Wahl zum Stadtrat 2019: Die Kandidierenden und die Hufewiesen

Am 26. Mai wählen wir einen neuen Stadtrat für Dresden. Die dafür gewählten 70 Männer und Frauen werden auch über einen Bebauungsplan und das weitere Schicksal der Hufewiesen zu entscheiden haben. Deshalb haben wir mal nachgefragt, wie die möglichen künftigen Vertreter und -vertreterinnen für den Wahlkreis Pieschen im Stadtrat über die Hufewiesen denken.

Edit: Am 14. Mai ergänzt um den Beitrag von Anne Herpertz.

Diese Kandidaten haben unsere Fragen beantwortet; offizielle Fotos der Parteien.

Wir haben ihnen vier Fragen gestellt:

  1. Was gefällt Ihnen an den Hufewiesen besonders gut?
  2. Wie stehen Sie zu dem Kompromiss vom März 2018 * ?
  3. Soll die Stadt die Flächen für das öffentliche Grün erwerben?
  4. Wie soll über die Gestaltung des künftigen öffentlichen Grüns entschieden werden?
    (Insbesondere: Bürgerbeteiligung? ** )

* Im März 2018 haben der Baubürgermeister Herr Schmidt-Lamontain und Vertreter des Haupteigentümers der Hufewiesen, der ADLER Real Estate AG in Berlin, der Öffentlichkeit eine Grundsatzeinigung vorgestellt. Demnach soll im Westen der Hufewiesen ein neues Stadtviertel mit 1,6 ha Bauland für Wohnen und maximal 0,8 Hektar Bauland für Gewerbe entstehen, während der übrige Teil der Hufewiesen als öffentliches Grün entwickelt werden soll.
** Konkret: Soll ein Beteiligungsverfahren über das gesetzlich Vorgeschriebene hinausgehen, und wenn ja: Wie soll das geschehen?

Und das sind die Antworten (in der Reihenfolge des Eingangs):

Veit Böhm

  • Mir gefällt besonders:   Die Hufewiesen sind eine große Grünfläche im Stadtteil, welche vielseitig genutzt werden kann und einen großen Betrag zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil leisten kann. Es würde mich sehr freuen, wenn das Grün wieder öffentlich zugänglich wäre und einer gewissen Pflege unterliegen würde.
  • Meine Haltung zum Kompromiß von 2018:   Es ist ja allgemein bekannt, dass wir als CDU und auch ich persönlich einen etwas höheren Anteil für Wohnbebauung auf der Fläche (rund 1/3) und eine andere Art des Umgangs mit den Grundstückseigentümern gewünscht hätten. Dabei stand eine überwiegende Nutzung als Grün nie in Frage. Nun ist die Sache entschieden, wir haben dem Bebauungsplan zugestimmt und ich habe persönlich im Mai letzten Jahres den ausgehandelten Kompromiss in der letzten Bauausschusssitzung als Beschlussgrundlage für den Flächennutzungsplan vor dessen letzter Auslegung eingebracht. Wenn alle beteiligten Seiten (Grundstückseigentümer, Anwohner und Vereine) mit dem Kompromiss zufrieden sind, dann ist ein guter Kompromiss  (sic) und die Hängepartie für alle Beteiligten ist vorbei.
  • Stadt kauft Grünflächen?   Wichtiger als ein Grundstückerwerb durch die Stadt Dresden sind m.E. die zukünftigen Nutzungskonzepte und deren Umsetzung. Daraus ergeben sich möglicherweise auch unterschiedliche Eigentumsformen. Zum Schluss werden der Grundstückspreis und die finanziellen Möglichkeiten der Stadt Dresden für einen Erwerb ausschlaggebend sein. Dem möchte ich nicht vorgreifen. Klar ist aber, dass sich die Stadt Dresden in Konzeption und Umsetzung federführend einbringen sollte.
  • Bürgerbeteiligung:   Grundsätzlich sollte die Entwicklung der Flächen gemeinsam mit den Anwohnern und den zukünftigen Nutzern bzw. örtlichen Interessenvertretern, wie dem Hufewiesenverein erfolgen. Da mir bereits viele Ideen für die Nutzung der Flächen bekannt sind (Park, Kleingärten, offene Bürgergärten, Aktivitätspunkte mit Sportgeräten, Spielplätze…..) wird in jedem Fall eine umfassende Bürgerbeteiligung vorzunehmen sein. Gesetzliche Vorgaben können da wohl nur einen Rahmen bilden. Wie sich die Bürger für ihr Mitwirken selber organisieren vermag ich nicht zu sagen (da fehlt mir die Expertise). Von Seiten der Stadt wäre sicher eine regelmäßig tagende Lenkungsgruppe mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und örtlichen Vertretern sinnvoll. Denkbar wären auch ein offenes Werkstattverfahren und Workshops unter Beteiligung der örtlichen Vertreter.

