Sperrgebiet

Die MBG Trachau unternimmt offenbar erste Bemühungen, um die Hufewiesen abzusperren.
Entlang der Gaußstraße hat ein Bauer aus Meißen mit seinem Traktor das Gelände umgepflügt. Er habe auf Anweisung von Herrn Stommel gehandelt, dem Geschäftsführer der MBG Trachau. Damit solle verhindert werden, daß die Menschen auf das Grundstück gelangten. So der Bauer.
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Wie das Bild zeigt, war die Maßnahme eher sinnlos. Die Kommunikation aus dem fernen Frankfurt, wo die MBG Trachau ihr Büro hat, bis vor Ort nach Dresden scheint nicht gut zu funktionieren.

Umbruch auf den Hufewiesen


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Bauzaun

Ernsthafter wirkt da schon der Bauzaun, der entlang des Bahndamms errichtet worden ist. Die einzelnen Felder sind solide durch Spangen und Nieten miteinander verbunden. Werden sie demnächst die gesamte Grenze zwischen dem MBG-Gebiet und dem Stadtteil zieren?
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Hufewiesen offenhalten!

Der Geschäftsführer der MBG Trachau, Herr Peter Stommel, hat angekündigt, vom Juli an die Hufewiesen abzusperren. Das sei um der Versicherung willen erforderlich. Die Bürgerinitiative hat daraufhin einen Versicherungsfachmann befragt.

Ergebnis: Ein Grundstückseigentümer muß für Unfälle auf seinem Gelände haften. Allerdings nur für solche, die durch sein eigenes Verschulden entstanden sind. Es ist durchaus üblich, in einer Haftpfichtversicherung festzuschreiben, daß das Gelände öffentlich zugänglich bleibt und auf eigene Gefahr von anderen betreten werden kann.

Mit anderen Worten: Es gibt keinen zwingenden Grund, die Hufewiesen abzusperren. In den vergangenen zwölf Jahren ist ja schließlich auch nichts passiert. Dank einer großzügigen Regelung haben viele Anwohner, vor allem die Kinder aus den umliegenden Horten und Kindergärten, das Grün genießen können. Es wäre gut für alle Seiten, wenn das so bleiben könnte!

Frist für Pferde verlängert

Am 31. Mai hat der Geschäftsführer der MBG Trachau die Frist für den Abzug der Pferde von den Hufewiesen um einen Monat verlängert. Nun soll die Pferdehalterin, Ilona Picl, bis Ende Juni eine andere Bleibe für die Tiere finden.

Außerdem hat Herr Stommel jetzt auch eine Begründung genannt. Danach hat die MBG Trachau Schwierigkeiten mit der Versicherung für die Grundstückshaftpflicht. Die Versicherungsgesellschaft habe verlangt, den Durchgangsverkehr auf dem Gelände zu unterbinden. Deshalb sollen die Zugänge zu den Hufewiesen demnächst abgeriegelt werden.

Hier klingt eine „Es könnte ja etwas passieren…“-Furchtsamkeit durch, die viel zerstört, aber nichts schafft. Läßt sich dieses Versicherungsproblem wirklich nur durch Absperren lösen? Können die Pferde nicht bleiben und weiter hier grasen, so daß die Fläche nicht zuwuchert und zur wilden Müllkippe verkommt?

Wir bemühen uns in Gesprächen mit Frau Picl, der MBG Trachau und dem Ortsamt Pieschen weiter um eine bessere Lösung. Konkret suchen wir nach einer Ausweichfläche im Viertel, so daß das Pferdeangebot für die Kinder von Trachau und Pieschen erhalten bleiben kann.

Investor sperrt Trachauer Grün ab – SZ berichtet

Unter der Überschrift „Investor sperrt Trachauer Grün ab“ berichtet die Sächsische Zeitung – Ausgabe Dresden Nord, am 30.05.2012 über die Kündigung der Asphalt Cowboys und die geplante Absperrung des Geländes durch die MBG Trachau GmbH & Co. KG bzw. deren Muttergesellschaft, die Adler Real Estate AG.

Sowohl die Begründung für die plötzliche Kündigung als auch die Perspektive des Geländes sind unklar, waren es doch in den letzten 13 Jahren gerade die Asphalt Cowboys und ihre Pferde, die das Gelände pflegten und verhinderten, das dort eine wilde Müllkippe entsteht.