Auftakt zur Gestaltung der künftigen Hufewiesen

An einem Freitagabend im späten November 2019 begann etwas Neues für die Hufewiesen. Im Festsaal des „Goldenen Lamms“, dem historischen Gasthaus und früheren Puppenspieltheater, heute Sitz der Freien Evangelischen Gemeinde, versammelten sich am 22.11. etwa sechzig Menschen, um darüber zu sprechen, was aus den Hufewiesen werden kann, wenn der aktuelle Vorschlag für einen Bebauungsplan in die Tat umgesetzt wird.

Der Gestaltungsplan für die künftigen Hufewiesen als Vorentwurf, Stand November 2019. Quelle: Stadtplanungsamt Dresden.

Der Plan mit der Nummer 3028 sieht vor, den größeren östlichen Teil der Hufewiesen von Bebauung freizuhalten und als öffentliches Grün zu widmen. Das umfaßt die Waldstücke und offenen Flächen zwischen dem Ende der Pettenkoferstraße im Südwesten und der kleinen Gaußstraße im Osten; insgesamt etwa sieben Hektar Land.

Wir sprechen hier von Land, das vor mehr als 700 Jahren urbar gemacht wurde; wo man Weinbau trieb, Ackerbau, Gartenbau. Land, das in viel früheren Zeiten einmal das Flußbett für die Elbe gewesen ist. Land, das heute von verwilderten Gärten und kleinen Waldstücken geprägt ist. Land, das seit bald zehn Jahren die Gemüter bewegt. Wieviel soll man bewahren? Wieviel soll man städtisch entwickeln?

Vielleicht ist es die besondere Aura, welche die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung veranlaßte,  hier etwas Neues zu wagen. Die Planungen sollen nicht im stillen Kämmerlein von Fachleuten entwickelt werden. Sie sollen im offenen Gedankenaustausch mit den Menschen entstehen, welche die Hufewiesen aus eigener Erfahrung kennen, lieben und nutzen wollen.

So ein Gedankenaustausch funktioniert nicht von selbst. Damit  alle Beteiligten mitgenommen werden und damit aus vielen Gedanken auch konkrete und durchdachte Vorschläge entstehen, braucht es eine kluge Moderation. Dafür hat die Stadtverwaltung das Planungsbüro „StadtLabor“ aus Leipzig engagiert. Deren Geschäftsführer Fritjof Mothes brachte durch geschickte Fragen, durch Freundlichkeit und Anteilnahme tatsächlich einen vielseitigen Perspektivwechsel zustande. Aus drei Ämtern – Stadtplanung, Stadtgrün und Umwelt – waren jeweils mehrere Verantwortliche anwesend und erläuterten ihre fachliche Sicht in kurzen Beiträgen und gut verständlichen Worten. Große Pläne im hinteren Teil des Saales veranschaulichten dichte Informationen. Die Bürgerinnen und Bürger sprachen frei von der Leber weg und aus dem Herzen. Es entstand eine positive Grundstimmung; zu spüren waren das Ringen um gegenseitiges Verstehen und  das gemeinsame Schauen auf die Hufewiesen.

Einen Höhepunkt des Abends bildeten die Ausführungen von Robin Kühn vom Umweltamt zu Lebensräumen und Artenvielfalt auf den Hufewiesen. Ein Artenschutzgutachten soll bis zum Ende des Jahres fertig sein. Sobald genauer feststeht, wie die Bebauung im Westen der Hufewiesen aussehen soll, wird das Umweltamt eine Stellungnahme zu den Umweltbelangen der geplanten Entwicklung abgeben. Darin wird genau erläutert werden, wie die Entwicklung sich im Einzelnen auf Pflanzen, Tiere, Lebensräume, Bodenleben, Wasserhaushalt und städtisches Mikroklima auswirken wird und welche Maßnahmen zum Ausgleich dieser Eingriffe erfolgen sollen.

