Saatgut-Tauschbox auf den Hufewiesen versteckt

Auf geheimen Kanal hat uns folgende Nachricht erreicht ­čÖé

F├╝r alle tausch- und spazierw├╝tigen Menschen:
Eine Freundin und ich haben f├╝r Euch eine Saatgut-Tausch-Box, auf den Hufewiesen in Trachau, versteckt (51.0877, 13.7078).
Zum Saisonstart k├Ânnt Ihr, mittels dieser Box, Saatgut tauschen. Packt Euer samenfestes Bio-Saatgut ein, und los gehtÔÇśs!

Das hilft uns beim selbstbestimmten G├Ąrtnern, fern von gro├čen Saatgutkonzernen und Hybridsorten. Au├čerdem st├Ąrkt es die Sortenvielfalt.

Bringt Eure Sch├Ątze am besten in beschrifteten T├╝tchen mit Namen – und, wenn Ihr sie kennt, Kulturtipps! – mit.

Leitet die Neuigkeit gern an Freunde weiter ­čÖé

See(d) you there!

****… und f├╝r alle Nicht-cacher…***
… eine Hilfestellung via openstreet map: https://osm.org/go/0MLO6h8WV–?m=

Der lange Weg zum B-Plan: R├╝ckblick auf die Beteiligung 2019

B-Plan. Was f├╝r ein schlichtes, geradezu h├Ą├čliches Wort. Aber darin steckt unendlich viel, n├Ąmlich das Regelwerk daf├╝r, wie unsere Lebenswelt in der Stadt aussehen soll. F├╝r die Hufewiesen dauert das Ringen darum schon drei├čig Jahre. Im Folgenden findet Ihr einige Reflektionen dazu und Schlaglichter auf die j├╝ngste Etappe in diesem Ringen.

Vision einer Bebauung auf den Hufewiesen, die sich an die Natur anpa├čt. Zeichnung von Mario Thiel — 2019– (mit freundlicher Genehmigung des Urhebers).

1990, mitten in den dramatische Tagen der Aufl├Âsung der DDR, erkl├Ąrte die Stadtverordnetenversammlung die ehemaligen Hufen der Bauern von Alttrachau zu Bauerwartungsland. Inzwischen erleben wir den dritten Anlauf, um die Erwartung in eine g├╝ltige Satzung umzusetzen. Das Planverfahren f├╝r den aktuellen B-3028 folgt auf das f├╝r einen B-380 und das f├╝r einen┬á B-10 (Ausf├╝hrliches zu den fr├╝heren Planungen). Deutlich zu erkennen ist im Vergleich der drei Anl├Ąufe, wie sich die Leitvorstellungen von der erstrebenswerten Gestalt f├╝r eine Stadt gewandelt haben.

In den 1990er Jahren stand das Schaffen von Wohnraum im Mittelpunkt – praktisch um jeden Preis. Nach dem Eigent├╝merwechsel 2007 ging es im zweiten Anlauf eher um einen Wettlauf zwischen Schutzinteressen der Stadtplanung und Verwertungsinteressen des Haupteigent├╝mers. Wiederum zehn Jahre sp├Ąter, im aktuellen dritten Anlauf, dringt bei vielen Beteiligten immer st├Ąrker die Erkenntnis durch, da├č wir Natur und gebaute Umwelt sehr sorgf├Ąltig ausbalancieren m├╝ssen, wenn unsere Stadt auch f├╝r kommende Generationen noch lebenswert sein soll.

Um eine solche Balance zwischen Bauen und nat├╝rlicher Umwelt zu erreichen, versuchen die Planer immer st├Ąrker, offene Fragen auch tats├Ąchlich offen auszuhandeln und zu er├Ârtern. Dabei werden Verantwortliche aus den Beh├Ârden und Eigent├╝mer ebenso einbezogen wie Anwohner und Anwohnerinnen, m├Âgliche Nutzer und Nutzerinnen und eben auch F├╝rsprecher f├╝r die Natur. Das Umdenken kommt auch in der ├ľffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung zum Ausdruck. Seit wenigen Wochen gibt es f├╝r die Idee, da├č zumindest ein Teil der Hufewiesen als ├Âffentliches Gr├╝n bewahrt werden soll,┬á eine eigene Plattform im Netzauftritt der Landeshauptstadt Dresden:

www.dresden.de/hufewiesen

Der Planungsproze├č selbst wird dadurch komplexer, aber eben auch reichhaltiger. Das l├Ą├čt sich ablesen an den Stellungnahmen zum ersten Vorschlag f├╝r eine Bebauung im Rahmen des Verfahrens zum B-3028, die im Herbst 2019 der ├ľffentlichkeit vorgestellt wurde. Einige Menschen, die ihr Recht zur Stellungnahme wahrnahmen, haben unserem Verein eine Kopie ihrer Aussagen zur Verf├╝gung gestellt. Gerne geben wir hier eine kleine Auswahl zum Besten. So k├Ânnen diese Gedanken neue Gedanken anregen und hoffentlich zu einer guten L├Âsung beitragen…

Die Hufewiesen als Oase
Aus unmittelbarer Anschauung seit Ende 2013 mo╠łchte ich hiermit besonders die beeindruckende Artenvielfalt von Singvo╠łgeln und Greifvo╠łgeln sowie auch Insekten hervorheben, die durch die geplanten Bauma├čnahmen nachhaltig in ihrer Existenz bedroht sind. Hinzu kommt, dass das Vorhandensein eines gro╠ł├čeren Waldstu╠łcks erhebliche Auswirkungen auf den La╠łrmschutz (als Schallschutz gegen den Bahngu╠łterverkehr v. a. im Sommer) sowie auf das sta╠łdtische Mikroklima hat (ÔÇ×park breezeÔÇť) hat. Wie der Themenstadtplan Dresdens belegt, sind die Hufewiesen eine Art Klimakammer von Pieschen, da nachweislich der ka╠łlteste Punkt auf der o╠łstlichen Elbseite.

Verkehr intelligenter planen
Hinsichtlich der Verkehrsanbindung verschenkt die bisherige Planung die besonderen Potenziale, u╠łber die eine Wohnanlage an den Hufewiesen verfu╠łgen ko╠łnnte. Dieses Areal ist bereits jetzt hervorragend fu╠łr den Verkehr zu Fu├č oder mit dem Fahrrad und eine exzellente O╠łPNV-Anbindung (Bus, Tram, S-Bahn) erreichbar. Die Zuru╠łckdra╠łngung des Automobils in diesem Bereich erho╠łht ja gerade die Lebensqualita╠łt fu╠łr die Anwohner.

Kindgerechte Stra├čenr├Ąume
Gegen eine zweite Nord-Su╠łd-Erschlie├čungsstra├če spricht die vom Verkehr ausgehende Gefahr fu╠łr Kinder. Viel besser ko╠łnnten Kinder auf einem Quartiersweg (nur fu╠łr Rad und Fu├čverkehr) ungesto╠łrt unterwegs sein und spielen. Der Bebauungsplan erhebt den Anspruch, bei der Wohnbebauung eine diverse Bewohnerstruktur zu beru╠łcksichtigen. Eine Verkehrsvermeidung wu╠łrde dieses Ziel ma├čgeblich unterstu╠łtzen.

Weniger ist mehr
Ich pla╠łdiere fu╠łr den Bau von weniger Wohnungen und einer lockeren Bebauung als im Vorentwurf vorgesehen. Das hat auch Vorteile fu╠łr den Investor: ho╠łherwertiges Umfeld mit einer parka╠łhnliche Gru╠łnfla╠łche bedeutet ho╠łhere Mieten oder Kaufpreise;┬á ho╠łhere Attraktivita╠łt des Objektes.

zu hoher Anteil an Verkehrsfla╠łchen
Die sta╠łdtebauliche Grundstruktur des geplanten bebauten Areals und dessen verkehrliche Erschlie├čung sind nicht zufriedenstellend. Die derzeitige Planung ist extrem fla╠łchenintensiv, da die Verkehrsfla╠łchen (14.200 m2) die durch Geba╠łude u╠łberbaute Fla╠łche (13.582 m2) sogar u╠łbersteigen.

