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Bürgergrün

Die Hufewiesen sollen grün bleiben.

Sagen viele. Aber: Wie kann das konkret aussehen? Im Januar 2014 hatten wir im Verein und mit Interessierten eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um ein Konzept für die Hufewiesen als öffentliches Grün zu erarbeiten.

Der Gestaltungsplan für die künftigen Hufewiesen als Vorentwurf, Stand November 2019. Quelle: Stadtplanungsamt Dresden.
Blatt 2 Architektur
In Worte gefaßt

Fünf Eckpunkte tragen das Konzept

  1. Bürgergrün: Die Wortschöpfung faßt schon viel zusammen: Wir stellen uns die Hufewiesen als ein öffentlich zugängliches Grün vor. Ein Grün, das von Bürgern gestaltet und gepflegt wird, also nicht von einem Amt, und auch nicht aus den Köpfen einiger weniger Planer heraus.
  2. Potential des Ortes: Die Hufewiesen sind kein leerer Fleck. Sie sind ein Stück Land, das seit 800 Jahren urbar gehalten und gärtnerisch beziehungsweise bäuerlich genutzt wurde. Heute liegen sie zusammen mit dem historischen Anger von Alttrachau mitten in der Stadt. Wenn das keine Geschichte ist! Daran soll das Bürgergrün anknüpfen!
  3. Das Vorhandene: In den letzten 20 Jahren (seitdem die Hufewiesen aufgekauft wurden und brach fielen) hat sich das Landschaftsbild stark verändert. Waldstücke sind spontan entstanden; die Nutzung als Pferdeweide ließ dagegen weite offene Flächen entstehen, während ehemalige Gärten verwilderten. Das Bürgergrün greift die so entstandenen Zonen auf und baut sie aus.
  4. Vielfalt, naturnah: Es gab Zeiten, da legten die Menschen Gärten an, um zu zeigen, wie weit sie die Natur ihren Vorstellungen anpassen konnten. Heute ist die Neugier darauf zurückgekehrt, was die Natur selbst an Wundern vollbringt, wenn man nur die geeigneten Bedingungen dafür schafft. Viele Gärtner wetteifern darum, möglichst vielfältige Lebensräume anzulegen und auf diese Weise natürliche Synergien zu vervielfachen. Die Hufewiesen passen ideal in diese Suche durch ihre bisherige Geschichte als vorindustrielle bäuerlicher Flur und als Spontanvegetation bzw. Weidelandschaft. Das Bürgergrün soll diesen Reichtum erst recht entfalten, indem man die gärtnerischen Eingriffe und auch die Nutzungen gezielt beschränkt.
  5. Spielräume der Sinne: Freiräume für die Natur, aber auch für die Sinne. Das bieten die Hufewiesen schon jetzt; das haben viele Teilnehmer der Bürgerbefragung betont. Im Bürgergrün soll dieser Zusammenhang bewußt gepflegt werden.

Hufewiesen als Bürgergrün

Die Hufewiesen erhalten: als grüne Oase, als Freiraum, als „Hufe“ und „urbares Land“ für die Stadt im 21. Jahrhundert. Gestaltet von und mit Bürgern. Intensiv hat eine Arbeitsgruppe im ersten Halbjahr 2014 an dieser Vision gefeilt. Engagierte BürgerInnen und Fachleute haben Rat und Meinungen eingeholt und ein Konzept erarbeitet. Am 17. Juli 2014 wurde es öffentlich vorgestellt.

Wie kann es weitergehen?

Der Plan mit der Nummer 3028 sieht vor, den größeren östlichen Teil der Hufewiesen von Bebauung freizuhalten und als öffentliches Grün zu widmen. Das umfaßt die Waldstücke und offenen Flächen zwischen dem Ende der Pettenkoferstraße im Südwesten und der kleinen Gaußstraße im Osten; insgesamt etwa sieben Hektar Land. Mehr Erfahren.

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