Aus den Beiträgen aus dem Publikum, aber auch von seiten der Fachleute wurde schnell ein großes Problem deutlich: Die Wünsche, die sich von verschiedenen Seiten auf das künftige öffentliche Grün richten, sind zu groß für diese kleine Oase. Erholen soll man sich können, Sport treiben, spielen, den Hund ausführen. Zugleich sollen Lebensräume und Rückzugsorte für Pflanzen und Tiere erhalten bleiben. Ein Schaugarten, eine Arche Noah, Landbau entlang der Strukturen der ehemaligen Hufen erscheinen erstrebenswert. Ein grünes Stadtteilzentrum mit Platz für Feste und Beisammensein unter freiem Himmel wäre schön. Und die freie Schule, die an der Pettenkoferstraße entstehen soll, braucht noch einen Schulhof. Wie bekommen wir das zusammen? Wie gewichten wir es? Welche Absprachen sind notwendig, damit die gewünschten Nutzungen Wirklichkeit werden?

All diese Fragen stellen sich erst nach und nach. Im Moment geht es vor allem darum, die Vielfalt der Wünsche und des Bedarfs zu erfassen und zu verstehen, welche Eigenschaften die künftigen Hufewiesen haben sollen. Die wesentlichen Aussagen dazu sollen dann in dem Grünordnungsplan festgehalten werden, den die Verwaltung im Zuge des Verfahrens zur Aufstellung eines rechtskräftigen Bebauungsplans für die Hufewiesen formlieren wird und über den dann auch der Stadtrat entscheiden wird.

Die Mitarbeiter des StadtLabors werden alle Beiträge des Abends aufbereiten und für die weiteren Schritte zur Verfügung stellen. Im Januar soll eine Befragung folgen, die sich gezielt an verschiedene mögliche Nutzergruppen für die Hufewiesen richtet. Im späteren Frühjahr soll es außerdem weitere Ideenwerkstätten geben. Unser Verein ist in die weitere Planung eingebunden. Wir werden laufend weiter über diesen Beteiligungsprozeß informieren.

Herzliche Einladung: Alle, die Ideen für die künftigen Hufewiesen haben und an den weiteren Schritten dieser Beteiligung teilnehmen möchten, können sich gerne einfach melden unter email hidden; JavaScript is required.

Wir danken allen Beteiligten aus den verschiedenen Ämtern für ihr Engagement und den Mitarbeitern des Büros StadtLabor für die umsichtige Gestaltung dieses Auftaktes!

 

Erfolgreicher Frühjahrsputz

Frühjahrsputz: Nicht nur die Elb-, nein, auch die Hufewiesen brauchten eine Säuberung – diese haben wir am 06.04.2019 in Angriff genommen. Bei schönstem Sonnenschein trafen sich etwa 20 Aktive, um die Hinterlassenschaften zu entfernen, welche auf den Wiesen nichts zu suchen haben: von alten Reifen, einem Sofa, leeren Flaschen, Zigarettenkippen bis hin zu ganzen Schränken. Jetzt leuchtet das Frühjahrsgrün noch schöner! Vielen Dank an alle Beteiligten!

24.3.2018 Dokumentation zur Bürgerversammlung

Dokumente zur Bürgerbeteiligung für ein Bürgergrün auf den Hufewiesen, Stand 24. März 2018

  1. Konzept des Vereins, 2014 (pdf)
  2. Ideen von Nachbarn, 2017/18 (pdf):
    1. Katrin Schneider
    2. Linda Stüwe
    3. Michael Hecht
  3. 30-Sekunden-Diaschau zum Wandel der Hufewiesen 1775 bis 2018:

  4. Die Hufewiesen aus der Sicht der Stadtverwaltung, März 2018 (pdf)
  5. Erfolgreiche Bürgerbeteiligung – Überlegungen des Stadtplaners Hermann Sträb (pdf)
  6. Wünsche aus dem Publikum (1): Notizen auf dem Katasterplan (pdf)
  7. Wünsche aus dem Publikum (2): Protokoll von Redebeiträgen (pdf)

Bürgergrün- Wir sind unterwegs

24. März 2018 – Bei mildem Frühlingswetter finden rund 80 Menschen den Weg in den großen Saal im Goldenen Lamm, um mehr darüber zu erfahren, wie die Hufewiesen zu einem Bürgergrün werden können. Ihnen werden ein köstliches Buffet und spannende Gedanken geboten. Nach drei kurzweiligen Stunden können wir sagen:

Hufewiesen Bürgergrün – wir kommen!