Wenig einladende Durchfahrten
Die in der Bu╠łrgerversammlung durch den Architekten benannten Hofdurchfahrten laden aus meiner Sicht nicht ein und machen das Gela╠łnde entgegen seinen Aussagen nicht ÔÇ×durchla╠łssigÔÇť. Als Besucher geht man eigentlich nicht in Hofdurchfahrten bzw. die Innenho╠łfe. Die Durchfahrten sind in der Regel Ablagepla╠łtze fu╠łr Mu╠łll und riechen oft nach Urin. Eine Variante mit einzelnen Ha╠łusern bietet bessere Optionen.

dichte, aber aufgelockerte Bebauung
Die derzeitige Planung sieht die Schaffung von teilweise u╠łber 100 Meter langen durchga╠łngigen Ha╠łuserzeilen vor. Auch wenn eine hohe bauliche Dichte wohl unvermeidbar ist, sollte auch die Gestaltung der Umgebungsbebauung sta╠łrker Ru╠łcksicht genommen werden. Die in Nord-Su╠łd-Richtung verlaufenden Ha╠łuserzeilen sollten mindestens alle 50 Meter unterbrochen werden. Dies wu╠łrde auch die stadtklimatische Abschirmung der erhaltenen Hufewiesen zur Bestandbebauung reduzieren. Auch die Fernwirkung einer vergleichsweise hohen Bebauung wa╠łre besser, wenn diese nicht als geschlossener Riegel wirkt.

Weniger Verkehr auf der Gau├čstra├če!
Die Gau├čstra├če sollte insgesamt verkehrsberuhigt sein, so wie es vor einiger Zeit war. Der Verkehr dort verursacht vor allem zu Berufsverkehrszeiten durch die enge der Stra├čen fu╠łr A╠łrger. Die kleine Kreuzung Gau├čstra├če und Allttrachau ist schwer einzusehen insbesondere fu╠łr die Schulkinder ist die Enge der Stra├čen ein Problem, wenn dort Autos teils recht zu╠łgig unterwegs sind. Das muss nicht sein. Die Autos ko╠łnnen auch den Weg darum herum nehmen. Der Zeitaufwand von ca. 4 Minuten ist zu verkraften.

Danke, lieber Mirabellenbaum!
Fast jeden Morgen fahre ich mit meinem Sohn auf dem Rad quer u╠łber die Hufewiesen. Jetzt halten wir an den Hagebuttenstra╠łuern und sta╠łrken uns mit frischen Hagebutten, die wir pflu╠łcken und gleich verputzen. Vorbei am Walnussbaum, durch die zwei gro├čen Eichen u╠łber die kleinen heimeligen Wege Richtung wunderscho╠łnem Mirabellenbaum! GUTEN MORGEN LIEBER MIRABELLENBAUM, ruft mein Sohn ganz laut. (…)
Uns sind keine gut geplanten Spielpla╠łtzen wichtig. Wir wu╠łnschen uns sinnliche Erlebnisse mit unseren Kindern, Ba╠łume auf die sie klettern ko╠łnnen , Brenesselstiche, die sie fu╠łhlen du╠łrfen, A╠łpfel, die sie mit gro├čer Anstrengung pflu╠łcken und danach genu╠łsslich essen du╠łrfen. Ja, auch dass sie beobachten du╠łrfen, wie dieser Apfel von einem kleinen Wurm gemocht wird….

Zum Schlu├č noch eine Lekt├╝reempfehlung:
Wesentliche Aussagen aus den beiden B├╝rgerversammlungen zum B-Plan f├╝r die Hufewiesen vom Herbst 2019 hat die Stadtverwaltung in einer Pr├Ąsentation und einer Dokumentation zusammengefa├čt. Hier gibt’s sie zum Herunterladen – ein intellektuelles Verdauen in Ruhe lohnt sich!

ABGESAGT Alles neu macht der 28. M├Ąrz: Wir putzen die Hufewiesen heraus!

ABGESAGT: Bedingt durch den Coronavirus m├╝ssen wir den Fr├╝hjahrsputz leider absagen.

Plakat Fr├╝hjahrsputz 2020

ABGESAGT: Bedingt durch den Coronavirus m├╝ssen wir den Fr├╝hjahrsputz leider absagen.

Hurra! Die Sonne scheint; alles reckt sich. Schneegl├╝ckchen, Winterlinge, Krokanten, M├Ąrzenbecher, Scilla, Scharbockskraut…

Aber huch! Was liegt denn da im Weg? Verpackungen, Flaschen, Dachpappe, Sperrm├╝ll, Elektroschrott… –┬á was wir schon alles gefunden haben beim allj├Ąhrlichen Herausputzen der Hufewiesen im Rahmen der Aktionswoche „Sauber ist sch├Âner“ der Dresdner Stadtreinigung!

Das wollen wir auch in diesem Jahr wieder tun: Wir laden herzlich Alle ein, die etwas Gutes tun und dabei die Fr├╝hlingsluft genie├čen wollen. Alle, die endlich mal wieder ihren Ordnungsfimmel ausleben wollen. Alle, denen die Natur auf den Hufewiesen am Herzen liegt. Alle, die gerne erleben wollen, wie sch├Ân es sich anf├╝hlt, gemeinsam in nur zwei Stunden etwas zu erreichen.

Auch in diesem Jahr stellt uns die Stadtreinigung Abfalls├Ącke, Handschuhe und Greifer zur Verf├╝gung. Nach getaner Arbeit gibt’s Kaffee, selbstgebackenen Kuchen und den neuesten Dorfklatsch!

Wir treffen uns
Samstag, 28. M├Ąrz 2020, 10 Uhr, am Kirchsteig (Alttrachau 25)

 

P.S. Als geistiger Appetithappen hier der Bericht von der Aktion im vergangenen Jahr:

Erfolgreicher Fr├╝hjahrsputz

Was ist wichtig am Vor-Entwurf B-3028?

Wie liest man einen Plan? Wie deutet man die schriftlichen Erl├Ąuterungen dazu?
Wir fassen hier zusammen, was aus unserer Sicht wichtig ist an dem neuen Vorschlag zur Zukunft der Hufewiesen.┬á Oder, wie es im Fachjargon hei├čt: zum Vor-Entwurf B-3028.