Pia Barkow

  • Mir gefällt besonders:   … an den Hufewiesen, dass sie als „wilde Wiese“ mitten im Wohngebiet insbesondere für die Tier- und Pflanzenwelt Raum bietet und eine wichtige Fläche für Insekten und Co. darstellt. Als sie noch genutzt werden konnte gefiel mir auch genau das ungeordnete für die Besucher*innen, Spaziergänger*innen, spielende Kinder, Hunde-Gassi-Gänger*innen. Es gibt nur wenige Grünflächen in der Stadt, die ohne gestaltete Wege und gartenpflegerisch gestaltete Wiesen und Beete auskommen, das ist eine schöne Abwechslung.
  • Meine Haltung zum Kompromiß von 2018:   Ich stehe voll und ganz hinter diesem Kompromiss und habe selbst als Vertreterin der Linksfraktion an der Pressekonferenz teilgenommen.
  • Stadt kauft Grünflächen?   Ja, das war ja ein Teil der Verabredung. Die Stadt soll einen Anteil der Grünflächen für einen symbolischen Betrag übernehmen.
  • Bürgerbeteiligung:   Nicht zuletzt der mit dem Investor, der Stadt, der Bürgerinitiative und den rot-grün-roten Stadtratsfraktionen erzielte Kompromiss ist durch die ausdauernde und konstruktive Arbeit der Interessierten vor Ort zustande gekommen, allein das zeigt das Interesse an der Gestaltung der Fläche. Dieses Interesse sollte nach meiner Auffassung von der Stadt dankend aufgegriffen werden, indem eine umfangreiche Beteiligung zur Gestaltung durchgeführt wird – was im Übrigen ja auch angedacht ist.
    Ich kann mir vorstellen, dass zunächst in einer Abfrage erfasst werden soll, welche Wünsche zur Gestaltung überhaupt bestehen. Daran anschließend könnten in einem längeren Diskussionsprozess die „Top 10“ herauskristallisiert werden, um diese Liste an einen größeren Kreis von Bewohner*innen in Trachau, soziale Einrichtungen wie Kitas oder Schulen etc. zu verschicken mit der Bitte, zu priorisieren und zu den Vorschlägen Stellung zu nehmen. Daraus ließe sich dann in einem weiteren Schritt darstellen, welche Wünsche sich wie kombinieren und umsetzen lassen und ob ggf. eine Reihenfolge erstellt werden soll.
    Es werden sich nicht alle Wünsche realisieren lassen, jedoch bietet ein beteiligender Prozess die Chance, großer Ergebnisakzeptanz zu erzielen, wenn Gründe für und wider einzelne Vorschläge nachvollziehbar sind.

Kati Bischoffberger

  • Mir gefällt besonders:   Die Hufewiesen sind grün! Die Hufewiesen stehen unter einem glücklichen Stern! Es ist unglaublich, welche wunderbaren Zufälle dazu geführt haben, dass diese grüne Perle innerhalb der Stadt gesichert wurde und weiterentwickelt werden kann!
    Es sind auch besondere Menschen, die sich um die Hufewiesen bemühen! Mein Dank gilt allen, die sich für die Hufewiesen stark machen!
    Es berührt mich sehr, dass die Hufewiesen in den letzten Jahren solch schöner Ort des nachbarschaftlichen Miteinanders geworden sind.
    Das Trachenfest ist wirklich unschlagbar! Chapeau!
    PS: Außerdem bin ich ziemlich stolz, dass ein Trache aus meinem Atelier zum Maskottchen der Hufewiesen geworden ist.
  • Meine Haltung zum Kompromiß von 2018:   Ich hatte das Glück, den Kompromiss maßgeblich mit herbei zu führen. Auch hier flog ein guter Geist (wahrscheinlich ein Trache) über die Verhandlungen. Voller Dankbarkeit blicke ich auf die beherzte und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Hufewiesen-Verein, mit den Stadträt*innen der Piraten, Linken, der SPD und natürlich mit meinen Grünen Stadtratskolleg*innen, den Mitarbeiter*innen im Stadtplanungsamt und mit unserem Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.
    Besonders dankbar bin ich dem Vertreter der Eigentümer, Herrn Thomas Bergander, und den im Auftrag der Eigentümer tätigen Planungsbüros für die Bereitschaft, ungewöhnliche Wege zu begehen! Ich werde mich auch weiterhin für die Durchsetzung des herbeigeführten Kompromisses einsetzen!
  • Stadt kauft Grünflächen? Natürlich. Diese Option ist Teil des Kompromisses.
  • Bürgerbeteiligung:   Die Gesellschaft von morgen funktioniert nur im Miteinander, so wie es der Hufewiesenverein schon jetzt so schön beweist! Stadtentwicklung sollte immer gemeinsam mit Bürger*innen passieren. Um zukunftsfähig zu bleiben, sollten wir jetzt damit anfangen!
    Konkret: Ich werde mich für den frühestmöglichen Start eines Beteiligungsverfahrens einsetzen. Dies soll ein moderierter Prozess sein, an dem alle für die Hufewiesen wichtigen Akteur*innen an einem Tisch sitzen. Dazu gehören interessierte Dresdner*innen, Nachbar*innen, die Eigentümer*innen, das Stadtplanungsamt, die Politiker*innen, Akteur*innen, die eventuelle Nutzungsinteressen haben, u. v. m.
    Die größte Herausforderung wird sein, möglichst alle zu finden, die bereit sind, die Hufewiesen mitzugestalten und dort Verantwortung zu übernehmen.
    Denn mein Traum ist eine aktive verantwortungsbewusste Stadtgesellschaft. Deswegen geht es mir beim Beteiligungsverfahren vor um das Ausloten, ob und wie die Nutzung und Pflege der  Hufewiesen ganz oder teilweise in die Hände von Dresdner*innen gelegt werden kann. Priorität hat für mich dabei immer das Gemeinwohl, die Ökologie und die Förderung unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens in der Stadt.
    PS: Ich wünsche mir, dass die Entwicklung der Grünfläche Hufewiesen im Zusammenhang mit dem neu entstehenden Stadtquartier gedacht wird. Auch dort ist Bürgerbeteiligung nötig, damit ein lebendiges schönes Quartier entsteht. Und ich kann sagen: Auch hier sind Eigentümer und Planungsbüros offen; gerade bereite ich einen ersten öffentlichen Gedankenaustausch vor!