Impressionen von der Bürgerversammlung zu einem künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen
am 24. März 2018.

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Prominente Gäste teilten die Neugier von Anwohnern, Lokalpolitiker*innen und Naturliebenden:

  • Einleitend erläuterte Herr Bergander als Vertreter der ADLER Real Estate die Hoffnungen und Einschätzungen des aktuellen Haupteigentümers der Hufewiesen. Er erklärte seine Bereitschaft, auch an den weiteren Schritten bei der Gestaltung des Bürgergrüns mitzuwirken.
  • Anschließend stellte die Dresdner Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen die Sicht der Stadtverwaltung auf die Hufewiesen vor. Sie zeigte sich offen für eine umfassende Bürgerbeteiligung und für neue Formen von Nutzungsvereinbarungen.
  • Zum Ausklang gab uns der Stadtplaner Hermann Sträb seine Erfahrungen zu den Voraussetzungen für gelingende Bürgerbeteiligung mit auf den Weg.

Den Kern des Nachmittags bildeten konkrete Ideen zur Gestaltung. Von seiten des Vereins wurde das Konzept noch einmal präsentiert, das eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten und engagierten Bürger*innnen 2014 auf der Grundlage der vom Verein organisierten Bürgerbefragung zur Zukunft der Hufewiesen entwickelt hatte. Katrin Schneider, Linda Stüwe und Michael Hecht stellten als Nachbarn ihre Visionen vor und erläuterten sie in einer ausführlichen Pause außerdem an Stellwänden im direkten Gespräch.

Die Zuhörenden nutzten die Gelegenheit, auf einem Katasterplan eigene Wünsche zu notieren.

Wünsche aus dem Publikum für das Bürgergrün auf den Hufewiesen.

All diese Inhalte haben wir dokumentiert in Wort und Bild und in einem eigenen Verzeichnis abgelegt.

Und wie geht es nun weiter?

  • Wir runden die Dokumentation ab durch einen Videomitschnitt. Damit haben wir den professionellen Dokumentar- und Werbefilmer Sebastian Both beauftragt. Der Mitschnitt und die weiteren Dokumente dienen als Grundlage für die nächsten Schritte in der Bürgerbeteiligung hin zu einem Bürgergrün.
  • Die Federführung für die weitere Bürgerbeteiligung liegt bei der Stadt, genauer gesagt bei der Umweltbürgermeisterin. Mit ihr werden wir besprechen, wie das Verfahren konkret gestaltet werden kann.

Wie lange wird es dauern, bis das Bürgergrün Wirklichkeit ist?
Wenn alles gut läuft, rechnen wir mit etwa zwei Jahren. Einerseits muß das Verfahren für die Schaffung von Baurecht für den Eigentümer erfolgreich abgeschlossen werden. Andererseits braucht es auch Zeit, um alle Belange und Interessen an dem künftigen Bürgergrün mit Umsicht und Bedacht auszuhandeln. Je sorgfältiger das im Vorfeld geschieht, desto weniger Streit wird es nachher bei der Nutzung der Hufewiesen geben.

Schritte im Verfahren für einen Bebauungsplan und für die Schaffung eines Bürgergrüns auf den Hufewiesen, Stand März 2018.

Noch fünf Tage bis zur Bürgerversammlung

Sechsmal werden wir noch wach… Dann ist es soweit.

