gespräch üper die Idee von Raumpionieren auf den Hufewiesen mit Vertretern des Vereins und der Unternehmensberatung Thomsen Group am 23. September 2014 in Berlin.