Stefan Engel

  • Mir gefällt besonders:   … die Weitläufigkeit des Areals, die den Eindruck vermittelt, dass man vollkommen außerhalb der Stadt ist. Je nach Jahreszeit tun sich immer neue spannende Perspektiven und Eindrücke auf.
  • Meine Haltung zum Kompromiß von 2018:   Dieser Kompromiss ist nur möglich geworden, weil die SPD und ihre Partner im Stadtrat direkt mit dem Investor verhandelt und das vorliegende Ergebnis erzielt haben. Ich begrüße diesen Kompromiss sehr. Nicht weil ich den westlichen Randstreifen der Hufewiesen für wirklich verzichtbar halte, sondern weil es ein erster Schritt zu einer langfristigen Sicherung der Hufewiesen als öffentliche Grünfläche ist. Es ist ein Kompromiss. Dieser muss in nächster Zeit allerdings noch konkret mit der verbindlichen Übertragung von Flächen und weiteren planungsrechtlichen Schritten unterlegt werden. Dafür braucht es auch den entsprechenden politischen Rückhalt. Ein reines Nachgeben vor Investoreninteressen würde ein für die Naherholung, die Natur und das Stadtklima unfassbar wichtiges Areal unwiederbringlich zerstören. Das dürfen wir nicht zulassen.
  • Stadt kauft Grünflächen?   Aus meiner Sicht führt an einem Erwerb des östlichen Teils durch die Stadt kein Weg vorbei und ist Teil des Kompromisses. Nur dadurch lässt sich wirklich dauerhaft der öffentliche Zugang und der Erhalt als Grünfläche sichern. Nicht zuletzt können auch nur so die Ergebnisse eines öffentlichen Beteiligungsprozesses tatsächlich in die Realität umgesetzt werden. Bei bestehenden öffentlichen Grünflächen wie z.B. dem Hechtpark stellt ja auch niemand die kommunale Hoheit in Frage.
  • Bürgerbeteiligung:    Bei der weiteren Gestaltung der Hufewiesen müssen vor allem die Bürgerinnen und Bürger im Umfeld und der Verein Hufewiesen Trachau e.V. eingebunden werden. Die klassischen Beteiligungs- und Gremienprozesse reichen dafür nicht aus. Meiner Auffassung nach braucht es zunächst eine Grundsatzeinigung, in welche Richtung die weitere Gestaltung gehen soll: Durchweg naturnah orientiert am Status Quo, unter Einbeziehung anderer Bedürfnisse (z.B. Spiel-/Sportplätze) oder räumlich differenziert? In weiteren Schritten kann ich mir dann z.B. Bürgerwerkstätten für die gesamten Hufewiesen oder Teilbereiche vorstellen. Das hat bei der Ausgestaltung des neuen Grünzugs Gehestraße recht gut funktioniert. Eine enge fachliche Begleitung und das Aufzeigen von Optionen durch die Verwaltung sind wichtig, allerdings sollten damit keine Entscheidungen vorweggenommen werden.