Am Sonnabend, 24. März, öffnen sich die Türen des großen Saals im Goldenen Lamm am Anger von Alttrachau zur ersten Bürgerversammlung für das künftige Bürgergrün auf den Hufewiesen.

Moment mal! Die erste Versammlung? Es gab doch schon einige vorher: Im Januar 2012, als sich der Verein Hufewiesen Trachau gründete. Im Herbst 2013 dann eine Fachveranstaltung mit Landschaftsplanern zum Wert der Hufewiesen und zwei Ideenwerkstätten. Im Januar 2014 die Abschlußveranstaltung zur Bürgerbefragung über die Zukunft der Hufewiesen, mit Uwe Steimle als Überraschungsgast. Im Juli 2014 die Vorstellung der Vorschläge des Vereins für ein künftiges Bürgergrün…

Ja, aber: Diese Versammlung ist die erste, nachdem der Stadtrat im Mai 2017 mit den Stimmen der Fraktionen der SPD, Bündnis90/GRÜNE und LINKE den Grundsatzbeschluß faßte, daß auf den Hufewiesen öffentliches Grün entstehen sollte. Es ist außerdem die erste Versammlung, nachdem am 8. März 2018 der aktuelle Haupteigentümer der Hufewiesen zusammen mit dem Baubürgermeister Herrn Schmidt-Lamontain die Grundzüge einer Einigung zur Zukunft der Hufewiesen öffentlich vorgestellt hat.

Anders ausgedrückt: Es ist die erste Versammlung, bei der der Erhalt der Hufewiesen tatsächlich mehr ist als nur eine schöne Idee. Wir können auf Vorgaben der politisch Verantwortlichen und des Haupteigentümers aufbauen.

Jetzt haben Sie und wir das Wort: Was für ein Grün wollen wir?

Daß es eine solche Versammlung gibt, ist durchaus etwas Besonderes. Nirgendwo in Dresden, Sachsen oder anderswo in der Bundesrepublik hat es eine ähnliche Herangehensweise zur Gestaltung von öffentlichem Grün in dieser Größenordnung bis jetzt gegeben. Wir wagen gemeinsam etwas Neues.

Deshalb: Laßt Euch / Lassen Sie sich das nicht entgehen!

Das haben wir geplant:

  1. Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und
    Kommunalwirtschaft:
    Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen
    Nutzungsvereinbarung
    (Vortrag/Diskussion)
  2. Vorschläge aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
    (Offene Runde, mit Stärkung am Buffet)
  3. Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung/Dresden:
    Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der
    Hufewiesen als Bürgergrün?
    (Thesen/Erfahrungsaustausch/Diskussion)

Die Themen deuten es schon an: Dies wird die erste und noch lange nicht die letzte Versammlung bei der Gestaltung der Hufewiesen als künftiges Bürgergrün sein. Wie es weitergeht, auch das werden wir an diesem Sonnabend gemeinsam festlegen – zusammen mit der Umweltbürgermeisterin als federführender Verantwortlicher auf seiten der Stadtverwaltung und mit dem erfahrenen Moderator von Beteiligungsverfahren Hermann Sträb.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Kinder können gerne mitkommen und derweil unter Aufsicht spielen.

Wir freuen uns auf Sie und auf Euch!

Dritter Vorschlag zum Bürgergrün

Hier kommt Teil Drei unserer losen Folge von Vorschlägen für das künftige Bürgergrün auf den Hufewiesen!

Im August 2018 will die neue Kulturwerkschule in einem provisorischen Schulgebäude an der Ecke Leipziger Straße/Pettenkoferstraße den Betrieb aufnehmen. Damit bekommen die Hufewiesen einen neuen, sehr interessanten und lebendigen Nachbarn. Der künftige Schulleiter Michael Hecht ist zugleich im Verein Hufewiesen Trachau aktiv und hat sich schon seit längerem Gedanken darüber gemacht, wie die Schule und das Grün zusammenwirken könnten.