>> F├╝r die ganz Eiligen: Hier geht’s zur BeteiligungsApp: www.hufewiesen.de/b3028 <<

Vorab die wichtigsten Aussagen in K├╝rze:

  1.   Allgemeines zum Stellenwert des Vorentwurfs
    Der Vorentwurf ist ein Vorschlag. Er kann und soll noch ver├Ąndert werden. Der Haupteigent├╝mer ADLER┬á Real Estate hat ein berechtigtes Interesse daran, seine Grundst├╝cke zu entwickeln. Wir wu╠łnschen uns aber, da├č es wirklich eine gerechte Abwa╠łgung zwischen allen Interessen und gegen├╝ber dem Gemeinwohl gibt, so wie das Planungsrecht es vorschreibt.
  2. ┬á Die St├Ąrken des Vorentwurfs
    Der gesamte Osten der Hufewiesen bleibt von Bebauung frei! Dieser ├Âstliche Teil der Hufewiesen soll ├Âffentliches Gr├╝n werden. In die Gestaltung┬á des k├╝nftigen ├Âffentlichen Gr├╝ns wird die B├╝rgerschaft jetzt schon aktiv eingebunden. F├╝r all das m├Âchten wir den Beteiligten in der Stadtverwaltung und den Verantwortlichen des Haupteigent├╝mers ausdr├╝cklich danken!
  3.   Zur Gestaltung des künftigen Grüns
    Bei aller Freude ├╝ber die Aussicht auf den Erhalt der Hufewiesen bef├╝rchten wir zugleich eine ├ťbernutzung des k├╝nftigen Gr├╝ns. Das zu vermeiden, sollte in der Planung ein wichtiges Ziel sein.
    Wir wollen keine Parkpl├Ątze f├╝r Autotourismus zu den Hufewiesen. Die Gau├čstra├če soll verkehrsberuhigt werden.
  4.   Zur Gestaltung der künftigen Bebauung
    Wir w├╝nschen uns, da├č die k├╝nftige Bebauung sich m├Âglichst behutsam in die vorhandene Bebauung und in die Hufewiesen einf├╝gt. Wenn man sich an der Dichte der schon vorhandenen Bebauung orientiert, w├Ąren nach unserer Kenntnis etwa 250 Wohnungen mit durchschnittlich 80 qm Nutzfl├Ąche m├Âglich. Die geplante Bebauung geht dar├╝ber allerdings offensichtlich deutlich hinaus. Die Fl├Ąchenbilanz zeigt zudem, da├č die Planungen auch ├╝ber das hinausgehen, was der Regionalplan an dieser Stelle zul├Ą├čt. Wir pl├Ądieren deshalb daf├╝r, die Bebauung zu reduzieren.
  5.   Weitere einzelne Aspekte
    Wir w├╝nschen uns, da├č ein besonders sch├Âner alter Walnu├čbaum in der Verl├Ąngerung der Veteranenstra├če erhalten bleibt. Der Vorentwurf sieht vor, das gesamte Baugebiet aufzusch├╝tten zum Zwecke des Hochwasserschutzes. Das sehen wir kritisch. Wir schlagen auch eine andere Stra├čenf├╝hrung vor.

Alle Planunterlagen

Vorschau:

Zum Herunterladen (pdf): ┬á ┬á ┬áGestaltungsplan ┬á┬á ┬á┬á ┬á┬á ┬á┬á ┬áArchitektur┬á ┬á ┬á ┬á ┬á ┬á ┬á ┬á ┬á Erl├Ąuterungen

(1/5)    Allgemeines zum Stellenwert des Vorentwurfs

Der Vorentwurf ist ein Vorschlag. Er ist in enger Abstimmung mit dem Haupteigent├╝mer der Hufewiesen entwickelt worden, der Immobiliengesellschaft ADLER Real Estate AG aus Berlin. Das deutsche Planungsrecht schreibt vor, da├č dieser Vorschlag ver├Âffentlicht werden mu├č, damit nicht nur die Interessen des Eigent├╝mers Geh├Âr finden, sondern auch andere Interessen. Das Verfahren daf├╝r hei├čt in der Fachsprache „fr├╝hzeitige Beteiligung“. In dieser Phase k├Ânnen sich B├╝rger und B├╝rgerinnen, Unternehmen, Organisationen und Beh├Ârden ├Ąu├čern. Die Verwaltung ist verpflichtet, alle Argumente zu pr├╝fen und alle Interessen untereinander und gegen das Gemeinwohl abzuw├Ągen (┬ž 1 Baugesetzbuch). Der Stadtrat ist in dieser Phase noch nicht beteiligt. Er wird erst einbezogen, wenn die Verwaltung einen Vorschlag f├╝r die Abw├Ągung ausgearbeitet hat.

Wir m├Âchten klar und deutlich sagen: Der Eigent├╝mer ADLER hat ein berechtigtes Interesse daran, seine Grundst├╝cke zu entwickeln. Dieses wirtschaftliche Eigeninteresse ist legitim.┬á Als Verein wu╠łnschen wir uns *nicht*, da├č die┬á Interessen unserer Mitglieder oder von Anwohnern und Anwohnerinnen Vorrang vor den Interessen von Eigent├╝mern haben. Aber: Wir wu╠łnschen uns, da├č es wirklich eine gerechte Abwa╠łgung zwischen all diesen Belangen gibt, so wie das Planungsrecht es vorschreibt. Und wir w├╝nschen uns, da├č diese Abw├Ągung┬á transparent und nachvollziehbar stattfindet.

(2/5)┬á┬á Die St├Ąrken des Vorentwurfs

  • Der gesamte Osten der Hufewiesen bleibt von Bebauung frei! Damit bleibt (neben den Elbwiesen) die wichtigste Gr├╝nfl├Ąche im Stadtbezirk Pieschen auf Dauer erhalten – eine gr├╝ne Oase, die auch ├╝ber den Stadtteil hinaus einen wesentlichen Trittstein im ├Âkologischen Netz der Stadt bildet. Die Bewahrung ist auch wichtig f├╝r das Stadtklima. Die W├Ąldchen auf den Hufewiesen sind das einzige Gebiet im Nordwesten Dresdens, in dem auch in der Hitze des Sommers nachts ausgleichende kalte Luft entstehen kann. Bewahrt bleiben schlie├člich vielf├Ąltige Sichtbeziehungen zwischen den Wiesen und dem historischen Dorfkern von Alttrachau.
  • Dieser ├Âstliche Teil der Hufewiesen soll ├Âffentliches Gr├╝n werden.
    Das freut uns sehr!
  • In die Gestaltung┬á des k├╝nftigen ├Âffentlichen Gr├╝ns wird die B├╝rgerschaft jetzt schon aktiv eingebunden. Dazu hat die Stadtverwaltung ein zus├Ątzliches Beteiligungsverfahren er├Âffnet. Sie ggeht damit ├╝ber das hinaus, was das Planungsrecht vorschreibt. Fachleute aus dem Umweltamt, dem Amt f├╝r Stadtgr├╝n und dem Stadtplanungsamt bringen sich dabei mit Herzblut und Verstand ├╝ber ihre Dienstpflichten hinaus ein. Die Stadt setzt auch Geld ein, um das Verfahren professionell zu moderieren, damit wirklich alle Stimmen und Bedarfslagen erfa├čt werden und nicht nur die, die am lautesten rufen.

Diese St├Ąrken sind nicht selbstverst├Ąndlich. Wir m├Âchten uns ausdr├╝cklich bedanken bei den Beteiligten in der Stadtverwaltung f├╝r ihr Engagement und bei den Verantwortlichen des Haupteigent├╝mers ADLER Real Estate AG f├╝r ihre Offenheit und Gespr├Ąchsbereitschaft!

 

(3/5)     Zur Gestaltung des künftigen Grüns

Der folgende Ausschnitt aus dem Gestaltungsplan zeigt das geplante k├╝nftige ├Âffentliche Gr├╝n:

Die Fl├Ąche wirkt gro├č. Aber auch die Begehrlichkeiten sind gro├č. Es zeichnet sich jetzt schon ab, da├č viel mehr Anspr├╝che an diesen Freiraum gestellt werden, als erf├╝llt werden k├Ânnen.
Einen Konflikt sehen wir vor allem zwischen der Nutzung der Hufewiesen f├╝r Erholung, Spiel und Sport┬á einerseits und dem Wert der Hufewiesen als vielf├Ąltiges Biotop f├╝r die Artenvielfalt und f├╝r dasStadtklima andererseits.
Deshalb bef├╝rchten wir, da├č die verbleibenden Hufewiesen durch ├ťbernutzung stark an Wert verlieren werden. Was wir nicht wollen, ist, da├č die Hufewiesen gerade durch ihre Rettung┬á zu einer Trampelwiese mit viel wildem M├╝ll und Kothaufen verkommen!