Anne Herpertz

  • Mir gefällt besonders: Die Hufewiesen – der Plural ist hier wichtig – sind ein historisch gewachsenes, ökologisches Ensemble für Trachau/Mickten/Pieschen, in und  um Alttrachau. Um die Hufewiesen herum sieht man 250 Jahre  Stadtentwicklung. Dass es die Wiesen überhaupt noch gibt, ist  verschiedensten Zufällen der Geschichte zu verdanken – und das Mitten in  der Stadt! Das historisch gegebene Glück der Existenz der Hufewiesen  gilt es jetzt zu bewahren und darüber hinaus dauerhaft für die Zukunft zu entwickeln.
  • Meine Haltung zum Kompromiß von 2018:   Ich stehe zu der ursprünglichen Variante des Aufstellungsbeschlusses des  Bebauungsplans für die Hufewiesen (V1934/17), welcher vorsah, die Hufewiesen in ihrer Gänze zu erhalten und nicht zu bebauen. Ich sehe  aber ein, dass wenn der Investor der Stadt 70% der Fläche für immer überträgt, es ein „Kompromiss“ sein kann, dass auf einer Teilfläche Wohnungen entstehen können. Dies ist für mich aber eine Voraussetzung – und kein Wunsch. Sollte der Investor sich plötzlich unkooperativ verhalten, werde ich einem Bebauungsplan mit Bebauung nicht zustimmen.
  • Stadt kauft Grünflächen?   Die Stadt muss Herrin über die Fläche werden, um Gestaltungsmöglichkeiten zu haben. Der Investor muss die Flächen an die  Stadt übertragen oder sie zu einem niedrigen Preis – Wiese (!) –  verkaufen, denn die zukünftige Nutzung der Hufewiesen wird eine  öffentliche und keine kommerzielle sein. Der Investor darf sich nicht mit überzogenen Preisforderungen gesundstoßen. Die Hufewiesen gehören den Menschen in Dresden!
  • Bürgerbeteiligung:    Die Hufewiesen sind die Lunge von Trachau, Pieschen und Umgebung. Hier müssen alle Akteure noch VOR der Planung mit eingebunden werden. Zunächst müssen der Bedarf und die Möglichkeiten ausgelotet werden. Brauchen wir hier einen Park, eine Ponywiese, einen Kita-Lehrgarten, eine insektenfreundliche Wiese, ein Waldstück, … oder eine Kombination von allem – hier müssen alle Bewohnenden von Trachau, Pieschen und umliegenden Stadtteilen sowie Vereine und Initiativen von Anfang an mit einbezogen werden. Das gehört zu unserem Grundverständnis und so steht es auch in unserem Wahlprogramm
    [https://www.piraten-dresden.de/themen/wahlprogramm/#Partizipativer_Ansatz_bei_der_Stadtraumentwicklung].

–> Die FDP und die Freien Bürger haben auf unsere Anfrage leider nicht geantwortet.

Der aktuelle Stand der Dinge in Sachen Bürgergrün

Es grünt so grün auf den Hufewiesen, und das zieht Zwei- und Vierbeiner, aber auch Vögel, Bienen, Tagfalter an. Das kleine Paradies lebt und gedeiht. Die Verhandlungen über seinen künftigen offiziellen Status und über eine Bebauung auf der Westseite ziehen sich dagegen in die Länge.
Wir fragen etwa alle sechs Wochen sowohl beim Stadtplanungsamt als auch bei den Verantwortlichen auf seiten der ADLER Real Estate AG nach. Beide Seiten bestätigen, daß der Grundkonsens vom März 2018 weiter gilt. Offenbar ist inzwischen auch eine städtebauliche Vereinbarung zwischen der Stadt und der Immobiliengesellschaft unterschrieben worden. Sie sieht vor, daß die Stadt einen Bebauungsplan aufstellt und daß sie dafür die Planer beauftragt, die bisher im Auftrag der ADLER gearbeitet haben.  Auch über den Umfang der Bebauung ist offenbar schon eine Einigung erzielt worden; allerdings wird das noch nicht veröffentlicht. Denn  die beiden Seiten verhandeln noch darüber, wie die neuen Gebäude auf der Westseite der Hufewiesen angeordnet werden sollen.
Sowohl die Verantwortlichen im Stadtplanungsamt als auch die zuständigen Planer haben uns versichert, daß sie so bald wie möglich die Öffentlichkeit in die weitere Planung einbeziehen möchten. Von seiten des Vereins fordern wir hartnäckig immer wieder ein, daß diese Beteiligung möglichst umfangreich und detailliert erfolgen soll.
Wir melden uns wieder, sobald wir Genaueres über die Bebauung und über das weitere Vorgehen erfahren.

Entdeckungstour über die Hufewiesen

Am 04. Mai findet von 14:30 bis 15:45 Uhr eine Entdeckungstour über die Hufewiesen statt. Der Rundgang ist eine Veranstaltung im Rahmen des Langen Tags der StadtNatur, veranstaltet am ersten Mai-Wochenende vom BUND Regionalgruppe Dresden. Besucher können an diesem Tag die Hufewiesen Trachau und deren besondere Geschichte entdecken sowie sich über den aktuellen Stand zu geplanter Bebauung und Erhalt der Fläche als öffentliches Grün informieren.
Das volle Programm zum Langen Tag der StadtNatur wird ab Ende April hier zu sehen sein:
https://www.bund-dresden.de/aktivitaeten/langer-tag-der-stadtnatur/

Rundgang über die Hufewiesen

Rundgang über die Hufewiesen

Erfolgreicher Frühjahrsputz

Frühjahrsputz: Nicht nur die Elb-, nein, auch die Hufewiesen brauchten eine Säuberung – diese haben wir am 06.04.2019 in Angriff genommen. Bei schönstem Sonnenschein trafen sich etwa 20 Aktive, um die Hinterlassenschaften zu entfernen, welche auf den Wiesen nichts zu suchen haben: von alten Reifen, einem Sofa, leeren Flaschen, Zigarettenkippen bis hin zu ganzen Schränken. Jetzt leuchtet das Frühjahrsgrün noch schöner! Vielen Dank an alle Beteiligten!