Schauen Sie selbst und lassen Sie sich anregen:

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Die Hufewiesen als grünes Stadtteilzentrum – Vorschläge der Kulturwerkschule Dresden

von Michael Hecht

>>>Gesamte Präsentation anschauen<<<

Bisher erschienen:

EINIGUNG !

Ja, es stimmt.

Es gibt einen Kompromiß zur künftigen Entwicklung der Hufewiesen. Auf einer Pressekonferenz am 8. März 2018 ist er bekanntgegeben worden.

  • Die ADLER Real Estate AG hat sich öffentlich dazu bekannt, die Flächen im Osten der Hufewiesen nicht zu bebauen, sondern sie an die Stadt zu übertragen, damit dort öffentliches Grün entstehen kann.
  • Die Stadt, vertreten durch den Baubürgermeister und durch Stadträte der Mehrheitsfraktionen, hat sich öffentlich dazu bekannt, auf den Grundstücken der ADLER Real Estate im Westen der Hufewiesen Baurecht zu schaffen.

Die Einzelheiten der Bebauung müssen noch ausgehandelt werden. Fest steht bis jetzt nur der Verbrauch an Land: Maximal 1,6 Hektar dürfen für Wohnen bebaut werden. Dazu kommen maximal 0,8 Hektar für „nichtstörendes“ Gewerbe.

Den besten Bericht in den Medien dazu findet man auf dem Portal „Pieschen aktuell“ von Winfried Schenk.
Herr Schenk hat sich auch die Mühe gemacht, die Einigung entlang der Flurstücksgrenzen im Themenstadtplan zu veranschaulichen. So sieht sie im Grundsatz aus:

Links der grünen Linie darf Adler Real Estate bauen – rechts davon werden die Hufewiesen öffentliches Grün. Grafik: Themenstadtplan / W. Schenk

Wir freuen uns, daß ein großer Teil der Hufewiesen erhalten bleibt!

Aber die Arbeit ist noch nicht zuende. Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail. Wir wollen wachsam begleiten, wie jetzt die Einzelheiten der Bebauung ausgehandelt werden. Und wir wollen dafür sorgen, daß im Osten der Hufewiesen ein besonderes öffentliches Grün ensteht. Die bäuerliche Kulturlandschaft soll erkennbar bleiben. Zugleich sollen möglichst viele Interessen von möglichen Nutzern in die Gestaltung einfließen.

Dies sind die nächsten Meilensteine:

  • Sonnabend, 24. März, 15 bis 18 Uhr
    Bürgergrün auf den Hufewiesen: So geht’s!
    Bürgerversammlung im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220
  • Dienstag, 10. April, ab 18 Uhr
    Öffentliche Vorstellung und Diskussion der Vorlage zum Bebauungsplan B-3028
    (= Kompromiß für die Hufewiesen)
    Ortsbeirat Pieschen, Rathaus Pieschen, Bürgerstraße 63 (II. Stock)

Bürgergrün – noch ein Vorschlag!

Wir sagen es gerne immer wieder:

Im Verein Hufewiesen Trachau bereiten wir den Moment vor, in dem die Hufewiesen wirklich als Bürgergrün zur Verfügung stehen werden.

Unser Wunsch und unser Anspruch ist, daß alle Menschen, die es interessiert und die sich einbringen wollen, die Möglichkeit bekommen, dieses Stückchen Erde mitzugestalten.

Deshalb stellen wir in loser Folge kleine Präsentationen von Nachbarn vor, die sich schonmal der Frage gestellt haben: Was könnte denn aus den Hufewiesen werden?

Den Anfang machte am 29.12.2017 ein Beitrag von Katrin Schneider mit dem Titel „Hufewiesen Trachau: Zurück zu unseren Wurzeln, mit ein wenig Moderne – Ideen und Visionen einer Nachbarin“.

