Freiräume in Dresden

Freiräume in Dresden werden knapp. Das merken wir nicht nur auf den Hufewiesen. In den vergangenen Monaten sind zwei großen selbstorganisierten Kulturprojekten die Räume gekündigt worden, nämlich dem Friedrichstadtzentral e.V. und dem Freiraum Elbtal e.V. auf dem ehemaligen Fabrikgelände zwischen Puschkinplatz und Elbe. Die Kündigung für den Freiraum Elbtal schmerzt besonders, weil eine andere Nutzung des Geländes auf absehbare Zeit nicht vorgesehen ist.

Umsonst aufgeräumt im Fabrikgelände am Puschkinplatz - jetzt wollen die Eigentümer das Gelände wiederhaben.

Umsonst aufgeräumt im Fabrikgelände am Puschkinplatz – jetzt wollen die Eigentümer das Gelände wiederhaben.

Als Reaktion auf diese Entwicklung hat sich jetzt eine Interessengemeinschaft Freiräume als Zusammenschluß von nichtkommerziellen kreativen Stadtteilprojekten in Dresden gebildet. Sie beschreibt sich selbst so:

Am vergangenen Sonntag, dem 24. Februar 2013, fand in der Motorenhalle in Dresden-Friedrichstadt das Gründungstreffen der Interessengemeinschaft Freiräume statt. Die IG-Freiräume ist eine stadtweite Vernetzung von über 20 selbstorganisierten, nicht profitorientierte Kultur- und Freiraumprojekten. Ausschlaggebend für die Gründung der Interessengemeinschaft war die unsichere Perspektive vieler Dresdner Projekte, von denen einige dieses Jahr – meist durch den drohenden Verlust ihrer Räumlichkeiten – vor dem Aus stehen. Die Ökonomisierung der Standortpolitik und ein enormer Verwertungsdruck bedrohen weitere Projekte und erschweren deren Bemühungen zunehmend oder machen sie unmöglich. Unser Ziel ist es, selbstverwaltete, nicht profitorientierte Räume im kulturellen, sozialen und politischen Bereich zu sichern, zu schützen, neu zu schaffen und in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu verankern. Die IG Freiräume will an Veränderungen der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mitwirken, unseren Bedürfnissen nach Teilhabe, Mitbestimmung und Selbstentfaltung wollen wir mit unserer Vernetzung und gemeinsamen Aktionen nachgehen. Damit Dresden bunter, kreativer und sozialer wird!

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