Fröhliches Müllpicken

Das war eine freudige Überraschung:

Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt betreut auch in diesem Jahr rund zwei Dutzend junger Männer und Frauen während ihres freiwilligen ökologischen Jahres. Der aktuelle Jahrgang hat im September begonnen, und die Freiwilligen trafen sich Mitte November in Dresden zu ihrer ersten Weiterbildungswoche. Die Betreuerinnen in der Landesstiftung haben sich dafür etwas Besonderes einfallen lassen: Das Programm in der Weiterbildung wird von den Jugendlichen selbst gestaltet. Und die hatten sich die Hufewiesen als Programmpunkt ausgesucht!

Und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. So flatterte eine Anfrage von Herrn Klemm, im Stadtbezirksamt Pieschen zuständig für Ordnung und Sicherheit, in das Postfach unseres Vereins. Und so trafen sich die Jugendlichen vor Ort mit dem Leiter des Stadtbezirksamts, Herrn Wintrich, der ihnen persönlich dankte. Nach einer kleinen Einführung durch Anja Osiander vom Hufewiesen-Verein zur Geschichte, zur ökologischen Bedeutung und zu den Plänen für Bebauung und Bürgergrün griffen die jungen Männer und Frauen dann zu. Sie schnappten sich Müllsäcke, Arbeitshandschuhe und Greifer, die das Ordnungsamt bereitstellte, schwärmten aus und pickten mit großem Tempo und Nachdruck allerlei Unrat aus dem Gebüsch. Das Spektrum reichte von Zigarettenschachteln über Kaffeepappbecher und Hundekottüten bis hin zu Wäscheständern und Autoradkappen. Nur eine Stunde brauchten sie, um mehrere Säcke und eine Schubkarre zu füllen.

Der Müll ist jetzt da, wo er hingehört. Die Hufewiesen sehen schöner aus. Die Natur atmet auf; die SpaziergängerInnen tun es auch. Gut so!

Herzlichen Dank an die Landesstiftung und an die Stadtreinigung, vor allem aber an die jungen Öko-Aktivisten! Alles Gute für den weiteren Einsatz im ökologischen Jahr!


Quelle: Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt

80.000 für die Hufewiesen

Gerade hat Oberbürgermeister Hilbert den Entwurf für den Doppelhaushalt der Stadt Dresden für die Jahre 2019/2020 vorgelegt. Es steht soviel Geld zur Verfügung wie noch nie: rund 1.800 Millionen Euro, pro Jahr!

Und trotzdem fehlt etwas:
Der Entwurf enthält (noch) kein Geld für die Hufewiesen!
Weder für den Erwerb von Flächen als öffentliches Grün noch für eine umfassende Beteiligung der Bürger an ihrer Planung und Gestaltung.


****Im Haushalt der Stadt Dresden für die kommenden beiden Jahre fehlt etwas Wesentliches….****

Das können und müssen wir ändern!

  • Unter www.dresden.de/haushalt ist die Onlineversion des vollständigen Haushaltes im PDF-Format zum Download verfügbar, ebenso ein e-Haushalt, der die wichtigsten Positionen leicht verständlich darstellt.
  • Am Mittwoch, 5. September, wird Finanzbürgermeister Lames den Entwurf in einer Bürgerkonferenz vorstellen: um 17 Uhr im Plenarsaal des Rathauses.
  • Alle Einwohner und Einwohnerinnen können bis einschließlich Freitag, 19. September 2018, Einwendungen zum Haushaltsentwurf vorbringen.

Die Einwendungen können per Brief an die Landeshauptstadt Dresden, Stadtkämmerei, Postfach 120020 in 01001 Dresden geschickt werden oder per E-Mail an email hidden; JavaScript is required.
Bitte unbedingt in jedem Fall den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift angeben! Im Übrigen können die Einwendungen formlos gestaltet werden.