Heute stellen wir die Ideen von Linda Stüwe vor. Sie hat im zarten Alter von zwei Jahren zum ersten Mal auf einem Pferderücken gesessen und sich die Leidenschaft dafür bis heute bewahrt. Im Mittelpunkt ihres Beitrags steht die Frage: Wie können wir langfristig und nachhaltig ein Naturerleben auf den Hufewiesen für möglichst viele verschiedene Menschen ermöglichen? In ihrer Antwort spielen auch Ponies eine Rolle…

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Natur(er)leben Hufewiesen

von Linda Stüwe

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Ideen von Linda Stüwe zum künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Mehr zu diesem Vorschlag und dazu, wie ein Bürgergrün auf den Hufewiesen überhaupt Wirklichkeit werden kann, kann man erfahren auf einer Bürgerversammlung, organisiert vom Verein Hufewiesen Trachau, am Samstag, 24. März 2018 im Großen Saal im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220 (mit Kinderbetreuung). Zwischen 15 und 18 Uhr sind geplant:

  1. Vortrag mit Diskussion von Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und Kommunalwirtschaft: Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen Nutzungsvereinbarung
  2. Offene Runde mit Vorschlägen aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
  3. Vortrag mit Diskussion von Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung (Dresden), Experte für Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung: Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der Hufewiesen als Bürgergrün?

Bürgergrün! So könnte es aussehen

Im Januar 2018 feiert unser Verein seinen sechsten Geburtstag. Das verflixte siebente Jahr wird nun hoffentlich einen Durchbruch bringen. Stadt und Haupteigentümer einigen sich auf einen Kompromiß, und ein möglichst großer Teil der Hufewiesen wird zum öffentlichen Grün…

Das ist die Vision, für die wir uns seit langem einsetzen. Dafür werden wir uns auch weiter mit Herz und Verstand engagieren.

Was aber tun wir konkret?

  • Wir begleiten die Verhandlungen zwischen Stadtplanungsamt, Stadträten und Vertretern der ADLER Real Estate AG.

Wir führen mit allen Seiten Gespräche, tauschen Informationen aus, geben Anregungen, machen Vorschläge, bieten Unterstützung, soweit es in unserer Macht steht. Manchmal ist es erstaunlich, wieviel sich bewegen läßt allein mit gutem Willem und gegenseitigem Respekt, aber auch mit Hartnäckigkeit und einer Prise Sachverstand.

  • Wir bereiten den Moment vor, in dem die Hufewiesen wirklich als Bürgergrün zur Verfügung stehen werden.

Unser Wunsch und unser Anspruch ist, daß alle Menschen, die es interessiert und die sich einbringen wollen, die Möglichkeit bekommen, dieses Stückchen Erde mitzugestalten. Und zwar nicht einfach in Form einer üblichen Bürgerbeteiligung nach den gesetzlichen Vorgaben, wo die Stadt ein Planungsbüro beauftragt und dann alles Weitere den Mitarbeitern im Amt für Stadtgrün aufgetragen wird.
Wir stellen uns vor, daß die Hufewiesen von Bürgerinnen und Bürgern gestaltet werden – in offenem Meinungsaustausch, mit eigenem Einsatz und nicht nur einmal, sondern immer wieder aufs Neue. Als gelebte Demokratie eben. Auch hier sollen guter Wille, gegenseitiger Respekt, Hartnäckigkeit und Sachverstand zum Tragen kommen – gepaart mit Tatkraft.

Das ist der Grund, warum wir von einem „Bürgergrün“ auf den Hufewiesen sprechen – statt einfach von „öffentlichem Grün“.

Wie man so eine Beteiligung der Bürger an den Hufewiesen organisieren kann, das wollen wir bei einem Bürgergespräch im Frühjahr vorstellen und mit Ihnen und Euch diskutieren. Zur Vorbereitung darauf treffen wir uns im Januar mit einem Fachmann und mit der Umweltbürgermeisterin. Danach werden wir Genaueres dazu sagen können.