Konkret:

  • Wir bitten darum, m├Âgliche Konflikte zwischen Nutzungen┬á schon in der Planung konkret zu benennen und aktiv nach L├Âsungen zu suchen, um negative Folgen f├╝r die Hufewiesen und ihre Nutzer und Nutzerinnen zu vermeiden.
  • Im Vorentwurf sind ├Âffentliche Parkpl├Ątze f├╝r Besucher der Hufewiesen eingezeichnet, und zwar sechzehn an der Gau├čsta├če und acht an der Pettenkoferstra├če. Jeder Parkplatz versiegelt zehn bis 20 Quadratmeter Boden. Wir w├╝nschen uns, da├č diese Fl├Ąchen als Gr├╝n erhalten bleiben. Wir wollen keinen innerst├Ądtischen Autotourismus. Das Gel├Ąnde ist ideal erreichbar mit Bus, Stra├čenbahn, S-Bahn sowie mit dem Fahrrad.
  • Die Gau├čstra├če war fr├╝her eine Anliegerstra├če, ist aber inzwischen als normale Stra├če eingestuft. Dabei spricht vieles gegen diese Einstufung: Die Stra├če ist nicht richtig ausgebaut. Sie dient vielen Kindern als Schulweg zur Grundschule in der B├Âttcherstra├če und zur Oberschule in der Aachener Stra├če. Die┬á Kreuzung in Alttrachau ist so eng, da├č zwei PKW nicht aneinander vorbeikommen. Die Bahnunterf├╝hrung ist ebenfalls nicht f├╝r normalen Verkehr ausgebaut. Deshalb w├╝nschen wir uns: Die Gau├čstra├če soll┬á soweit wie m├Âglich verkehrsberuhigt werden – den Schulkindern und allen Besuchern der Hufewiesen zuliebe!

(4/5)       Zur Gestaltung der künftigen Bebauung

Da├č gerade der Westen der Hufewiesen ├╝berbaut werden soll, schmerzt uns sehr. Denn damit verschwinden gerade diejenigen Bereiche der Hufewiesen, welche f├╝r den Naturschutz und f├╝r die Artenvielfalt den gr├Â├čten Wert besitzen. Das haben die Zust├Ąndigen im Umweltamt in der B├╝rgerversammlung am 22. November 2019 eindrucksvoll anhand von verschiedenen Kartendarstellungen belegt.

Wir akzeptieren diesen Verlust.┬á Denn er geh├Ârt zu dem Kompromi├č zwischen┬á der Bewahrung von Gr├╝n und einer Entwicklung durch Bebauung. Wir w├╝nschen uns jedoch, da├č bei der Bebauung m├Âglichst behutsam vorgegangen wird.

Das Problem: Nach unserem Eindruck ist die geplante Bebauung nicht behutsam. Stattdessen wird das m├Âgliche Bauvolumen maximiert.

Laut Vorentwurf soll das Baufeld im Westen sehr dicht und hoch bebaut werden:

Veranschaulichung zur geplanten Bebauung laut Vorentwurf B-3028

Vor allem im n├Ârdlichen Teil sind f├╝nf Geschosse (bzw. vier plus ein zur├╝ckgesetztes Dachgescho├č, also ein sogenanntes Staffelgescho├č) geplant. Die vorhandene Bebauung bewegt sich dagegen zwischen zwei und vier Geschossen.
Auch die Grundfl├Ąche der Geb├Ąude, die neu entstehen sollen, ist deutlich gr├Â├čer als die Grundfl├Ąche der schon vorhandenen Geb├Ąude. Das wird an zwei besonders stattlichen Geb├Ąuden im Bestand deutlich. Die Grundfl├Ąche der Apotheke an der Hildesheimer Stra├če und von M├Ąurichs ehemaliger Fabrik┬á wirkt zierlich im Vergleich zu den Vierecken, die die Grundfl├Ąche der k├╝nftigen Bebauung darstellen.

Wie dicht ist denn die Bebauung, die da geplant ist?
Und welche Bebauung w├Ąre „behutsam“?

Die Unterlagen zum Vorentwurf geben dazu leider keine Auskunft. Die einzige Angabe findet sich in der Fl├Ąchenbilanz am Schlu├č der Erl├Ąuterungen. Darin ist davon die Rede, da├č gut 27.000 Quadratmeter (2,7 Hektar) oder knapp 11 Prozent des gesamten B-Plan-Gebietes als Baugebiet entwickelt werden sollen.

Fl├Ąchenbilanz aus den Erl├Ąuterungen zum Vorentwurf B-3028, Seite 14.

Um eine sinnvolle Aussage zur baulichen Dichte zu machen, m├╝├čte man aber das k├╝nftige Quartier nicht zur Gesamtfl├Ąche des B-Plan-Gebietes in Beziehung setzen, sondern zu der Fl├Ąche der angrenzenden, schon vorhandenen Bebauung.

Im St├Ądtebau gibt es zwei wichtige Kennzahlen, welche die bauliche Dichte eines Quartiers beschreiben, n├Ąmlich einerseits die Grundfl├Ąchenzahl und zum anderen die Gescho├čfl├Ąchenzahl.
Die Grundfl├Ąchenzahl gibt an, welcher Anteil an Grund und Boden in einem Quartier mit Geb├Ąuden ├╝berbaut ist. Nach unserer Kenntnis betr├Ągt die Grundfl├Ąchenzahl in der Umgebung des neuen Baugebietes 0,3, das hei├čt: Im Bestand ist 30% der Fl├Ąche mit Geb├Ąuden ├╝berbaut.

Die Gescho├čfl├Ąchenzahl multipliziert die ├╝berbaute Grundfl├Ąche mit der Anzahl der Geschosse aller Geb├Ąude und setzt das in Beziehung zu der gesamten Fl├Ąche des Quartiers. Nach unserer Kenntnis betr├Ągt die Gescho├čfl├Ąchenzahl im schon bebauten Bereich zwischen Leipziger Stra├če und Hufewiesen┬á 1,0, das hei├čt: Wenn man alle Geschossfl├Ąchen in dem Bestandsquartier zusammenrechnet,┬á ergeben sie genau so viel Fl├Ąche wie die gesamte Fl├Ąche an Grund und Boden.

Eine behutsame Bebauung w├Ąre aus unserer Sicht eine Bebauung, die sich an der vorhandenen Bebauung orientiert, also an einer Grundfl├Ąchenzahl von 0,3 und einer Gescho├čfl├Ąchenzahl von 1,0.
Nach unserer Kenntnis k├Ânnten dann im Westen der Hufewiesen immer noch 250 Wohnungen mit durchschnittlich 80 qm Nutzfl├Ąche entstehen.

Eine ├Ąhnliche Zahl nannte ├╝brigens der Projektverantwortliche der ADLER Real Estate AG in der ├Âffentlichen Er├Ârterung zum Vorentwurf am 15.11.2019. Er sprach davon, da├č 200 bis 300 Wohnungen entstehen sollten. Das Problem: Diese m├╝ndliche Aussage deckt sich nicht mit dem, was der Vorentwurf zeigt. Nach unserem Eindruck ist dort wesentlich mehr Bauvolumen eingezeichnet. Ob dieser Eindruck stimmt, k├Ânnen wir aber nicht sagen, weil die Unterlagen wie erw├Ąhnt dazu keine Aussage machen. Umso wichtiger ist es, diese Frage in der Abw├Ągung zu kl├Ąren!

Es gibt noch ein weiteres Problem mit der geplanten Bebauung: Sie nimmt mehr Fl├Ąche in Anspruch, als es der Regionalplan und der Aufstellungsbeschlu├č des Stadtrates vorgeben.