Zum Beispiel so:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Herr Finanzbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte,

mir ist es sehr wichtig, daß die Hufewiesen in Alttrachau zu möglichst großen Teilen als öffentliches Grün erhalten bleiben und daß sie von den Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltet werden können.
Der aktuelle Eigentümer, die ADLER Real Estate AG, ist bereit, rund sieben Hektar Wiesen und Wald auf den Hufewiesen zu einem symbolischen Preis an die Landeshauptstadt Dresden zu veräußern.
Es darf nicht sein, daß die Stadt Dresden sich diese Chance entgehen läßt!
Deshalb fordere ich Sie dringend auf, ausreichende Mittel für den Erwerb dieser Flächen und für eine umfassende Bürgerbeteiligung zu ihrer künftigen Gestaltung in den Doppelhaushalt 2019/20 einzustellen!
….

Derzeit schwirrt die Zahl von 80.000 Euro durch die Gänge des Rathauses. Das könnte der symbolische Preis für rund sieben Hektar Grünland oder Wald auf den Hufewiesen sein. Mindestens diese Summe sollte in den Haushalt eingestellt werden!

Alle, die außerdem dafür sind, daß die Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung einbezogen werden, sollten außerdem auch Mittel für die Moderation dieser Beteiligung fordern. Nochmal 80.000 Euro erscheinen reichlich. Sie sind gut angelegtes Geld! Denn je besser es gelingt, die Hufewiesen zu einem Bürgergrün zu machen, um das engagierte Bürgerinnen und Bürger, Jung und Alt, Nachbarn und Naturliebende sich eigenverantwortlich kümmern, desto weniger muß die Stadt an Aufwendungen für die Pflege dieses öffentlichen Grüns veranschlagen…

Auf geht’s!
Schickt Eure Meinung an die Stadtkämmerei!

Gerne auch CC an den email hidden; JavaScript is required!

D-a-n-k-e !

Stadtrat beschließt Aufstellung eines B-Plans

Es war ein ungewöhnlicher Moment im Dresdner Stadtrat. Da standen zwei, die in ihren Rollen anderswo fast immer gegeneinander kämpfen: eine Bürgerin, die Grün bewahren will, und ein Stadtplaner im Auftrag eines Investors. Hier aber ziehen sie an einem Strang und bitten den Stadtrat um Zustimmung für den Kompromiß, den sie in vielen Gesprächsrunden untereinander und mit der Stadtverwaltung sowie mit Vertretern des Stadtrates ausgehandelt haben.

Die handelnden Personen waren Anja Osiander für den Verein Hufewiesen Trachau und Klaus Bielenberg vom Büro Bielenberg Architekten als Vertreter der Eigentümerseite. Beide erhielten am 17. Mai 2018 als Gäste Rederecht im Stadtrat zum Tagesordnungspunkt „V 1934/17 Bebauungsplan Nr. 3028, Dresden-Trachau Nr. 6, Hufewiesen Alttrachau – Aufstellungsbeschluß“.

Die Bürgerin beschrieb in iherer Rede das Verhältnis zwischen Verein und Eigentümer so:
„Wir haben viel miteinander gesprochen, und wir haben gemerkt: Dem Anderen geht es nicht nur um die Durchsetzung der eigenen Interessen – auf Teufel komm raus! Sondern darum, etwas wirklich Gutes zu schaffen. Das war die Grundlage dafür, daß wir Vertrauen zueinander entwickeln konnten und daß wir jetzt gemeinsam vor Ihnen stehen und für diesen Kompromiß werben.“

Der Stadtplaner ergänzte:
„Es hat sogar Spaß gemacht!“

Die Stadträte honorierten das auf ihre Weise:
Ohne Gegenstimmen beschlossen sie, den B-Plan 3028 aufzustellen.


Abstimmung zur Aufstellung des B-3028 für die Hufewiesen: Nur die FDP enthält sich.

Fast sieben Jahre nach den heftigen Protesten vom Sommer 2011 gibt es damit eine neue Planungsgrundlage für die Hufewiesen. Dabei sollen im Westen auf maximal 2,4 ha Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Östlich des Flurstücks 167/4 soll auf etwa sieben Hektar öffentliches Grün entstehen. Damit entspricht der Beschluß des Stadtrates dem Kompromiß, den der Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain am 8. März gemeinsam mit Vertretern des Haupteigentümers des Geländes (ADLER Real Estate AG in Berlin) und Vertretern des Vereins Hufewiesen Trachau als Sprachrohr für die Bewahrung der bäuerlichen Kulturlandschaft auf den Hufewiesen in einer Pressekonferenz vorgestellt hatte.


Die künftige Aufteilung der Hufewiesen laut Aufstellungsbeschluß für den B-3028. Katasterauszug des Stadtplanungsamtes mit Erläuterungen des Hufewiesen Trachau e.V. .

Alle weiteren Einzelheiten werden nun zwischen dem Verein und dem Stadtplanungsamt ausgehandelt. Vertreter des Vereins bleiben eng eingebunden. Auch die Bürger*innen sollen Gehör finden. Alle Interessierten sollen deutlich früher und deutlich umfangreicher Einblick in die Planungen bekommen, als das gesetzlich vorgeschrieben ist. Das ist dem Eigentümer wichtig, denn die bisherige Erfahrung hat gezeigt: Je offener die Gespräche schon im Vorfeld laufen, desto schneller kommt auch eine Einigung zustande. Unser Verein und die Planer und Verantwortlichen von ADLER wollen gemeinsam einen Vorschlag entwickeln, wie diese umfassende Bürgerbeteiligung konkret organisiert werden kann.