Es gibt aber Menschen, die sich schon jetzt Gedanken machen. Menschen, die an den Hufewiesen leben und vor deren innerem Auge Bilder aufgetaucht sind, was hier alles werden könnte, wenn das Grün den Menschen zugänglich wäre. Wir haben sie gebeten, diese Bilder aufzubereiten, damit wir alle sie auch sehen können. Wir freuen uns, diese kleine Reihe heute eröffnen zu können.

Hufewiesen Trachau proudly presents:

Hufewiesen Trachau: Zurück zu unseren Wurzeln, mit ein wenig Moderne – Ideen und Visionen einer Nachbarin

von Katrin Schneider

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Ideen von Katrin Schneider zum künftigen Bürgergrün auf den Hufewiesen

>>> Gesamte Präsentation ANSCHAUEN <<<

Aktualisierung vom 19. Februar 2018:
Mehr zu diesem Vorschlag und dazu, wie ein Bürgergrün auf den Hufewiesen überhaupt Wirklichkeit werden kann, kann man erfahren auf einer Bürgerversammlung, organisiert vom Verein Hufewiesen Trachau, am Samstag, 24. März 2018 im Großen Saal im Goldenen Lamm, Leipziger Straße 220 (mit Kinderbetreuung). Zwischen 15 und 18 Uhr sind geplant:

  1. Vortrag mit Diskussion von Eva Jähnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden für Umwelt und Kommunalwirtschaft: Planungsziele der Stadt für die Hufewiesen und Grundsätzliches zu einer möglichen Nutzungsvereinbarung
  2. Offene Runde mit Vorschlägen aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines künftigen Bürgergrüns
  3. Vortrag mit Diskussion von Hermann Sträb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung (Dresden), Experte für Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung: Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der Bürger bei der Gestaltung der Hufewiesen als Bürgergrün?

Neue Strategie

Was wir wollen, das wissen wir schon länger: Ein Bürgergrün auf den Hufewiesen. Das war das Ergebnis der Bürgerbefragung 2013 und unseres Konzepts 2014.

Nun wissen wir auch genauer, wie wir das (erreichen) wollen. Ein Jahr lang haben wir dazu diskutiert, recherchiert, mit Profis beraten, Pläne geschmiedet und verworfen. Schließlich hat sich folgender Kern für unsere neue Strategie herausgeschält.

  1. Wir geben bis auf Weiteres kein eigenes Kaufangebot für die Hufewiesen ab.
  2. Wir konzentrieren uns darauf, für die Hufewiesen zu werben. Und darauf, zu zeigen, wie die Hufewiesen als Bürgergrün gestaltet und bewirtschaftet werden können, und zwar ohne Aufwand für die Stadt. Auf diese beiden Ziele richten wir künftig auch unser Jahresprogramm aus.
  3. Wir straffen die interne Organisation des Vereins.

Dieser Rahmen ist bescheiden, aber tragfähig. Wir entscheiden uns für ein langsames Wachsen, für kleine Schritte und dafür, Raum zu lassen für neue Mitstreiter und Ideen.

Und was wird aus der Kampagne? Die Kampagne zur Errichtung einer Stiftung für die Hufewiesen, an der wir so lange getüftelt haben?

Die Idee bleibt auf dem Tisch. Aber uns ist klar geworden: Das kann erst ein übernächster Schritt sein. Vorher geht es um eine Veränderung bei uns selbst. Wir wollen den Hufewiesen-Verein so entwickeln, daß daraus tatsächlich eine lebendige Organisation wird, die für eine Idee einsteht. Das ist die entscheidende Voraussetzung, um tatsächlich erfolgreich große und kleine Unterstützer für den Traum von den Hufewiesen als Bürgergrün.

Die neue Strategie gibt den Menschen, die sich für die Hufewiesen einsetzen, Luft zum Atmen. Wir können unsere Energie jetzt in die Planung für 2016 stecken. Lobbyarbeit… Trachenfest… Zugänge schaffen zum Erleben der Hufewiesen… Konzepte entwickeln für ihre Pflege…

Es wird nicht langweilig werden.