Neue Bleibe für die Pferde

Die Pferde sind umgezogen.


Hufewiesen ohne Pferde.

12 Jahre lang hatten Merina, Trixi und die Übrigen die Hufewiesen gepflegt und belebt. Man erinnert sich gerne: an die Lockrufe in der Abendluft: das helle „Hepp-Hepp-Hepp“, mit dem die Pferde zusammengerufen wurden; an das an- oder abschwellende Trappeln der Hufe, wenn die Herde im Galopp von einer Koppel auf die andere wechselte; an das Wiehern und zufriedene Schnauben beim Grasen entlang der Gaußstraße.
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Nun beginnt ein neues Kapitel. Und zwar nur wenige Kilometer weiter, auf der Grimmstraße in Kaditz. Auf drei Hektar Grünland richten die Asphalt-Cowboys um Ilona Picl eine neue Anlage mit Unterstand und Reitplatz ein. Im Januar soll der Betrieb wieder beginnen.
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Für die Kinder bleiben die Pferde damit erreichbar: einfach an der Endhaltestelle der Straßenbahn Nr. 9 aussteigen und Richtung Alt-Kaditz laufen. Schon nach 100 Metern, an der Verkaufsstelle des Frühgemüsezentrums, geht’s auf das Gelände. Am Verwaltungsgebäude aus DDR-Zeiten vorbei, und schon sind sie wieder da: Merina, Trixi und die anderen…
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Die Hufewiesen sagen Danke: für gute Nachbarschaft, für fröhliche Feste und für eine naturnahe Pflege der grünen Oase in Alttrachau! Alles Gute!
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Ausweichquartier?

Die Frist für den Abzug der Pferde von den Hufewiesen ist abgelaufen, aber die Pferde sind noch da. Frau Picl, die Besitzerin der Pferde, bemüht sich mit Nachdruck darum, ein neues Zuhause für sie zu finden. Sie hat den Eigentümer der Wiesen, die Immobiliengesellschaft MBG Trachau, gebeten, ihr dafür noch etwas Zeit einzuräumen.

Es gibt eine Fläche in der Nähe der Hufewiesen, die für die Pferde zumindest vorübergehend geeignet wäre. Das Grundstück ist im Besitz der Stadt. Frau Picl verhandelt gerade mit dem Ortsamt und dem Liegenschaftsamt über einen Pachtvertrag.  

Die Bürgerinitiative Hufewiesen Trachau unterstützt diese Lösung. Auf diese Weise könnten die Angebote der „Asphalt-Cowboys“ für die Kinder im Stadtteil erhalten bleiben, darunter die beliebten Kindergeburtstage.

Frist für Pferde verlängert

Am 31. Mai hat der Geschäftsführer der MBG Trachau die Frist für den Abzug der Pferde von den Hufewiesen um einen Monat verlängert. Nun soll die Pferdehalterin, Ilona Picl, bis Ende Juni eine andere Bleibe für die Tiere finden.

Außerdem hat Herr Stommel jetzt auch eine Begründung genannt. Danach hat die MBG Trachau Schwierigkeiten mit der Versicherung für die Grundstückshaftpflicht. Die Versicherungsgesellschaft habe verlangt, den Durchgangsverkehr auf dem Gelände zu unterbinden. Deshalb sollen die Zugänge zu den Hufewiesen demnächst abgeriegelt werden.

Hier klingt eine „Es könnte ja etwas passieren…“-Furchtsamkeit durch, die viel zerstört, aber nichts schafft. Läßt sich dieses Versicherungsproblem wirklich nur durch Absperren lösen? Können die Pferde nicht bleiben und weiter hier grasen, so daß die Fläche nicht zuwuchert und zur wilden Müllkippe verkommt?

Wir bemühen uns in Gesprächen mit Frau Picl, der MBG Trachau und dem Ortsamt Pieschen weiter um eine bessere Lösung. Konkret suchen wir nach einer Ausweichfläche im Viertel, so daß das Pferdeangebot für die Kinder von Trachau und Pieschen erhalten bleiben kann.

EILT: Pferde in Gefahr

 

EILMELDUNG – 25. April 2012

Die Pferde sollen weg!

Seit mehr als zehn Jahren weiden die Ponies von Frau Picl nun schon auf den Hufewiesen – zur Freude der Kinder und vieler Spaziergänger. Durch die Weidewirtschaft wurden die Wiesen gepflegt und von Unrat freigehalten.

Jetzt hat die Immobiliengesellschaft MBG Trachau, der das Grundstück gehört, den Nutzungsvertrag gekündigt. Schon Ende Mai sollen die Pferde und alle zugehörigen Einrichtungen spurlos verschwunden sein. Eine Begründung enthält das Kündigungsschreiben nicht.

Die Bürgerinitiative Hufewiesen Trachau versucht, in Gesprächen mit dem Eigentümer die Rücknahme der Kündigung zu erreichen. Aktuelle Informationen dazu veröffentlichen wir auf diesen Netzseiten.

Näheres erfahren Sie auch auf den Netzseiten von Frau Picl:
http://reiten-in-sachsen.cabanova.com/
oder
http://www.reiten-in-dresden.de/

 

Was können Sie tun, damit die Pferde bleiben können?

  • Öffentlichkeit herstellen! Informieren Sie die Redaktionen von Ihren Zeitungen, Radiostationen und Fernsehsendungen. Machen Sie deutlich, was es bedeuten würde, wenn die Pferde verschwinden! Der öffentliche Druck kann dazu beitragen, die MBG Trachau umzustimmen.
  • Die Politik in die Pflicht nehmen! Hinter der Kündigung stehen möglicherweise Verhandlungen über einen Verkauf der Hufewiesen an einen anderen Investor. Der Verkauf wird aber hinfällig, wenn der Stadtrat beschließt, daß die Hufewiesen nicht bebaut werden dürfen. Helfen Sie uns bei dieser Forderung! Unterschreiben Sie den Trachauer Aufruf online!
  • Selber Eigentümer werden! Langfristig können wir die Pferde und das Grün nur sichern, wenn die Hufewiesen nicht mehr einer Immobiliengesellschaft gehören, sondern uns – den Bürgern. Mit 1,26 Millionen Euro steht das Grundstück in den Büchern der MBG Trachau. Diese Summe wollen wir erreichen. Großspender und Unternehmen sollen den Rest dazugeben. Unterstützen Sie uns dabei! Spenden Sie Ihren Anteil für den Kauf der Hufewiesen!

 
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