Der Regionalplan ist ein ├╝bergeordneter Plan, der f├╝r die Stadt Dresden und angrenzende Kommunen ├╝bergreifende Fragen der r├Ąumlichen Entwicklung kl├Ąrt. Er wird in einem eigenen Zweckverband ausgehandelt und weiterentwickelt. Der Regionalplan regelt unter anderem, wo die Einflugschneise des Flughafens Dresden verl├Ąuft und wie in den betroffenen Gebieten mit dem Flugl├Ąrm umgegangen werden soll. Der Westen der Hufewiesen liegt in dieser Einflugschneise.

Normalerweise sollen in der Einflugschneise keine neuen Siedlungen angelegt werden, um auszuschlie├čen, da├č es zu Konflikten zwischen der Gesundheit der dort lebenden Menschen und der Entwicklung des Flugverkehrs kommt. Der Flughafen Dresden und die Stadt Dresden haben sich aber in Abstimmung mit den zust├Ąndigen Stellen des Freistaates auf Ausnahmen von dieser Regel verst├Ąndigt. Danach d├╝rfen rund um dem Flughafen in sieben Gebieten doch neue Wohngebiete entstehen. In der Fachsprache hei├čen┬á solche Gebiete Ausnahmen vom Siedlungsbeschr├Ąnkungsbereich. Zu diesen Ausnahmen┬á geh├Ârt auch der Westen der Hufewiesen. Konkret ist im Regionalplan festgelegt, da├č dort maximal 1,6 Hektar Bauland f├╝r eine Wohnbebauung neu erschlossen werden d├╝rfen.

>> Zum Nachlesen: Erl├Ąuterungen im Regionalplan zur Ausnahme vom Siedlungsbeschr├Ąnkungsbereich an den Hufewiesen als pdf

F├╝r Gewerber├Ąume gilt das Bauverbot wegen Flugl├Ąrms nicht. Hier hat aber der Stadtrat eine Obergrenze festgelegt. Laut Beschlu├č zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 3028┬á (V1934/17, zug├Ąnglich im Ratsinformationssystem) d├╝rfen die Gewerbefl├Ąchen maximal 0,8 Hektar in Anspruch nehmen. Insgesamt sollen also nicht mehr als 2,4 Hektar oder 24.000 Quadratmeter auf den Hufewiesen ├╝berbaut werden.

Zusammengefa├čt ergibt sich folgendes Bild beim Fl├Ąchenverbrauch:

Beschr├Ąnkung laut Regionalplan: 16.000 qm f├╝r Wohngebiet

Beschr├Ąnkung laut Aufstellungsbeschlu├č: 16.000 qm f├╝r Wohnen und 8.000 qm f├╝r Gewerbe

Baugebiet laut Fl├Ąchenbilanz im Vorentwurf:┬á┬á 27.323 qm
zuz├╝glich(?) Verkehrsfl├Ąchen:┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á┬á 14.200 qm

Wichtig zu wissen: Es ist umstritten, wie die Verkehrsfl├Ąchen in die Berechnungen zum Fl├Ąchenverbrauch einbezogen werden. Aber auch ohne Verkehrsfl├Ąchen bleibt die ├ťberschreitung ein Problem.

Wir w├╝nschen uns deshalb, da├č der Fl├Ąchenverbrauch in der ├ťberarbeitung des Vorentwurfs noch einmal genau gepr├╝ft wird. Wenn die Bebauung reduziert w├╝rde, wie oben vorgeschlagen, k├Ânnte auch der Fl├Ąchenverbrauch vermindert werden.

 

(5/5)    Weitere einzelne Aspekte

  • In der Verl├Ąngerung der Veteranenstra├če steht ein wundersch├Âner, alter Walnu├čbaum. Der Vor-Entwurf sieht vor, ihn zu f├Ąllen, um an dieser Stelle die Hauptachse f├╝r die Erschlie├čung des neuen Wohngebietes anzulegen. Man k├Ânnte aber stattdessen auch eine Nord-S├╝d-Erschlie├čung auf der Linie des vorhandenen Hauptabwasserkanals anlegen. Dann k├Ânnte der Baum erhalten bleiben. Es gibt auch andere L├Âsungen. Auf jeden Fall┬á bitten wir darum, diesen Baum zu erhalten!
  • Hochwasserschutz durch Aufsch├╝ttung: Das Baugebiet liegt in einem Gebiet, das beim Versagen der Hochwasserschutzanlagen m├Âglicherweise ├╝berschwemmt werden w├╝rde. Um den Hochwasserschutz zu gew├Ąhrleisten, soll das gesamte Baugebiet im Westen aufgesch├╝ttet werden. Das sehen wir sehr kritisch.
    Wir bef├╝rchten negative Folgen durch ├ťberflutung von angrenzenden Grundst├╝cken bei Starkregen. Wir bitten um eine hydrologische Untersuchung dazu. Nicht gekl├Ąrt ist auch der ├ťbergang zwischen dem aufgesch├╝tteten Gel├Ąnde und den s├╝dlich angrenzenden Grundst├╝cken.
    Au├čerdem w├╝rde massiv in das Bodenleben und in das Landschaftsbild eingegriffen. Die neue Bebauung w├╝rde sozusagen ├╝ber den Hufewiesen thronen. Es dr├Ąngt sich der Eindruck, die Hufewiesen w├╝rden erdr├╝ckt !
    Nach unserer Kenntnis w├Ąre keine Aufsch├╝ttung n├Âtig, wenn die neuen Stra├čen und Geb├Ąude anders angeordnet w├╝rden. Eine solche Variante sollte vorgezogen werden.
  • andere Stra├čenf├╝hrung: Der Vorentwurf sieht vor, die Veteranenstra├če deutlich auszubauen und als Hauptachse f├╝r die Zufahrt in das neue Quartier zu nutzen. Au├čerdem sollen von der Hildesheimer Stra├če her zwei Stra├čen in Nord-S├╝d-Richtung das Quartier durchqueren. Die westliche neue Stra├če verl├Ąuft an der Grenze des neuen Baugebietes. F├╝r die Erschlie├čung im Quartier wird sie nicht gebraucht. Sie ist nur sinnvoll, wenn auch in den angrenzenden, schon genutzten Grundst├╝cken neue Geb├Ąude errichtet werden sollen. Diese zus├Ątzliche Verdichtung widerspricht unserer Idee von einer behutsamen baulichen Entwicklung an den Hufewiesen. Deshalb schlagen wir vor, nur eine Stra├če in Nord-S├╝d-Richtung zu bauen, und zwar auf dem schon bestehenden Hauptabwasserkanal. Die neuen Geb├Ąude k├Ânnten dann zu beiden Seiten angelegt werden, gerne auch in Bl├Âcken mit Innenh├Âfen. Die neue Stra├če k├Ânnte mit der Jubil├Ąumsstra├če verbunden werden und so wieder aus dem Quartier herausf├╝hren. Die Veteranenstra├če k├Ânnte verkehrsberuhigt bleiben, so da├č auch der Walnu├čbaum erhalten bliebe.

 

*****

Nun sind Sie am Zug: Was denken Sie ├╝ber diesen Vorentwurf?
Beteiligen Sie sich – jetzt oder nie!

So k├Ânnen Sie sich einbringen:

  • Ganz einfach mit unserer Beteiligungs-App: www.hufewiesen.de/b3028
    Argumente anklicken, ggf. eigene Bemerkung dazu – und senden!
  • Oder per email: email hidden; JavaScript is required
  • Oder per Brief an: Stadtplanungsamt Dresden,┬á Postfach 12 00 20, 01001 Dresden
  • Sie k├Ânnen Ihr Schreiben auch ohne Porto an uns geben, und wir leiten es dann weiter. Einfach einwerfen am Hoftor der Weinhandlung Stollberg, Alttrachau 31.