Die weitere Zeitplanung sieht so aus:

  • Ende August 2018 beraten die Umweltbürgermeisterin, der Verein und der Haupteigentümer darüber, wie die Bürgerbeteiligung zur Gestaltung des künftigen Bürgergrüns organisiert werden kann.
  • Bis Ende des Jahres 2018 soll die Feinplanung für den Bebauungsplan stehen, so daß ein Entwurf öffentlich ausgelegt werden kann.
  • Dann schließen sich die Auswertung aller Stellungnahmen von Bürger*innen, Anliegern und Trägern öffentlicher Belange an.
  • Schließlich beschließt der Stadtrat den Bebauungsplan, und ADLER und die Stadt einigen sich über die Übertragung der Grundstücke für das öffentliche Grün auf den Hufewiesen an die Stadt.

Im Moment rechnen wir damit, daß wir den ganzen Prozeß bis Mitte 2020 abgeschlossen haben werden, also in etwa zwei Jahren.

Hier zeigt sich mal wieder: „Gut Ding will Weile haben!“ Wir schaffen hier etwas, was die Stadtteile rund um die Hufewiesen für die kommenden Generationen prägen wird. Immerhin sind wir ja schon sieben Jahre unterwegs…

*************
Übrigens:

  • Die Debatte im Stadtrat zu diesem Beschluß ist auf Video dokumentiert (Achtung, Bildübertragung beginnt erst nach 13 Sekunden. Gesamtdauer: 38 Minuten, Beitrag des Vereins gleich zu Beginn).
  • Die Rede von Anja Osiander gibt es auch zum Nachlesen.
  • Dokumente zum B-3028 im Ratsinformationssystem

Übern Zaun geblickt: Petition für Leipziger Bahnhof !

Dresden entwickeln – aber wie?
Diese Frage stellt sich nicht nur an den Hufewiesen, sondern sehr kontrovers und folgenschwer auch am alten Leipziger Bahnhof. Eine neue Initiative fordert jetzt, endlich den B-Plan aufzuheben, der bislang vorsieht, das Gelände weitgehend zu planieren und dort einen Großmarkt mit eintausend Parkplätzen zu errichten. Erste Aktion der Initiative „Wohnen am Leipziger Bahnhof“ ist eine online-Petition an den Stadtrat. Noch bis zum 23. Oktober kann man unterschreiben!

Wohlgemerkt: Es geht um ein Gelände, das die historischen Reste des ersten Fernbahnhof Deutschlands beherbergt. Ein Gelände, das nah am Zentrum und an der Elbe viel Platz für neue Urbanität bietet. Ein Gelände, das gerade durch seine Geschichte architektonisch neue Geschichten schreiben könnte.
Ähnlich wie bei den Hufewiesen geht es am alten Leipziger Bahnhof darum, den eigentlichen Wert eines Stückes der Stadt zu bergen. Künftige Generationen werden es uns danken!

Stadtrat beschließt Erhalt der Hufewiesen

11.5.2017 im Dresdner Stadtrat. Kati Bischoffberger bringt den Antrag zum Erhalt der Hufewiesen ein. Quelle: Mitschnitt der Landeshauptstadt Dresden (mit freundlicher Genehmigung von Frau Bischoffberger).

Am Donnerstag, 11. Mai 2017, hat der Rat der Landeshauptstadt Dresden mit einer Mehrheit von 38 Stimmen den Oberbürgermeister beauftragt, die Hufewiesen als öffentliches Grün zu entwickeln. Um das abzusichern, soll die Verwaltung bis Ende Juli einen Entwurf für einen entsprechenden B-Plan erarbeiten.

B-Plan steht eigentlich für „Bebauungsplan“. Hier aber soll ein Bebauungsplan entworfen werden, der vorschreibt, daß eben nichts gebaut wird.

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Endlich gibt es einen politischen Beschluß in Dresden zur Zukunft der Hufewiesen. Hurra!
Vielen Dank an die Stadträte, die das beschlossen haben! Insbesondere an Kati Bischoffberger! Sie wirkt seit 2015 mit einem Mandat der GRÜNEN für Pieschen im Stadtrat und hat den Antrag eingebracht.

Was aber sagt der Haupteigentümer der Hufewiesen dazu? Wie reagieren jetzt die Verantwortlichen der ADLER Real Estate AG aus Berlin?

