Pssst! Es ist Mai – und es zwitschert!

Pssst.

Hört mal genau hin!

Aufgenommen mit einem smartphone, ohne Richtmikrofon.
Tonwiedergabe bitte laut stellen.

Eingebettet:

bzw. als Datei:
Hufewiesen 04.05.2014

Erkennt Ihr den Kuckuck? Und die Nachtigall?

Hier der Kommentar des Pirschgängers:

Das Wohnen am Rande der Hufewiesen im Mai ist allerdings etwas Außerordentliches. Wir haben soviel Vogelgesang von Amseln, Rotkehlchen, Gartenrotschwanz, morgens früh klopft der Specht und nächstens hindern in angenehmer Weise die Nachtigallen (ich habe vier gezählt!) einen am Einschlafen. Wir hatten bereits Überflug von Abendseglern (Fledermaus), Graureiher und Mäusebussard und Stockente, von den vielen Spatzen, die sich nun ums Haus tummeln ganz zu schweigen…

Bringt doch eine Rubrik Artenvielfalt auf die Homepage der Hufewiesen und ruft die Anwohner auf, solche zu dokumentieren. So entsteht ganz wie von selbst ein naturkundlicher Lehrpfad inmitten der Stadt.

Wer kann’s auch?
Wer kann’s besser?

„Interview und Rundgang Hufewiese, Dresden – Trachau“

Das Junge Radio von coloRadio hat den Länderpreis Sachsen beim Rundfunkpreis Mitteldeutschland 2013 gewonnen!coloradio

Für ihren Beitrag „Interview und Rundgang Hufewiese, Dresden – Trachau“ wurden die Kinder vom Ferienpass 2012 ausgezeichnet.

In einem Interview mit der Pressesprecherin A. Osiander und einem Rundgang durch das Gelände berichten die Kinder darüber, dass die Hufewiese als Freifläche und Oase für viele Menschen einer Immobilienfirma weichen soll.

Auch aktuell sind die Hufewiesen bedroht, allerdings geben die Menschen um die Wiesen herum nicht auf und haben eine Bürgerbefragung ins Leben gerufen.

Am 27.09.13 fuhren Theodor, Lilli, Franz, Tom, David und Hannes gemeinsam mit der Medienpädagogin Jana Winter nach Jena, um diesen Preis entgegenzunehmen.

Zu hören ist das ganze hier:

https://soundcloud.com/junges-radio-1/interview-und-rundgang

Die Wiesler – ein buntes Volk

Die Hufewiesen in Trachau verbinden viele Menschen miteinander. Egal, woher sie kommen und was sie sonst im Leben tun. Ein Wiesler zu werden, ist einfach. Alles, was es braucht, ist ein Funken Gespür dafür, daß dieser Flecken Erde etwas Besonderes ist.

Begonnen hat alles im Sommer 2011 mit den Protesten gegen ein Bauvorhaben auf den Hufewiesen. 1.700 Menschen unterschrieben einen Aufruf zum Erhalt der Wiesen. Eine Bürgerinitiative bildete sich, und im Januar 2012 wurde daraus ein Verein.

Der Verein ist nützlich, aber nicht das Wesentliche. Wesentlich sind die Menschen, die etwas aus den Hufewiesen machen möchten. Die alljährlich das Trachenfest feiern (bisher 2012 und 2013). Die hier spielen, spazierengehen, Herzen aufhängen, Schneemänner bauen, fotografieren, die Bäume bestimmen bzw. die all dies und mehr gerne tun möchten.

In der Rubrik Leben berichten wir davon, wie die Hufewiesen das Leben der Menschen verändern.

Wachdienst-Erlebnis

„Wir waren übrigens 2 mal Äpfel pflücken. Am Freitag Nachmittag war ich allein und habe unbehellig mit dem Fahrrad + Anhänger etwa 50 kg geerntet. Heute Vormittag waren wir in Familie und mit Bollerwagen dort (etwa 70 kg Äpfel), da kam leider mittendrin ein freundlicher junger Wachmann, der aussah wie verirrtes Pieschner Klientel. Es lief sehr friedlich ab und wir konnten zu Ende pflücken. Doch die schöne Stimmung des Platzes war dahin.“

Vertrag statt Zaun!

Der neue Zaun an den Hufewiesen erregt das Interesse der örtlichen Medien: Gestern bat Radio Dresden um ein Interview. Heute war die Sächsische Zeitung da.

Eine ältere Dame, die auf den Wiesen spazieren ging, erzählte, was ihr auf dem Herzen liegt, und die Reporterin schrieb eifrig mit:
Ich bin hier geboren. Meine Großeltern hatten hier noch Ackerland; später waren hier Gärtnereien. Ich kenne dieses Stückchen Land nicht anders als grün. Es wäre eine Katastrophe, wenn die Menschen aus dem Viertel hier nicht mehr hingehen dürften. Und erst die ganzen Kinder!“

Die Bürgerinitiative hat derweil ihr Angebot bekräftigt: Der Verein Hufewiesen Trachau ist bereit, die Kosten für die Haftpflichtversicherung für das Grundstück zu übernehmen. Auf diese Weise könnte das Gelände öffentlich zugänglich bleiben.
Das steht in einem Brief des Vereins an Herrn Harloff, den Vorstand der ADLER Real Estate AG. Sie ist die Muttergesellschaft der MBG Trachau, die wiederum als Eigentümerin von insgesamt zehn Hektar Land auf den Hufewiesen im Grundbuch geführt wird. Der Verein bekräftigt in dem Brief zugleich seine Absicht, die Hufewiesen zu kaufen.

Der Brief wurde am 16. Juli abgeschickt. Wörtlich heißt es darin:
„Für (die) Anwohner, insbesondere für die umliegenden Kindertagesstätten,
möchten wir gerne die Möglichkeit erhalten, das Gelände für Spaziergänge zu nutzen.
Der Verein Hufewiesen Trachau e.V. bietet Ihnen deshalb an, die Kosten für eine
Grundstückshaftpflichtversicherung für die Hufewiesen als öffentlich zugängliches Gelände
zu übernehmen. Sie sparen auf diese Weise nicht nur die Police ein, sondern auch die
Ausgaben für die Absperrung der Wiesen.
Herrn Stommel (Geschäftsführer der MBG Trachau) haben wir bereits über dieses Angebot informiert. Er hat zugesagt, sich darüber mit Ihnen zu beraten. Wir würden uns freuen, wenn Sie die anstehenden Kaufverhandlungen mit Ihrem Einverständnis zu diesem Arrangement unter einen guten Stern stellen wollten.“

Eine Antwort der ADLER Real Estate oder der MBG Trachau auf dieses Angebot gibt es bis jetzt nicht.