Wichtig: die eigene Anschrift angeben, damit die Verwaltung antworten kann!
Einsendeschlu├č ist der 20. Dezember. Deshalb m├Âglichst bis dahin abschicken! Aber auch sp├Ąter eingehende Stellungnahmen k├Ânnen noch ber├╝cksichtigt werden.

Die Hufewiesen brauchen Ihre Stimme!

Danke!

Auftakt zur Gestaltung der k├╝nftigen Hufewiesen

An einem Freitagabend im sp├Ąten November 2019 begann etwas Neues f├╝r die Hufewiesen. Im Festsaal des „Goldenen Lamms“, dem historischen Gasthaus und fr├╝heren Puppenspieltheater, heute Sitz der Freien Evangelischen Gemeinde, versammelten sich am 22.11. etwa sechzig Menschen, um dar├╝ber zu sprechen, was aus den Hufewiesen werden kann, wenn der aktuelle Vorschlag f├╝r einen Bebauungsplan in die Tat umgesetzt wird.

Der Gestaltungsplan f├╝r die k├╝nftigen Hufewiesen als Vorentwurf, Stand November 2019. Quelle: Stadtplanungsamt Dresden.

Der Plan mit der Nummer 3028 sieht vor, den gr├Â├čeren ├Âstlichen Teil der Hufewiesen von Bebauung freizuhalten und als ├Âffentliches Gr├╝n zu widmen. Das umfa├čt die Waldst├╝cke und offenen Fl├Ąchen zwischen dem Ende der Pettenkoferstra├če im S├╝dwesten und der kleinen Gau├čstra├če im Osten; insgesamt etwa sieben Hektar Land.

Wir sprechen hier von Land, das vor mehr als 700 Jahren urbar gemacht wurde; wo man Weinbau trieb, Ackerbau, Gartenbau. Land, das in viel fr├╝heren Zeiten einmal das Flu├čbett f├╝r die Elbe gewesen ist. Land, das heute von verwilderten G├Ąrten und kleinen Waldst├╝cken gepr├Ągt ist. Land, das seit bald zehn Jahren die Gem├╝ter bewegt. Wieviel soll man bewahren? Wieviel soll man st├Ądtisch entwickeln?

Vielleicht ist es die besondere Aura, welche die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung veranla├čte,┬á hier etwas Neues zu wagen. Die Planungen sollen nicht im stillen K├Ąmmerlein von Fachleuten entwickelt werden. Sie sollen im offenen Gedankenaustausch mit den Menschen entstehen, welche die Hufewiesen aus eigener Erfahrung kennen, lieben und nutzen wollen.

So ein Gedankenaustausch funktioniert nicht von selbst. Damit┬á alle Beteiligten mitgenommen werden und damit aus vielen Gedanken auch konkrete und durchdachte Vorschl├Ąge entstehen, braucht es eine kluge Moderation. Daf├╝r hat die Stadtverwaltung das Planungsb├╝ro „StadtLabor“ aus Leipzig engagiert. Deren Gesch├Ąftsf├╝hrer Fritjof Mothes brachte durch geschickte Fragen, durch Freundlichkeit und Anteilnahme tats├Ąchlich einen vielseitigen Perspektivwechsel zustande. Aus drei ├ämtern – Stadtplanung, Stadtgr├╝n und Umwelt – waren jeweils mehrere Verantwortliche anwesend und erl├Ąuterten ihre fachliche Sicht in kurzen Beitr├Ągen und gut verst├Ąndlichen Worten. Gro├če Pl├Ąne im hinteren Teil des Saales veranschaulichten dichte Informationen. Die B├╝rgerinnen und B├╝rger sprachen frei von der Leber weg und aus dem Herzen. Es entstand eine positive Grundstimmung; zu sp├╝ren waren das Ringen um gegenseitiges Verstehen und┬á das gemeinsame Schauen auf die Hufewiesen.

Einen H├Âhepunkt des Abends bildeten die Ausf├╝hrungen von Robin K├╝hn vom Umweltamt zu Lebensr├Ąumen und Artenvielfalt auf den Hufewiesen. Ein Artenschutzgutachten soll bis zum Ende des Jahres fertig sein. Sobald genauer feststeht, wie die Bebauung im Westen der Hufewiesen aussehen soll, wird das Umweltamt eine Stellungnahme zu den Umweltbelangen der geplanten Entwicklung abgeben. Darin wird genau erl├Ąutert werden, wie die Entwicklung sich im Einzelnen auf Pflanzen, Tiere, Lebensr├Ąume, Bodenleben, Wasserhaushalt und st├Ądtisches Mikroklima auswirken wird und welche Ma├čnahmen zum Ausgleich dieser Eingriffe erfolgen sollen.

Aus den Beitr├Ągen aus dem Publikum, aber auch von seiten der Fachleute wurde schnell ein gro├čes Problem deutlich: Die W├╝nsche, die sich von verschiedenen Seiten auf das k├╝nftige ├Âffentliche Gr├╝n richten, sind zu gro├č f├╝r diese kleine Oase. Erholen soll man sich k├Ânnen, Sport treiben, spielen, den Hund ausf├╝hren. Zugleich sollen Lebensr├Ąume und R├╝ckzugsorte f├╝r Pflanzen und Tiere erhalten bleiben. Ein Schaugarten, eine Arche Noah, Landbau entlang der Strukturen der ehemaligen Hufen erscheinen erstrebenswert. Ein gr├╝nes Stadtteilzentrum mit Platz f├╝r Feste und Beisammensein unter freiem Himmel w├Ąre sch├Ân. Und die freie Schule, die an der Pettenkoferstra├če entstehen soll, braucht noch einen Schulhof. Wie bekommen wir das zusammen? Wie gewichten wir es? Welche Absprachen sind notwendig, damit die gew├╝nschten Nutzungen Wirklichkeit werden?

All diese Fragen stellen sich erst nach und nach. Im Moment geht es vor allem darum, die Vielfalt der W├╝nsche und des Bedarfs zu erfassen und zu verstehen, welche Eigenschaften die k├╝nftigen Hufewiesen haben sollen. Die wesentlichen Aussagen dazu sollen dann in dem Gr├╝nordnungsplan festgehalten werden, den die Verwaltung im Zuge des Verfahrens zur Aufstellung eines rechtskr├Ąftigen Bebauungsplans f├╝r die Hufewiesen formlieren wird und ├╝ber den dann auch der Stadtrat entscheiden wird.

Die Mitarbeiter des StadtLabors werden alle Beitr├Ąge des Abends aufbereiten und f├╝r die weiteren Schritte zur Verf├╝gung stellen. Im Januar soll eine Befragung folgen, die sich gezielt an verschiedene m├Âgliche Nutzergruppen f├╝r die Hufewiesen richtet. Im sp├Ąteren Fr├╝hjahr soll es au├čerdem weitere Ideenwerkst├Ątten geben. Unser Verein ist in die weitere Planung eingebunden. Wir werden laufend weiter ├╝ber diesen Beteiligungsproze├č informieren.

Herzliche Einladung: Alle, die Ideen f├╝r die k├╝nftigen Hufewiesen haben und an den weiteren Schritten dieser Beteiligung teilnehmen m├Âchten, k├Ânnen sich gerne einfach melden unter email hidden; JavaScript is required.

Wir danken allen Beteiligten aus den verschiedenen Ämtern für ihr Engagement und den Mitarbeitern des Büros StadtLabor für die umsichtige Gestaltung dieses Auftaktes!

 

Rede und Antwort zum Vorentwurf B-3028

Ein Freitagabend Mitte November 2019. Langsam f├╝llt sich der Festsaal im Goldenen Lamm. Gut achtzig Menschen wollen h├Âren, was es mit den Vorschl├Ągen f├╝r die k├╝nftige Entwicklung auf den Hufewiesen auf sich hat.