Ein B-Plan ist das Instrument, um eine städtebauliche Zielsetzung abzusichern. Das ist eine große Errungenschaft in Deutschland. Hier gilt eben nicht: Wer besitzt, bestimmt. Vielmehr werden die Interessen von Einzelnen und die Interessen der Allgemeinheit sorgfältig abgewogen. Deshalb ist es ein komplizierter Prozeß, einen B-Plan aufzustellen. Wenn er beschlossen ist, sind die Eigentümer aller betroffenen Grundstücke daran gebunden.
So weit, so gut.
Ein B-Plan kann einen Eigentümer aber nicht dazu zwingen, irgendetwas mit seinem Grundstück zu tun. Für die Hufewiesen bedeutet das: Jetzt geht die Arbeit erst richtig los. Die Suche nach einer Einigung mit der ADLER Real Estate. Mit dem Beschluß des Stadtrates haben die verantwortlichen Bürgermeister und die Fachleute in der Stadtverwaltung dafür jetzt ein starkes Mandat bekommen.

Wir vom Verein Hufewiesen Trachau werden diese Suche nach einer Lösung nach Kräften unterstützen. Am 29. Mai sind wir zum nächsten Gespräch mit den Vertretern der ADLER Real Estate verabredet. Drückt uns die Daumen!

Nach sechs Jahren des Ringens rückt eine Lösung für die Hufewiesen in greifbare Nähe. Kann ich etwas beitragen?

Na klar! Das ist gar nicht schwer.

  • Kommt zum Trachenfest am 20. Mai auf die Hufewiesen! Feiert die Wiesen!
  • Beim Trachenfest wird es einen Info-Stand geben. Sagt Eure Meinung; informiert Euch!
  • Ideen, Infos, Eindrücke austauschen: gerne auch auf unserer facebook-Seite.
  • Jetzt ist ein schöner Moment zum Mitglied Werden bei den Freunden der Hufewiesen. Wir freuen uns auf Dich!

EIN FRÖHLICHES TRACHENFEST !
UND VIEL SCHUB FÜR DIE NÄCHSTEN SCHRITTE !

wünschen
die Aktiven vom Hufewiesen Trachau e.V.

Weitere Infos:

Perspektivenwechsel – Bericht vom Seminar am 17. Januar

Vision trifft Handwerk. So hatten wir das Tagesseminar „Fundraising für die Hufewiesen“ am 17. Januar angekündigt. Und so war’s auch. Ein Dutzend Menschen mit Begeisterung für die Hufewiesen trafen einen Experten für fundraising mit Jahrzehnten Erfahrung. Seine Fragen und Hinweise öffneten neue Blickwinkel, neue Kategorien, um die Rettung der Hufewiesen zu denken.

Perspektivenwechsel – angestiftet von dem Geschäftsführer der Agentur probono berlin, Mathias Kröselberg, am 17. Januar 2015 beim Hufewiesen-Tagesseminar

Perspektivenwechsel – angestiftet von dem Geschäftsführer der Agentur probono berlin, Mathias Kröselberg, am 17. Januar 2015 beim Hufewiesen-Tagesseminar

„Anspruchsgruppen.“ „Unsere Identität.“ „Der Dreiklang aus Bekanntheit der Hufewiesen, Sympathie für die Hufewiesen und Unterstützung für die Hufewiesen.“ „Wie gewinnen wir Aufmerksamkeit?“ „Was ist rechtlich die zweckmäßigste Form, um Kapital für den Erwerb der Hufewiesen zusammenzutragen?“ „Wer kann uns dabei helfen, und wie?“
Am Ende des Tages konnten wir den Weg sehen. Wir konnten die vielen kleinen Schritte sehen, die uns und viele andere Menschen zusammenführen werden, um gemeinsam dafür zu sorgen, daß die Hufewiesen als Kleinod mitten in Dresden erhalten bleiben.
Der Weg fängt bei uns selbst an. In den kommenden Wochen organisieren wir den Verein neu. Wir sichten all das, was wir an Erfahrungen und Material zusammengetragen haben seit der Gründung der Bürgerinitiative im Sommer 2011. Und wir fragen nach, wie andere uns sehen.
Die Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für den nächsten großen Schritt, hin zur konkreten Kampagne. Aus der Analyse heraus können wir gezielt Aktionen entwerfen, um die Hufewiesen bekannter zu machen, um Sympathie für dieses Kleinod zu wecken und um Brücken anzubieten, damit die Sympathie sich auch in aktiver Unterstützung ausdrücken kann.
Ein Kreis von etwa einem Dutzend Aktiver bildet den harten Kern für dieses Unternehmen. Es ist ein Abenteuer für alle, die dabei sind. Und eine Chance, daran zu wachsen. Wir tun das, weil wir wissen: Die Hufewiesen sind es wert!

Das findet auch der Experte. Und er handelt entsprechend: Mathias Kröselberg wird sein Honorar für das Tagesseminar an den Verein zurückspenden! Dieser Vertrauensbeweis spornt uns an. DANKE!

Eigentlich… will ich da vielleicht dabei sein?
Wenn diese Frage jetzt aufblitzt, dann empfehle ich: nachhaken! Es gibt viele Wege und Formen, bei der Rettung der Hufewiesen dabei zu sein: email hidden; JavaScript is required.