Podium, B├╝rgerbeteiligung, 15. November

B├╝rgerversammlung zum Vorentwurf B3028. Quelle: Pieschen aktuell, Bericht vom 18.11.2019.

An diesem Abend geht es vor allem um die geplante Bebauung im Westen. Das geplante k├╝nftige ├Âffentliche Gr├╝n im Osten ist Thema einer weiteren Versammlung eine Woche sp├Ąter.

Vorne sitzen die drei zust├Ąndigen Fachleute aus dem Stadtplanungsamt sowie der Stadtplaner Herr Bielenberg. Sein┬á B├╝ro ist vom Amt beauftragt ist, den Bebauungsplan zu entwickeln (im Bild rechts au├čen, mit Mikrofon). Diese Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit dem Haupteigent├╝mer der Fl├Ąchen auf den Hufewiesen getroffen, der ADLER Real Estate AG aus Berlin. Deren Projektverantwortlicher Herr Bergander hat ebenfalls vorne im Saal Platz genommen, um f├╝r Fragen zur Verf├╝gung zu stehen (im Bild erster von links).

Fragen gibt es viele. Gut zwei Stunden lang beantworten die Verantwortlichen sie alle geduldig, wenn auch oft eher vage. Frau Steinhof, die Abteilungsleiterin, nimmt aber alle Anregungen auf und verspricht, sie in die weiteren Er├Ârterungen zum Vor-Entwurf einzuarbeiten.

Wir empfehlen den Bericht zu der Veranstaltung im online-Portal Pieschen aktuell (bitte auch Kommentare beachten!).

Der Abend macht ein grundlegendes Problem der B├╝rgerbeteiligung bei Bebauungspl├Ąnen deutlich: Es gibt ein erhebliches Informationsgef├Ąlle zwischen den mit der Planung befa├čten Fachleuten einerseits und den Menschen, deren Lebenswelt sich durch die Bebauung massiv ver├Ąndern wird, andererseits. Das macht es schwierig, konkrete Fragen zu stellen und konkrete Antworten zu bekommen.

Deshalb haben wir einmal versucht, die aus unserer Sicht wesentlichen Informationen zum Vor-Entwurf auch f├╝r Laien verst├Ąndlich aufzubereiten. Mehr dazu hier….

Endlich! Neuer B-Plan wird vorgestellt

Endlich! Es gibt einen neuen Vorschlag f├╝r die Gestaltung der Hufewiesen.
Der Haupteigent├╝mer (ADLER Real Estate AG) und das Stadtplanungsamt haben sich geeinigt.┬á Nun haben wir B├╝rgerinnen und B├╝rger das Wort!┬á┬á Bis zum 20. Dezember k├Ânnen wir unsere Meinungen und Argumente zum neuen B-3028 in die Planung einbringen.

OFFENLAGE

Die gesamten Planungsunterlagen k├ÂnnenÔÇĘ vom 4. November bis 20. Dezember 2019 eingesehen werden:

im Stadtbezirksamt PieschenÔÇĘBu╠łrgerstra├če 63, Zi 101 (1.OG)
montags und freitags: 9ÔÇô12 Uhr
dienstags und donnerstags: 9ÔÇô18 Uhr

sowie im Netz unter:
https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/offenlagen/Dresden-Trachau-Nr.-6-Hufewiesen-Alttrachau.php

Die Unterlagen finden sich au├čerdem als pdf am Schlu├č dieser Meldung.

Die Offenlage ist dazu da, da├č wir B├╝rgerinnen und B├╝rger uns in die Planungen einbringen. Die Verwaltung mu├č alle Stellungnahmen aufnehmen und gegeneinander abw├Ągen. Dabei mu├č sie private Belange und das Gemeinwohl in einen gerechten Ausgleich bringen. So schreibt es das Baugesetzbuch vor.

B├╝rgerversammlung zum B-Plan

Die Verantwortlichen im Stadtplanungsamt stellen die Einzelheiten zum Planungsstand in einer B├╝rgerversammlung ├Âffentlich vor:

am Freitag, 15. November 2019,  18 Uhr
im Goldenen Lamm, Leipziger Stra├če 220, Festsaal

B├╝rgerversammlung ÔÇĘzum k├╝nftigen Gr├╝n

Der gr├Â├čere ├Âstliche Teil der Hufewiesen soll unbebaut bleiben. F├╝r die Gestaltung dieses Gr├╝ns organisiert die Stadtverwaltung eine zus├Ątzliche B├╝rgerbeteiligung. Sie beginnt mit einer zus├Ątzlichen B├╝rgerversammlung:

am Freitag, 22. November 2019,   wieder um 18 Uhr
wieder im Goldenen Lamm, ÔÇĘLeipziger Stra├če 220, Festsaal

Mitreden !

Um unsere Meinung ganz offiziell in die weitere Planung einzubringen, gen├╝gt es, sich in der Versammlung am 15.11. zu Wort zu melden. Die Beitr├Ąge werden von der Verwaltung protokolliert. Au├čerdem k├Ânnen alle B├╝rgerinnen und B├╝rger ihre Meinung zum B-3028 formlos an das Stadtplanungsamt schicken.
Entweder per email an:ÔÇĘemail hidden; JavaScript is required
oder per Post an: Stadtplanungsamt Dresden ÔÇĘPostfach 12 00 20 01001 Dresden
Wichtig: die eigene Adresse angeben, damit die Verwaltung schriftlich antworten kann! Nur dann wird der Beitrag bearbeitet!
Einsendeschlu├č ist der 20. Dezember 2019.

Unterlagen zum B-3028:

a__B3028_B_Gestaltungsplan_Blatt_1

b__B3028_B_Entwurfsplan_Architektur_Blatt_2

c__B3028_B_Erlaeuterungen_Vorentwurf

24.3.2018 Dokumentation zur B├╝rgerversammlung

Dokumente zur B├╝rgerbeteiligung f├╝r ein B├╝rgergr├╝n auf den Hufewiesen, Stand 24. M├Ąrz 2018

  1. Konzept des Vereins, 2014 (pdf)
  2. Ideen von Nachbarn, 2017/18 (pdf):
    1. Katrin Schneider
    2. Linda St├╝we
    3. Michael Hecht
  3. 30-Sekunden-Diaschau zum Wandel der Hufewiesen 1775 bis 2018:

  4. Die Hufewiesen aus der Sicht der Stadtverwaltung, M├Ąrz 2018 (pdf)
  5. Erfolgreiche B├╝rgerbeteiligung – ├ťberlegungen des Stadtplaners Hermann Str├Ąb (pdf)
  6. W├╝nsche aus dem Publikum (1): Notizen auf dem Katasterplan (pdf)
  7. W├╝nsche aus dem Publikum (2): Protokoll von Redebeitr├Ągen (pdf)

B├╝rgergr├╝n- Wir sind unterwegs

24. M├Ąrz 2018 – Bei mildem Fr├╝hlingswetter finden rund 80 Menschen den Weg in den gro├čen Saal im Goldenen Lamm, um mehr dar├╝ber zu erfahren, wie die Hufewiesen zu einem B├╝rgergr├╝n werden k├Ânnen. Ihnen werden ein k├Âstliches Buffet und spannende Gedanken geboten. Nach drei kurzweiligen Stunden k├Ânnen wir sagen:

Hufewiesen B├╝rgergr├╝n – wir kommen!

Impressionen von der B├╝rgerversammlung zu einem k├╝nftigen B├╝rgergr├╝n auf den Hufewiesen
am 24. M├Ąrz 2018.

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Prominente G├Ąste teilten die Neugier von Anwohnern, Lokalpolitiker*innen und Naturliebenden:

  • Einleitend erl├Ąuterte Herr Bergander als Vertreter der ADLER Real Estate die Hoffnungen und Einsch├Ątzungen des aktuellen Haupteigent├╝mers der Hufewiesen. Er erkl├Ąrte seine Bereitschaft, auch an den weiteren Schritten bei der Gestaltung des B├╝rgergr├╝ns mitzuwirken.
  • Anschlie├čend stellte die Dresdner Umweltb├╝rgermeisterin Eva J├Ąhnigen die Sicht der Stadtverwaltung auf die Hufewiesen vor. Sie zeigte sich offen f├╝r eine umfassende B├╝rgerbeteiligung und f├╝r neue Formen von Nutzungsvereinbarungen.
  • Zum Ausklang gab uns der Stadtplaner Hermann Str├Ąb seine Erfahrungen zu den Voraussetzungen f├╝r gelingende B├╝rgerbeteiligung mit auf den Weg.

Den Kern des Nachmittags bildeten konkrete Ideen zur Gestaltung. Von seiten des Vereins wurde das Konzept noch einmal pr├Ąsentiert, das eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten und engagierten B├╝rger*innnen 2014 auf der Grundlage der vom Verein organisierten B├╝rgerbefragung zur Zukunft der Hufewiesen entwickelt hatte. Katrin Schneider, Linda St├╝we und Michael Hecht stellten als Nachbarn ihre Visionen vor und erl├Ąuterten sie in einer ausf├╝hrlichen Pause au├čerdem an Stellw├Ąnden im direkten Gespr├Ąch.

Die Zuh├Ârenden nutzten die Gelegenheit, auf einem Katasterplan eigene W├╝nsche zu notieren.

W├╝nsche aus dem Publikum f├╝r das B├╝rgergr├╝n auf den Hufewiesen.

All diese Inhalte haben wir dokumentiert in Wort und Bild und in einem eigenen Verzeichnis abgelegt.

Und wie geht es nun weiter?

  • Wir runden die Dokumentation ab durch einen Videomitschnitt. Damit haben wir den professionellen Dokumentar- und Werbefilmer Sebastian Both beauftragt. Der Mitschnitt und die weiteren Dokumente dienen als Grundlage f├╝r die n├Ąchsten Schritte in der B├╝rgerbeteiligung hin zu einem B├╝rgergr├╝n.
  • Die Federf├╝hrung f├╝r die weitere B├╝rgerbeteiligung liegt bei der Stadt, genauer gesagt bei der Umweltb├╝rgermeisterin. Mit ihr werden wir besprechen, wie das Verfahren konkret gestaltet werden kann.

Wie lange wird es dauern, bis das B├╝rgergr├╝n Wirklichkeit ist?
Wenn alles gut l├Ąuft, rechnen wir mit etwa zwei Jahren. Einerseits mu├č das Verfahren f├╝r die Schaffung von Baurecht f├╝r den Eigent├╝mer erfolgreich abgeschlossen werden. Andererseits braucht es auch Zeit, um alle Belange und Interessen an dem k├╝nftigen B├╝rgergr├╝n mit Umsicht und Bedacht auszuhandeln. Je sorgf├Ąltiger das im Vorfeld geschieht, desto weniger Streit wird es nachher bei der Nutzung der Hufewiesen geben.

Schritte im Verfahren f├╝r einen Bebauungsplan und f├╝r die Schaffung eines B├╝rgergr├╝ns auf den Hufewiesen, Stand M├Ąrz 2018.

Noch f├╝nf Tage bis zur B├╝rgerversammlung

Sechsmal werden wir noch wach… Dann ist es soweit.

Am Sonnabend, 24. M├Ąrz, ├Âffnen sich die T├╝ren des gro├čen Saals im Goldenen Lamm am Anger von Alttrachau zur ersten B├╝rgerversammlung f├╝r das k├╝nftige B├╝rgergr├╝n auf den Hufewiesen.

Moment mal! Die erste Versammlung? Es gab doch schon einige vorher: Im Januar 2012, als sich der Verein Hufewiesen Trachau gr├╝ndete. Im Herbst 2013 dann eine Fachveranstaltung mit Landschaftsplanern zum Wert der Hufewiesen und zwei Ideenwerkst├Ątten. Im Januar 2014 die Abschlu├čveranstaltung zur B├╝rgerbefragung ├╝ber die Zukunft der Hufewiesen, mit Uwe Steimle als ├ťberraschungsgast. Im Juli 2014 die Vorstellung der Vorschl├Ąge des Vereins f├╝r ein k├╝nftiges B├╝rgergr├╝n…

Ja, aber: Diese Versammlung ist die erste, nachdem der Stadtrat im Mai 2017 mit den Stimmen der Fraktionen der SPD, B├╝ndnis90/GR├ťNE und LINKE den Grundsatzbeschlu├č fa├čte, da├č auf den Hufewiesen ├Âffentliches Gr├╝n entstehen sollte. Es ist au├čerdem die erste Versammlung, nachdem am 8. M├Ąrz 2018 der aktuelle Haupteigent├╝mer der Hufewiesen zusammen mit dem Baub├╝rgermeister Herrn Schmidt-Lamontain die Grundz├╝ge einer Einigung zur Zukunft der Hufewiesen ├Âffentlich vorgestellt hat.

Anders ausgedr├╝ckt: Es ist die erste Versammlung, bei der der Erhalt der Hufewiesen tats├Ąchlich mehr ist als nur eine sch├Âne Idee. Wir k├Ânnen auf Vorgaben der politisch Verantwortlichen und des Haupteigent├╝mers aufbauen.

Jetzt haben Sie und wir das Wort: Was f├╝r ein Gr├╝n wollen wir?

Da├č es eine solche Versammlung gibt, ist durchaus etwas Besonderes. Nirgendwo in Dresden, Sachsen oder anderswo in der Bundesrepublik hat es eine ├Ąhnliche Herangehensweise zur Gestaltung von ├Âffentlichem Gr├╝n in dieser Gr├Â├čenordnung bis jetzt gegeben. Wir wagen gemeinsam etwas Neues.

Deshalb: La├čt Euch / Lassen Sie sich das nicht entgehen!

Das haben wir geplant:

  1. Eva J├Ąhnigen, Beigeordnete der Landeshauptstadt Dresden f├╝r Umwelt und
    Kommunalwirtschaft:
    Planungsziele der Stadt f├╝r die Hufewiesen und Grunds├Ątzliches zu einer m├Âglichen
    Nutzungsvereinbarung
    (Vortrag/Diskussion)
  2. Vorschl├Ąge aus der Nachbarschaft zur Gestaltung eines k├╝nftigen B├╝rgergr├╝ns
    (Offene Runde, mit St├Ąrkung am Buffet)
  3. Hermann Str├Ąb, GRAS – Gruppe Architektur und Stadtplanung/Dresden:
    Wie gelingt eine nachhaltige Beteiligung der B├╝rger bei der Gestaltung der
    Hufewiesen als B├╝rgergr├╝n?
    (Thesen/Erfahrungsaustausch/Diskussion)

Die Themen deuten es schon an: Dies wird die erste und noch lange nicht die letzte Versammlung bei der Gestaltung der Hufewiesen als k├╝nftiges B├╝rgergr├╝n sein. Wie es weitergeht, auch das werden wir an diesem Sonnabend gemeinsam festlegen – zusammen mit der Umweltb├╝rgermeisterin als federf├╝hrender Verantwortlicher auf seiten der Stadtverwaltung und mit dem erfahrenen Moderator von Beteiligungsverfahren Hermann Str├Ąb.

F├╝rs leibliche Wohl ist gesorgt. Kinder k├Ânnen gerne mitkommen und derweil unter Aufsicht spielen.

Wir freuen uns auf Sie und auf Euch!